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Programmbereiche
Die Rolle von Unternehmen in Konfliktzonen: Zivilisierung, Demokratisierung und Friedenskonsolidierung

Das Projekt weist enge Verknüpfungen mit den Projekten „Demokratieförderung als Risikostrategie: die Demokratisierungspolitik der Demokratien“ und „Der Beitrag von extern induzierter Demokratisierung zur Friedenskonsolidierung in Nachkriegsgesellschaften“ auf. Hier wie dort geht es um Grundprobleme des demokratischen Friedens, wie etwa Zielkonflikte und unintendierte Folgewirkungen externer Demokratisierungs- und Friedenskonsolidierungsstrategien. Allerdings richtet sich in diesem Kernprojekt das Augenmerk auf die Rolle des privaten Sektors.

Im Einzelnen wird der Frage nachgegangen, ob Unternehmen aus westlichen Demokratien im Zeichen versagender staatlicher Strukturen in Konfliktzonen als Gewaltverursacher auftreten bzw. inwieweit und unter welchen Bedingungen sie durch Entwicklungs- und Demokratisierungsbeiträge das Gewaltniveau senken und zur Herstellung von Voraussetzungen für „good governance“ beitragen können. Warum sollten Unternehmen und mittels welcher Anreize können sie Demokratisierungspolitik betreiben? Umgekehrt ist zu untersuchen, inwieweit sowohl durch den Rückzug aus Staaten, in denen Kriegsökonomien nicht länger unterstützt werden, als auch durch die extern induzierte Verbreitung demokratierelevanter Normen (z.B. arbeitsrechtliche und soziale Standards) auch neue Ursachen (Wohlfahrtsverluste, Verlust von Standortvorteilen) für Gewaltkonflikte entstehen (können).

Das Kernprojekt wird im Rahmen eines internationalen Forschungsverbunds durchgeführt, an dem neben der Technischen Universität Darmstadt und den DFG-Sonderforschungsbereichen „Staatlichkeit im Wandel“ (Universität Bremen) und „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“ (federführend FU Berlin, in Vorbereitung) auch Forscherinnen und Forscher des Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich, von International Alert (London), der University of Victoria (Kanada) und der University of Maryland (USA) beteiligt sind.

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