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Karima El Ouazghari

Die arabische Region im Umbruch

Zur Rolle islamistischer Oppositionsbewegungen in Jordanien, Ägypten und Tunesien


Kurzbeschreibung

Ein Feuer breitet sich aus in der arabischen Welt. Protestbewegungen aus allen Schichten der Gesellschaft bringen langjährige autokratische Regime zu Fall oder in große Bedrängnis. Das weckt vielfältige Ängste, im Westen, aber auch bei den Menschen in den arabischen Ländern selbst.
Wie werden sich die islamistischen Bewegungen verhalten, denen die autokratischen Regime bislang kaum politischen Spielraum gewährten – von politischer Verantwortung ganz zu schweigen? Werden sie in Zukunft die Macht an sich reißen und autokratische Gottesstaaten errichten?


Karima El Ouazghari betrachtet exemplarisch die drei größten islamistischen Oppositionsbewegungen in Jordanien, Ägypten und Tunesien und trifft auf Meinungspluralismus, zum Teil erstaunlich offen ausgetragene Diskussionen über Grundsatzfragen und klare Bekenntnisse zu pluralistischen und demokratischen Werten. Also, viel Lärm um nichts?


Nicht ganz, steht doch der „Praxistest“ noch aus, die Ablehnung Israels ist beunruhigend und religiöse Hardliner, für die eine Theokratie die einzig richtige Staatsform ist, werden vielleicht doch versuchen, die Gunst der Stunde zu nutzen. Aber der Funken Freiheit hat gezündet, der politische Wettbewerb ist in Gang gekommen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Menschen in den arabischen Ländern einfach zusehen werden, wie eine Autokratie durch die nächste abgelöst wird.


Den Westen wird es allerdings vor einige Herausforderungen stellen, wenn die Despoten als Garanten für Frieden und Stabilität wegfallen.



Bibliographische Angaben

Karima El Ouazghari, Die arabische Region im Umbruch. Zur Rolle islamistischer Oppositionsbewegungen in Jordanien, Ägypten und Tunesien, HSFK-Standpunkte, Nr. 3/2011, Frankfurt/M.



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// HSFK-Standpunkt Nr. 3/2011



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