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Bulletin No 30 - Winter 2001/02
Hans-Joachim Schmidt
Konfrontation oder Dialog? Entwicklung, Stand und Probleme
der US-nordkoreanischen Beziehungen vor George W. Bush's
Asienreise
1. Aufriß
Präsident Bush bricht demnächst
nach Asien auf. Am 19. und 20. Februar wird er in Seoul
sein. Damit ist er in unmittelbarer Nähe zu einem der
drei Staaten, der aus seiner Sicht zur "Achse des Bösen"
gehört. Der Besuch findet zu einem Zeitpunkt statt,
an dem das gesamte Verhältnis zwischen den USA und
Nordkorea vor einer Weggabelung steht. Denn im politischen
Washington gibt es zwei Lager und damit keine Einigkeit
über die künftige Nordkoreapolitik.
Die dialogbereiten Kräfte im Außenministerium
um Colin Powell und in der demokratischen Partei wollen
an die Erfolge der scheidenden Clinton-Administration anknüpfen.
Ihnen stehen die konservativen Unilateralisten im Verteidigungsministerium,
im Nationalen Sicherheitsrat und im US-Kongress gegenüber.
Zur Rechtfertigung ihrer Rüstungsprogramme - besonders
der Raketenabwehr - sind sie eher an einem Konfrontationskurs
gegenüber Pjöngjang interessiert. Die Hardliner
haben die Wiederaufnahme der Gespräche mit Nordkorea
bisher erfolgreich verhindert und die Fortsetzung der südkoreanischen
Entspannungspolitik ("Sonnenscheinpolitik") blockiert.
Entscheidend ist daher: Welche der beiden
Fraktionen setzt sich durch, auf welche Seite schlägt
sich Präsident Bush? Lassen sich die konservativen
Unilateralisten in den USA in ein Dialogkonzept einbinden
und ist die Regierung in Pjöngjang dann ihrerseits
zu einem ernsthaften Verhandlungsansatz bereit - oder kommt
es nun doch zu einer längeren Konfrontationsphase?
Und schließlich: Welche konstruktive Rolle kann Europa
in dieser Situation spielen? Mein Bulletin versucht diese
Fragen vor der dargestellten Entwicklung des US-nordkoreanischen
Verhältnisses zu beantworten.
2. Die langen Schatten der Vergangenheit
und versuchte Lösungsansätze
Die Waffenstillstandsvereinbarung von 1953,
die den Koreakrieg von 1950-53 beendete, enthält erste
vertrauensbildende Maßnahmen zwischen beiden Teilen
Koreas. Dazu zählt die Einrichtung einer entmilitarisierten
Zone in einer Breite von je 2 km beiderseits der Grenze
und die Einrichtung einer Waffenstillstandskommission und
eines Militärausschusses zur Überwachung des Abkommens.
Seit Anfang der neunziger Jahre hat sich Nordkorea aus der
gemeinsamen Waffenstillstandskommission zurückgezogen.
Lediglich der Militärausschuss tritt bei Bedarf noch
zusammen. Nordkorea versucht damit vor allem die USA politisch
unter Druck zu setzen, um endlich ein Friedensabkommen zu
erreichen. Da Pjöngjang aber eine friedensvertragliche
Regelung mit dem Abzug aller US-Truppen aus Südkorea
verbindet, lehnten die Vereinigten Staaten und Südkorea
bisher eine solche Vereinbarung ab.
Die ersten Rüstungskontrollansätze
Nord- und Südkoreas gehen auf die unterschiedlichen
Vorstellungen über eine friedliche Vereinigung beider
Teile Koreas zurück. Südkorea ist wegen der zu
erwartenden Kosten der Vereinigung an einem langsamen und
kontrollierten Prozess des Zusammenwachsens interessiert.
Die Erfahrungen der deutschen Einheit haben Südkorea
in diesem seit 1965 verfolgten Ansatz eindeutig bestärkt.
Auf der Basis dieses Ansatzes hat Seoul ein mehrstufiges
Konzept entwickelt, bei dem zunächst mit Maßnahmen
der militärischen Vertrauensbildung begonnen werden
soll und denen später Rüstungsbeschränkungen
und Abrüstungsmaßnahmen folgen.
Nordkorea möchte dagegen in einer zu
gleichen Teilen besetzten (obwohl es nur ein Drittel der
koreanischen Bevölkerung stellt) gesamtkoreanischen
Konföderation die Vereinigung möglichst schnell
herbeiführen und hofft dabei, durch die Uneinigkeit
der demokratischen Kräfte in Südkorea den politischen
Prozess zu dominieren.[1] Zugleich sollen die südkoreanischen
Sicherheitsgesetze gegen kommunistische Aktivitäten
aufgehoben werden. Die Streitkräfte beider Seiten werden
zunächst auf je 100.000 Mann abgerüstet, erst
später können Maßnahmen der militärischen
Vertrauensbildung folgen. Um diesem Vorschlag mehr Realismus
zu verleihen, ist Pjöngjang seit Ende der achtziger
Jahre auch zu phasenweisen Reduzierungen von 300.000 auf
100.000 Soldaten bereit.[2] Weiterhin fordert Nordkorea,
Manöver mit Streitkräften aus anderen Ländern
einzustellen und die Beschaffung moderner Waffen aus dem
Ausland zu verbieten. Die Reduzierung offensiver Waffen
soll proportional zum Abbau der Personalstärke erfolgen.[3]
Pjöngjang verfolgt dabei einen symmetrischen Reduzierungsansatz,
der das quantitative Übergewicht seiner Streitkräfte
erhalten soll.
Wichtige Meilensteine der bilateralen politischen
Annäherung stellen die "Gemeinsame Erklärung
des Nordens und des Südens" vom 4. Juli 1972[4]
und das "Basic Agreement" von 1991[5] dar. In
der Vereinbarung von 1972 verpflichteten sich beide Seiten
auf drei Prinzipien der friedlichen Wiedervereinigung. Sie
soll ohne Einmischung äußerer Mächte erfolgen,
sich friedlich und gewaltlos vollziehen und von einem Prozess
des Vertrauens und der Abrüstung begleitet sein. Konkrete
Schritte in diese Richtung unterblieben allerdings, weil
die politischen Konzepte beider Seiten für die Einheit
nicht kompatibel waren.
Ein zweiter wichtiger Meilenstein bildete
das sogenannte "Basic Agreement", das nicht nur
Maßnahmen der militärischen Vertrauensbildung
und Kooperation beinhaltete, sondern auch umfassend die
politische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit
verbessern sollte. Außerdem erklärten sich darin
beide Seiten bereit, auf den Besitz und die Herstellung
nuklearer Waffen zu verzichten. Auch dieses Abkommen konnte
aus politischen Gründen bis heute nicht umgesetzt werden.
Es enthielt aber schon erste institutionelle Verfahrensweisen
und inhaltliche Vorschläge für den Beginn der
militärischen Vertrauensbildung. So war die Einrichtung
einer gemeinsamen Militärkommission (South-North Joint
Military Commission) innerhalb von drei Monaten bis zum
Inkrafttreten des Dokuments geplant. Dort sollten Schritte
diskutiert und ausgeführt werden, die folgendes beinhalten:
- wechselseitige Notifikation und Kontrolle
militärischer Bewegungen und militärischer Übungen;
- friedliche Nutzung der entmilitarisierten
Zone;
- Austausch militärischen Personals
und militärischer Informationen;
- phasenweise Reduzierung der Waffen, einschließlich
der Zerstörung von Massenvernichtungsmitteln und
Angriffsfähigkeiten mit ihrer sich daran anschließenden
Verifikation;
- Einrichtung einer Hotline zwischen den
Generalstäben, um ein versehentliches Aufeinanderprallen
der Streitkräfte und eine mögliche Eskalation
zu verhindern;
- Einrichtung eines Verbindungsbüros
in Pamnunjom.
Zur Förderung und Überwachung dieser
Maßnahmen soll unterhalb der hochrangigen Süd-Nord-Gespräche
ein Militärausschuss eingerichtet werden. Das "Basic
Agreement" bildet seither die Grundlage möglicher
Vertrauens- und Sicherheitsbildender Maßnahmen (VSBM)
und Rüstungskontrollmaßnahmen für beide
Teile Koreas.
3. Schwierigkeiten und Fortschritte
unter Bush (Vater) und in der Ära Clinton
Statt der Implementierung des "Basic
Agreement" kam es in der Folgezeit aber eher zu asymmetrischen
Rüstungskontrollaktivitäten.[6] Die USA zogen
aufgrund der bilateralen Absprachen zwischen Gorbatschow
und Bush (Vater) bis Juni 1992 einseitig ihre taktischen
Nuklearwaffen aus Südkorea ab.[7] In Zusammenhang mit
den Gesprächen für das Genfer Rahmenabkommen stellten
die Vereinigten Staaten ihre Team Spirit-Großmanöver
mit den südkoreanischen Streitkräften seit 1994
ein. Pjöngjang hatte schon vorher gedrängt, auf
solche Manöver zu verzichten. Zuvor hatte man Nordkorea
allerdings mehrfach zur Beobachtung dieser jährlichen
Übungen eingeladen, ohne dass Pjöngjang jedoch
darauf konstruktiv reagierte.
Das Genfer Rahmenabkommen entstand aus der
nordkoreanischen Ablehnung einer von der Internationalen
Atomenergieorganisation (IAEO) geforderten Inspektion für
ein zweites nukleares Abfall-Lager Ende 1992. Das Drängen
der IAEO auf diese Inspektion führte dazu, dass Pjöngjang
im März 1993 den Austritt aus dem Nonproliferationsvertrag
(Non-Proliferation Treaty, NPT) ankündigte, dem es
erst 1985 beigetreten war. Das hatte hochrangige bilaterale
Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea zur Folge,
die 1994/95 in folgendem Kompromiß mündeten:
- Nordkorea friert sein bisheriges Nuklearprogramm
(Graphitreaktorentwicklungslinie) ein, weil es die Entwicklung
von Nuklearsprengköpfen begünstigt und lässt
die Entladung seines 5 MW-Forschungsreaktors überprüfen.
- Als Ausgleich erhält Nordkorea bis
2003 zwei 1000 Megawatt-Leichtwasserreaktoren für
4,6 Mrd. US-Dollar auf Kreditbasis.
- Bis zur Fertigstellung der zwei Leichtwasserreaktoren
wird Pjöngjang übergangsweise jährlich
500.000 t Rohöl kostenlos geliefert.
- Vor der Lieferung der nuklearen Kernelemente
der beiden Leichtwasserreaktoren wird der IAEO Zugang
zu allen nuklearen Einrichtungen Nordkoreas gewährt.[8]
- 1995 wurde die Korean Peninsula Energy
Development Oganization (KEDO) geschaffen, die die vereinbarten
Maßnahmen überwacht und steuert. Den Vorstand
bilden Vertreter aus Südkorea, Japan, der USA und
der EU.
- Die bilateralen Beziehungen zwischen den
USA und Nordkorea sollen weiter verbessert und der innerkoreanische
Dialog über die Denuklearisierung der Halbinsel wieder
aufgenommen werden.[9]
Das Abkommen wird bis heute im wesentlichen
von allen Parteien beachtet, jedoch sind bei den Bauvorbereitungen
aus vielen Gründen inzwischen erhebliche Verzögerungen
eingetreten, die alle Teilnehmer zu verantworten haben.
Die beiden Leichtwasserreaktoren werden vermutlich erst
zwischen 2007 und 2010 ihren Betrieb aufnehmen können.
Damit ist die ursprüngliche Frist nicht zu halten,
und spätestens in den Jahre 2003 und 2004 werden deshalb
Anpassungsmaßnahmen notwendig werden. Nordkorea fordert
schon jetzt Schadensersatz für die Verzögerungen.[10]
Die Vereinbarung bietet jedoch keine Gewähr
dafür, dass Pjöngjang in seinen beiden Forschungsreaktoren
nicht schon Ende der achtziger Jahre Plutonium (ca.12 kg)
für den Bau von ein bis zwei Nuklearbomben abgezweigt
haben könnte. Außerdem ist eine Kontrolle aller
nuklearen Einrichtungen Nordkoreas vorläufig unmöglich.
Diese Ungewissheiten und Defizite des Genfer Rahmenabkommens
von 1994 stießen bei den konservativen Kräften
in den USA[11] und in Südkorea auf nachhaltige Kritik.
Die US-Regierung hatte sich auf derart weitreichende Zugeständnisse
eingelassen, weil sie in der ersten Hälfte der neunziger
Jahre noch von einem baldigen Zerfall Nordkoreas ausging
und deshalb hoffte, das Abkommen nicht in vollem Umfang
implementieren zu müssen. Diese Erwartungen erwiesen
sich jedoch später als unzutreffend.
Zur Verbesserung der nordkoreanisch-amerikanischen
Beziehungen nahm die Clinton-Administration 1996 auch Verhandlungen
über den Beitritt Pjöngjangs zum Missile Technology
Control Regime (MTCR) auf.[12] Im Rahmen dieser Gespräche
versuchte sie, Nordkorea zum Produktions- und Exportverzicht
von weitreichenden Raketen (ab 300 km Reichweite und 500
kg Nutzlast) zu drängen. Nordkoreanische Wünsche,
ihnen bei der Satellitenentwicklung zu helfen und mögliche
Exportverluste zu kompensieren, stießen dagegen zunächst
auf wenig Entgegenkommen. Pjöngjang stärkte seine
Position, als es einen aus dem russischen SCUD-System weiterentwickelten
Flugkörper (Taepo-dong 1) am 31. August 1998 testete
und zugleich versuchte, damit einen Kleinstsatelliten ins
Weltall zu schießen. Der Flugkörper flog über
Japan hinweg, und Teile der dritten Stufe fielen wegen eines
technischen Fehlers etwa 4.000 km vom Startplatz entfernt
in den Pazifik.[13] Da der Abschuss und die voraussichtlichen
Rückfallpunkte der Raketenstufen vorher offiziell nicht
angekündigt wurden, sorgte der Versuch besonders in
Japan (aber auch in China) für große Aufregung,
denn nordkoreanische Bodenraketen und ihre Tests konnten
nun erstmalig vollständig Japan bedrohen. Tokio stellte
darauf hin seine bilateralen Lebensmittelhilfen und seine
Charterflüge nach Nordkorea (für die kleine nordkoreanische
Minorität in Japan) bis Ende September 1999 ein.
In erneuten hochrangigen bilateralen Verhandlungen
zwischen Pjöngjang und Washington einigte man sich
bis zum 24. September 1999 auf eine vorläufige Übergangsregelung,
die in Folgegesprächen weiterentwickelt werden sollte.
Nordkorea sicherte für die Verhandlungsdauer ein Testmoratorium
für weitreichende Raketen zu, und die USA hoben im
Gegenzug einige Sanktionen gegen Pjöngjang auf. Der
Norden bot in den Verhandlungen den Stop aller Raketenexporte
(einschließlich Raketenteilen, technischer Hilfen
und entsprechender Vermittlungsdienste) und Raketentests
mit einer Reichweite von mehr als 500 km an, verlangte dafür
aber eine finanzielle Kompensation von einer Milliarde US-Dollar
für Nahrungsmittelhilfen und entgangene Exporterlöse
sowie die Bereitstellung amerikanischer Starteinrichtungen
für den Abschuss eigener Satelliten.[14] Ein entsprechendes
Abkommen sollte von US-Präsident Clinton in Pjöngjang
unterzeichnet werden.
Die Clinton-Administration war zu einer finanziellen
Kompensation von mehreren hundert Millionen US-Dollar bereit,
die für Nahrungsmittelhilfen und Satellitenstarts genutzt
werden konnten. Der amerikanische Präsident hätte
das gemeinsame Abkommen in Nordkorea unterzeichnen können.
Doch die USA erhoben zusätzliche Forderungen: Die Vereinbarung
sollte gemäss den MTCR-Regeln schon für Raketen
mit einer Reichweite ab 300 km gelten. Darüber hinaus
sollte Pjöngjang alle Raketentypen und deren Anzahl
offenlegen, wenn sie unter die MTCR-Bestimmungen fielen
und diese Flugkörper zerstören. Die Bestände
und ihre Abrüstung sind durch Vor-Ort-Inspektionen
zu überprüfen. Durch die Zerstörung aller
Raketen mit einer Reichweite von mehr als 300 km hätte
Nordkorea den Süden der Republik Korea nicht mehr militärisch
bedrohen können, während die 500 km-Reichweite
die vollständige Abdeckung des südkoreanischen
Territoriums gewährleistete.
Bis in den Herbst 2000 gab es deutliche Fortschritte.
Das wurde auch durch den ersten Besuch der ehemaligen US-Außenministerin
Madeleine Albright im Oktober 2000 in Pjöngjang und
dem Gegenbesuch des stellvertretenden Leiters des nordkoreanischen
Verteidigungsrats Cho Myong-nok bei US-Präsident Clinton
dokumentiert.[15] Doch wegen der anstehenden amerikanischen
Präsidentschaftswahlen und ihrem inzwischen ungewissen
Ausgang brach man Ende November 2000 die Verhandlungen ab.
Nordkorea wollte keine Vereinbarung, deren Implementierung
von einem neuen konservativeren US-Präsidenten in Frage
gestellt hätte werden können. Im wesentlichen
gab es noch drei Streitpunkte: Die Höhe der finanziellen
Kompensation, die Reichweite der Raketen (300 oder 500 km)
und die Frage der Information, Inspektion und Zerstörung,
wobei die Clinton-Regierung vermutlich bereit gewesen wäre,
auf die Vor-Ort-Inspektion zu verzichten, wenn Nordkorea
verbindlich auf die künftige Entwicklung und den Export
seiner weitreichenden Raketen verzichtet hätte.
Ein weiteres wichtiges Zugeständnis Kim
Jong-ils sowohl beim innerkoreanischen Gipfel als auch dem
späteren Besuch von Madeleine Albright in Pjöngjang
war, dass er die Präsenz amerikanischer Truppen auf
südkoreanischem Boden zu akzeptieren schien.[16] Damit
wäre ein zentrales Hindernis für die 1999 ergebnislos
eingestellten Viermächtegespräche beseitigt worden
und eine friedensvertragliche Regelung wieder in greifbare
Nähe gerückt.[17]
4. Prinzipieller Stillstand bei leichten
Bewegungen unter George W. Bush
Nachdem der neue US-Präsident Bush die
Wahlen gewonnen hatte, wurde schon im Dezember 2000 in ersten
Gesprächen zwischen dem künftigen Außenminister
Powell, der neuen Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice
und der scheidenden Clinton-Administration klar, dass die
republikanische Regierung den bisherigen Verhandlungsansatz
nicht fortführen und eine schärfere Gangart gegenüber
Nordkorea einschlagen würde. Dahinter standen allerdings
zwei unterschiedliche Interessen. Zum einen war man mit
den bisherigen Zugeständnissen Nordkoreas in der Frage
der Inspektion seiner Nuklearanlagen und seiner weitreichenden
Raketen unzufrieden, zum anderen bot die Verschärfung
des Konflikts mit Pjöngjang eine willkommene Unterstützung
für die Befürworter des Raketenabwehrsystems (Missile
Defense, MD) in der neuen US-Regierung. Der erste Ansatz,
für den man sich insbesondere im amerikanischen Außenministerium
einsetzte, hielt am Dialog- und Verhandlungskonzept unter
verschärften Bedingungen fest. Der zweite Ansatz lief
auf einen dauerhaften Bruch des Dialogs mit Nordkorea hinaus,
um das eigene Raketenabwehrprogramm innenpolitisch leichter
rechtfertigen zu können.[18] Die potenzielle nordkoreanische
Raketenbedrohung diente dabei als willkommenes Feigenblatt,
um nicht öffentlich einräumen zu müssen,
dass das Abwehrprogramm eigentlich gegen die wachsende nukleare
Bedrohung durch chinesische ballistische Raketen gerichtet
ist.
Das südkoreanische Verteidigungsministerium
nutzte die härtere Haltung der neuen US-Regierung außerdem,
um endlich die amerikanische Zustimmung für eine Reichweitenerhöhung
bei der Entwicklung und Beschaffung eigener ballistischer
Raketen zu erhalten. Seit dem nordkoreanischen Raketentest
vom August 1998 hatten südkoreanische Militärs
in bilateralen Gesprächen mit den USA eine Erhöhung
der Reichweite gefordert, um militärische Ziele in
ganz Nordkorea abdecken zu können. Bisher hatten ihnen
die Vereinigten Staaten nur ballistische Flugkörper
mit einer Reichweite von bis zu 180 km zugestanden. Mit
den neuen Richtlinien für Flugkörper vom Januar
2001 wurde die Reichweite auf 300 km erhöht. Die Entspannungsbefürworter
in Seoul und Washington setzten aber durch, dass diese Steigerung
an die Mitwirkung Südkoreas im Raketentechnologiekontrollregime
gebunden wurde.[19] So wurde die bisherige amerikanische
Raketenbeschränkungspolitik gegenüber Pjöngjang
nicht in Frage gestellt und chinesisches sowie russisches
Territorium nicht zusätzlich bedroht. Da damit jedoch
Ziele auf fast dem gesamten nordkoreanischen Territorium
von ballistischen Flugkörpern des Südens erreicht
werden können, dürfte es in künftigen Verhandlungen
schwieriger werden, Pjöngjang zur Annahme der 300 km-Reichweitengrenze
des MTCR zu bewegen.
Die sich abzeichnende Änderung in der
US-Außenpolitik stellte die bisherigen Erfolge der
"Sonnenscheinpolitik" (die südkoreanische
Variante der Entspannungspolitik) des Präsidenten Kim
Dae-jung in Frage. Das erste Gipfeltreffen der nord- und
südkoreanischen Staatsführer Mitte Juni 2000 in
Pjöngjang hatte die Chance für eine umfassende
Entspannung zwischen dem Norden und dem Süden eröffnet.
Dabei war auch eine gewisse Annäherung in den grundsätzlichen
politischen Konzeptionen zu beobachten. Südkorea sieht
in der Konföderation ein (Übergangs-)Element zur
Wiedervereinigung, und Nordkorea verfolgt in diesem Zusammenhang
eine "lose Föderation".[20] Zwar grenzt sich
der Norden damit nach wie vor deutlich vom Süden ab,
doch kann diese Formulierung mehr politische Handlungsmöglichkeiten
als bisher zulassen. Pjöngjang hatte seither von persönlichen
Angriffen gegen Kim Dae-jung abgesehen und seine propagandistischen
Aktivitäten an der gemeinsamen Grenze eingestellt.
Nur drei Monate später trafen sich erstmals
die beiden Verteidigungsminister in Südkorea und vereinbarten
die Demilitarisierung der beiderseitigen Grenze für
den Wiederaufbau einer Schienen- und Straßenverbindung
zwischen dem Süden und dem Norden sowie in allgemeiner
Form die Bereitschaft zum Abbau militärischer Spannungen.[21]
Südkorea hatte inzwischen für die geplante Straßen-
und Schienenverbindung auf seiner Seite alle Minen und sonstigen
militärischen Sperren bis zur demilitarisierten Zone
beseitigt. Dagegen ist unklar, ob die nördliche Seite
überhaupt mit den entsprechenden Arbeiten begonnen
hat.
Das Zögern des Nordens wurde leider ab
Ende 2000 durch den Machtwechsel in Washington begünstigt.
Der neue US-Präsident George W. Bush wollte die amerikanische
Außenpolitik gegenüber Nordkorea einer grundsätzlichen
Überprüfung[22] unterziehen, die sich bis zum
Sommer hinzog. Im Hinblick auf die zwei unterschiedlichen
Ansätze (verschärfter Dialog versus Abbruch des
Gesprächs) verhielt sich Bush unentschieden. Einerseits
etikettierte er am 7. März 2001 - allerdings im Beisein
des südkoreanischen Präsidenten Kim Dae-jung -
die nordkoreanische Führung als nicht vertrauenswürdig.[23]
Diese Äußerung schien eher die Raketenabwehrbefürworter
in der Regierung zu unterstützen. Die undiplomatische
Verunglimpfung hatte auch zur Folge, dass nordkoreanische
Experten an einem Seminar über militärische Vertrauensbildung,
das die OSZE und Südkorea vom 19.-21. März 2001
in Seoul veranstalteten, aus Protest nicht mehr teilnahmen.[24]
Zugleich signalisierte Bush aber gegenüber
dem zur Rettung seiner Entspannungspolitik extra nach Washington
geeilten Kim Dae-jung, dass die USA auch weiterhin an der
"Sonnenscheinpolitik" und dem Dialog mit Nordkorea
interessiert seien, dabei aber neue Bedingungen (effektive
Verifikation) gelten würden. Der neue Ansatz würde
aber noch im einzelnen geprüft, und Seoul werde vor
der Verkündung der neuen Politik konsultiert.[25] Südkorea
wurde so wenigstens eine Chance zur Einflussnahme auf die
neuen Dialogskriterien zugestanden.[26] Anfang Mai 2002
reiste im Gegenzug eine Delegation der EU auf Bitten Kim
Dae-jungs nach Nordkorea, um Kim Jong-il trotz der sich
abzeichnenden Verschärfung der amerikanischen Haltung
zum Festhalten an der Entspannungspolitik zu bewegen. Der
nordkoreanische Führer sicherte daraufhin zu, dass
Pjöngjang zum Nachweis seiner Dialogbereitschaft das
Raketentestmoratorium bis zum Jahre 2003 verlängern
werde. Ferner gab er eine feste Zusage für den zweiten
innerkoreanischen Gipfel, doch wollte er erst noch auf die
Ergebnisse des neuen amerikanischen Ansatzes warten.[27]
Diese Reise und das nordkoreanische Zugeständnis wurden
deshalb vom US-Außenministerium ausdrücklich
begrüßt. Damit setzten die Dialogbefürworter
in Washington endlich das Festhalten am Genfer Rahmenabkommen
intern durch, und der stellvertretende US-Außenminister
Armitage eilte nach Seoul, um dies der südkoreanischen
Regierung mitzuteilen.[28]
Am 6. Juni verkündete dann US-Präsident
Bush den neuen "Umfassenden Ansatz" für einen
Dialog mit Nordkorea.[29] Folgende vier Punkte werden benannt:
- die Implementierung des Genfer Rahmenabkommens
sollten - bezogen auf die nuklearen Aktivitäten der
DPRK - verbessert werden;
- verifizierbare Beschränkungen des
nordkoreanischen Raketenprogramms;
- Verbot des Raketenexports;
- Abbau der bedrohlichen militärischen
Lage.
Parallel dazu bekräftigte er die amerikanische
Zustimmung zur Versöhnung zwischen Nord- und Südkorea,
dem Frieden auf der Halbinsel und einer größeren
Stabilität in der Region. Sollte Pjöngjang sich
gegenüber diesen Forderungen aufgeschlossen zeigen,
werden die USA ihre Hilfen für den Norden erweitern,
die Sanktionen erleichtern und andere politische Schritte
unternehmen.
Der "Umfassende Ansatz" knüpfte
einerseits an schon Bestehendes an, veränderte aber
zugleich massiv die Geschäftsgrundlage. Die USA forderten
eigentlich eine Änderung oder Neuverhandlung des Genfer
Rahmenabkommens von 1994,[30] um bessere Inspektionsrechte
zu erhalten, boten aber nichts Konkretes an, was die inzwischen
eingetretenen Verzögerungen bei KEDO hätte kompensieren
können.[31] Das gleiche galt für die gewünschten
Beschränkungen des nordkoreanischen Raketenprogramms,
zumal die neue US-Regierung sehr viel rigider auf effektiver
Verifikation bestand. Neu hinzu kam außerdem die Forderung
nach dem Abbau der (konventionellen) militärischen
Bedrohung, die die Ergebnisse (Bereitschaft zur militärischen
Vertrauensbildung) des innerkoreanischen Gipfels und des
ersten Treffens der beiden koreanischen Verteidigungsminister
aufgriff und weiterentwickelte. Erst dann wären die
USA zu wirtschaftlichen Hilfen bereit.
Das Dialogangebot Bushs kam fast einer Kapitulationsaufforderung
an die Adresse Pjöngjangs gleich. Denn zunächst
sollte Nordkorea seinen einzigen Machtfaktor - seine militärische
Stärke - zur Disposition stellen und dann die Hilfen
der USA erhalten. In Pjöngjang war man über dieses
Konzept wenig begeistert und lehnte es ab.[32] Zugleich
versuchte Nordkorea die Entspannungsbefürworter in
Seoul dazu zu bewegen, die US-Regierung wieder zur Annahme
des Clinton-Ansatzes zu bekehren, indem Pjöngjang zunehmend
Südkorea die Kooperation verweigerte (kein Datum für
neuen Süd-Nord-Gipfel; Verschiebung und Erschwerung
der bilateralen Ministerialgespräche; Verzögerung
neuer Familientreffen zwischen Süd und Nord; keine
Aufnahme der Baumaßnahmen für die Süd-Nord-Schienen-
und Straßenverbindung). Doch das überforderte
die politischen Einflussmöglichkeiten Südkoreas
in den USA. Dieser Ansatz musste daher erfolglos bleiben,
was spätestens die gescheiterten sechsten Süd-Nord-Ministerialgespräche
im November 2001 offenbarten.
Nur wenige Tage nach dem Statement Bushs zu
Nordkorea erläuterte US-Staatssekretär James Kelly
vom Außenministerium vor dem Unterausschuss für
Internationale Beziehungen in Ostasien und dem Pazifik des
Repräsentantenhauses den neuen "Umfassenden Ansatz"
der Bush-Regierung. Seine fünf leitenden Prinzipien
unterschieden sich teilweise deutlich von der Erklärung
des Präsidenten und hoben stärker den Dialogcharakter
hervor:[33]
Als erstes Prinzip betonte er die amerikanische
Unterstützung für die Versöhnungspolitik
Kim Dae-jungs. Nord- und Südkorea sollen dabei ihre
bilateralen Probleme zunächst alleine regeln. Das schließt
auch den militärischen Spannungsabbau zwischen ihnen
ein. Südkorea wird eine politische Führungsrolle
in den bilateralen Beziehungen mit dem Norden eingeräumt,
denen sich auch die USA unterordnen wollen.[34] Zweitens
stehen die USA zu ihren Verpflichtungen aus dem Genfer Rahmenabkommen
von 1994, um auf dieser Basis dann (deutlich weicher formuliert
als bei Bush) nach Wegen für eine verbesserte Implementierung
zunächst mit den Verbündeten und dann mit Pjöngjang
zu suchen. Drittens sind die Forderungen nach einem Entwicklungsstopp
und Exportverbot für weitreichende nordkoreanische
Raketen ebenfalls diplomatischer formuliert. Im Bereich
der Stationierung von konventionellen Streitkräften
soll nach Wegen der Spannungsreduzierung gesucht werden.
Viertens wird auch dort das Prinzip der "effektiven
Verifikation" für jedes Abkommen herausgestellt.
Schließlich folgt als letztes Prinzip die trilaterale
Abstimmung der Nordkoreapolitik zwischen den USA, Südkorea
und Japan im Rahmen der erst seit April 1999 eingerichteten
Trilateral Coordination and Oversight Group (TCOG). Danach
signalisierten Vertreter der amerikanischen Regierung vielfach
ihre Bereitschaft, mit Pjöngjang Gespräche ohne
jede Vorbedingung aufnehmen zu wollen.[35]
In Wirklichkeit war jedoch allen Beteiligten
klar, dass dafür neue Bedingungen galten. Die neue
Administration wollte sich als Regierung einer demokratischen
Supermacht nicht mehr den Risikostrategien eines kleinen
stalinistisch-kommunistischen Regimes unterwerfen, sondern
aus einer Position der Stärke agieren. Die Unterschiede
zwischen den Äußerungen von Bush und Kelly und
die Breite der von Kelly genannten Prinzipien machten aber
auch deutlich, dass in den USA trotz des neuen umfassenden
Ansatzes noch keine gemeinsame Linie in Nordkoreapolitik
existierte.
Die Ereignisse nach dem Terroranschlag vom
11. September 2001 führten zu einer weiteren Zuspitzung
der Lage. Ein ursprünglich für den Herbst 2001
geplanter Besuch Bushs in Seoul entfiel nun aus Zeitgründen.
Statt dessen nutzten die konservativen Kräfte in den
USA und Südkorea die Gunst der Stunde, um ihre Streitkräfte
zur Abschreckung möglicher Terroranschläge in
erhöhte Alarmbereitschaft zu versetzen, obwohl dafür
Polizeimaßnahmen ausgereicht hätten. Zusätzlich
verlegten die USA 24 F-15-Kampfflugzeuge nach Südkorea,
die in erster Linie den in Japan (Okinawa) stationierten
US-Flugzeugträger Kitty Hawk ersetzen sollten, der
für die Operation Enduring Freedom in das arabische
Meer entsandt wurde. Dabei stellt sich allerdings die Frage,
warum die ersatzweise Stationierung nicht in Japan erfolgte.
Auch wenn dies offiziell vom amerikanischen und südkoreanischen
Verteidigungsministerium bestritten wird, Pjöngjang
wurde damit zusätzlich unter Druck gesetzt und hatte
aus diesem Grund (angeblich verminderter Schutz der eigenen
Delegation in Südkorea) die letzten bilateralen Ministerialgespräche
auch nur in Nordkorea stattfinden lassen. Hinzu kommen die
Äußerungen John Boltons, des neuen Leiters des
Rüstungskontrollbüros im US-Außenministerium,
der vor dem Genfer Abrüstungsausschuss erstmals öffentlich
Nordkorea als einen von zwei Staaten benannte, die entgegen
der Biowaffenkonvention biologische Waffen herstellen und
besitzen sollen.[36] Später hat er Nordkorea auch ausdrücklich
als einen der Staaten benannt, die den Nonproliferationsvertrag
verletzten.[37]
Mit dem Scheitern der innerkoreanischen Ministerialgespräche
- sie endeten trotz zweitägiger Verlängerung im
November 2001 ergebnislos - steht Nordkorea vor einer Weggabelung.
Es muss sich nun entscheiden, ob es trotz der Verschlechterung
der Rahmenbedingungen einen Kompromiss mit den Entspannungspolitikern
in Seoul und den dialogbereiten Kräften in Washington
sucht oder künftig wieder auf einen Konfrontationskurs
zurückkehrt. Diese Entscheidung wird um so drängender,
als in Südkorea im Dezember 2002 die Präsidentschaftswahlen
und schon Mitte des Jahres lokale Wahlen anstehen und angesichts
der wachsenden innenpolitischen Kritik an der "Sonnenscheinpolitik"
könnte ein erneuter Konfrontationskurs die Wahl eines
gemäßigten Nachfolgers von Kim Dae-jung verhindern.
Eine konservativ geführte Regierung etwa unter der
dem südkoreanischen Oppositionsführer der Großen
Nationalen Partei, Lee Hoi-chang, würde die Kosten
der Kooperation deutlich erhöhen.[38] Dagegen könnte
Kim Jong-il mit verbesserten Kooperationsangeboten die Entspannungspolitiker
in Südkorea und die dialogbereiten Kräfte in Washington
stärken.
Während und nach den innerkoreanischen
Ministerialgesprächen signalisierte Pjöngjang
weitere begrenzte Zugeständnisse. In der IAEO bot es
Anfang November 2001 den zusätzlichen Besuch[39] einer
bisher nicht zugänglichen nuklearen Einrichtung (Isotopenlabor)
in Yongbyon an und wollte zwei UN-Konventionen gegen den
Terrorismus beitreten. Im Dezember 2001 kündigte das
Regime in Pjöngjang indirekt die Unterzeichnung von
weiteren fünf UN-Konventionen gegen den Terrorismus
an.[40] In Gesprächen mit europäischen Politikern
betonten außerdem hochrangige nordkoreanische Politiker
ihre Dialogbereitschaft mit den USA und zeigten auf bilateraler
Ebene ein verstärktes Interesse an Fragen der militärischen
Vertrauensbildung und der konventionellen Rüstungskontrolle.[41]
Sie deuteten ihre Bereitschaft zu einem Exportmoratorium
für weitreichende Raketen an. Zugleich knüpften
sie die Aufnahme des Dialogs an die Forderung, daß
Washington und Seoul den ungerechtfertigten Alarmstatus
ihrer Streitkräfte in Südkorea endlich beenden
müssten. Dieser Forderung sind zumindest die südkoreanischen
Streitkräfte am 21. Dezember 2001 endlich nachgekommen.[42]
Es gibt Anzeichen, dass sich auch das amerikanische
Außenministerium dem Dialog wieder stärker öffnen
könnte. Am 10. Januar 2002 haben die USA erstmals seit
sieben Monaten auf UN-Ebene wieder den Kontakt mit Nordkorea
gesucht.[43] Ein am 11. Januar 2002 veröffentlichter
Report aller elf US-Geheimdienste kommt zu dem Schluß,
dass von weitreichenden Raketen nicht mehr die Hauptbedrohung
für die USA ausgeht, sondern eher von kommerziellen
Transportmitteln (Schiffen, Flugzeugen, LKWs), die von Terrorgruppen
und ihren Netzwerken genutzt werden könnten.[44] Gleichzeitig
hat das Weiße Haus den nachzuholenden Besuch des US-Präsidenten
in Seoul auf den 19. und 20. Februar 2002 terminiert.[45]
Zusätzlich wird Bush Tokio und Beijing besuchen. Zuvor
will der südkoreanische Außenminister Han nach
Washington, Moskau, Beijing und Tokio reisen.[46] Das deutet
größere politische Aktivitäten an. Offensichtlich
schienen die USA nun zu einer größeren politischen
Flexibilität gegenüber Nordkorea bereit zu sein,
deren Umfang blieb aber noch offen ist.
Der südkoreanische Präsident Kim
Dae-jung knüpfte die Fortsetzung des innerkoreanischen
Dialogs in seiner Neujahrsansprache am 14. Januar 2002 an
fünf Ziele:
- Wiedereröffnung der Schienenverbindung
Seoul-Sinuiju (für die Anbindung an Pjöngjang
und China),
- Aufbau eines großen Industrieparks
in der nordkoreanischen Stadt Kaesong,
- Öffnung eines Landzugangs für
die Besucher des nordkoreanischen Bergs Mt. Kumgang,[47]
- Weitere Treffen zwischen schon lange getrennten
Familien,
- Aufbau militärischen Vertrauens.
Er forderte die US-Regierung zugleich auf,
der nordkoreanischen Regierung eine gesichtswahrende Rückkehr
an den Verhandlungstisch (Beendigung des Alarmstatus der
USFK) zu ermöglichen.[48]
Der südkoreanische Präsident machte
damit erneut klar, dass es ihm im Unterschied zum US-Ansatz
zunächst um wirtschaftliche und humanitäre Maßnahmen
geht, um in Nordkorea die Anhänger der Politik mit
dem Vorrang wirtschaftlicher Fragen zu stärken. Denen
sollen dann - wie bilateral beim Gipfel vereinbart - vertrauensbildende
Schritte und nicht, wie schon von Bush gefordert, Maßnahmen
der Bedrohungsreduzierung folgen. Die Diskrepanzen zwischen
dem neuen US-Ansatz und dem südkoreanischen Konzept
bestanden fort.
Noch auf der Sitzung der TCOG am 25. Januar
in Seoul schien das US Außenministerium nach südkoreanischen
Angaben zu mehr Entgegenkommen bereit zu sein.[49] Doch
nur wenige Tage später stellte Präsident Bush
in seiner Botschaft zur Lage der Nation vom 29. Januar 2002
jede Annäherung an die südkoreanische Sonnenscheinpolitik
erneut in Frage, als er Nordkorea neben dem Irak und dem
Iran zur "Achse des Bösen" erklärte
und einen Paradigmenwechsel im Kampf gegen den internationalen
Terrorismus vornahm.[50] Er solle sich nun auch auf die
Problemstaaten erstrecken, von denen die größte
Gefahr für die Produktion und Verbreitung von Massenvernichtungsmitteln
sowie von weitreichenden Raketen ausgehe. Bush schien sich
damit erstmals vollständig auf die Seite der konservativen
Unilateralisten zu schlagen. Die Einordnung der drei höchst
unterschiedlichen Staaten in eine "Achse des Bösen"
stieß weltweit auf geschlossene Ablehnung. Die Sprecher
des Weißen Hauses (Ari Fleischer) und des Außenministeriums
(Richard Boucher) spielten deshalb die Bedeutung dieses
Begriffs anschließend herunter, indem sie darauf hinwiesen,
dass keine militärischen Aktivitäten vorbereitet
würden und die US-Regierung weiterhin an jedem Ort
und zu jeder Zeit über alle Themen ohne Vorbedingungen
mit Pjöngjang reden werde, wenn es dies wolle.[51]
Doch die Hardliner in Washington hatten erneut die Agenda
bestimmt und der gerade wieder in Gang kommenden Entspannungspolitik
auf der koreanischen Halbinsel erst einmal schweren Schaden
zugefügt.
Südkoreas Präsident machte das darin
deutlich, als er darauf hinwies, jetzt es gehe auf der koreanischen
Halbinsel darum, daß die wachsenden Spannungen zwischen
den USA und der DPRK nicht zum Krieg führen dürfen.[52]
Zugleich startete Seoul intensive Bemühungen, um den
zwischenzeitlich erheblich gestörten Faden der Gespräche
mit den dialogbereiten Kräften in Washington wieder
aufzunehmen. Jetzt ging es darum, eine südkoreanisch-amerikanische
Allianz zwischen den Dialogbefürwortern in Nordamerika
und den Entspannungspolitikern in Südkorea zu schmieden,
um zu verhindern, dass die Hardliner in den USA den von
Bush verkündeten Paradigmenwechsel bei der Terrorbekämpfung
künftig noch stärker dazu nutzen können,
die innerkoreanischen Beziehungen und die Wiederaufnahme
des US-Nordkoreadialogs zu blockieren oder schwer zu stören.
Kim Dae-jung wird sich dazu aber auf die Forderungen der
Hardliner in Washington stärker zu bewegen müssen.
Der japanische Ministerpräsident Koizumi
wurde gebeten, auf Bush mäßigend einzuwirken,
wenn er dort seine Asienreise im Februar beginnt. Die westeuropäischen
Botschafter in Pjöngjang versuchten, die nordkoreanischen
Regierung von Überreaktionen abzuhalten.[53] Nordkorea
verhielt sich trotz aller kritischen Rhetorik der eigenen
Hardliner auf die Bush-Rede konstruktiv, als ihr UN-Botschafter
in New York am 7. Februar 2002 sagte: "Nice words will
be answered with nice words".[54] Die ökonomischen
Modernisierungsbefürworter in Pjöngjang erwarten
trotz der harschen Bush-Worte, die Dialogbereitschaft zu
den USA aufrecht erhalten können, und hoffen nun auf
eine konstruktive Antwort von Bush bei seinem Besuch in
Seoul.
5. Dialog oder Konfrontation?
Noch ist unklar, welcher Kompromiss in den
bilateralen US-ROK-Verhandlungen erreicht wird und ob sich
die Hardliner in Washington darin einbinden lassen. Die
konservativen Unilateralisten in den USA werden versuchen,
die Gespräche mit zu vielen Forderungen zu torpedieren.
Es ist außerdem nicht auszuschließen, dass Bush
bei seinem Besuch in Seoul seiner Skepsis gegenüber
Nordkorea erneut öffentlich Ausdruck verleiht und damit
mögliche konstruktive Angebote sofort konterkariert.
Auch auf nordkoreanischer Seite kann die Wiederaufnahme
des bilateralen Dialogs vom dortigen Militär jederzeit
durch provokative Aktionen hintertrieben werden.
Drei politische Szenarien sind möglich:
Erstens, es setzt sich eher die Sichtweise der Hardliner
in den USA sowie in Nord- und Südkorea durch. Zweitens,
es kommt vorläufig zu keiner Entscheidung zwischen
den Dialogbefürwortern und Entspannungsgegnern in allen
drei Ländern. Drittens, die ökonomischen Modernisierer
in Pjöngjang, die Entspannungspolitiker in Seoul und
die Dialogbefürworter in Washington gewinnen schließlich
doch die Oberhand.
Im ersten Fall wird es zu keinem permanenten
Dialog zwischen den USA und der DPRK kommen, und Südkorea
wird seine "Sonnenscheinpolitik" weitgehend auf
Eis legen, bis die Rahmenbedingungen sich wieder verbessern.
Die Chancen der ökonomischen Modernisierer in Nordkorea
werden sich weiter verschlechtern. Außerdem wird in
der ROK die Wahl eines konservativen Präsidenten als
Nachfolger für Kim Dae-jung im Dezember 2002 sehr wahrscheinlich.
Das stärkt die Position der konservativen Unilateralisten
in den Vereinigten Staaten. Bis zu den nächsten US-Präsidentschaftswahlen
Ende 2004 sind dann weitere Rückschritte in den innerkoreanischen
und in den US-DPRK-Beziehungen zu erwarten. Die wachsenden
Spannungen werden dazu führen, dass Pjöngjang
seine Raketentests ab 2003 wieder aufnimmt und seine Anstrengungen
verstärkt, Massenvernichtungsmittel zu erlangen. Das
Genfer Rahmenabkommen von 1994 und KEDO werden scheitern.
Der Rüstungswettlauf wird verschärft, die Instabilität
auf der koreanischen Halbinsel und für die direkten
Nachbarstaaten wächst. Die konservativen Unilateralisten
in den USA haben sich damit die Bedrohung geschaffen, die
ihr Programm der Raketenabwehr und die beabsichtigten Erhöhungen
des US-Verteidigungsetats rechtfertigen. Gleichzeitig werden
Maßnahmen der militärischen Vertrauensbildung
und Rüstungskontrolle verhindert, was insbesondere
bei einem dann wahrscheinlicher werdenden Zusammenbruch
Nordkoreas die Kriegsgefahr auf der koreanischen Halbinsel
deutlich erhöht.
Im zweiten Fall ist die Aufnahme eines permanenten
Dialogs zwar möglich, doch die Hardliner in Nordkorea
oder in den USA können unterstützt von den Entspannungsgegnern
in Südkorea ihn immer wieder stören oder zeitweise
blockieren. Die Entspannungspolitik in Südkorea lässt
sich deshalb zwar fortsetzen, aber ohne große Ergebnisse.
Gleiches gilt für die Bemühungen der ökonomischen
Modernisierer im Norden der Halbinsel. Deshalb ist auch
bei dieser Variante die Wahl eines konservativen Nachfolgers
für Kim Dae-jung relativ wahrscheinlich. Pjöngjang
setzt das Raketentestmoratorium wahrscheinlich über
das Jahr 2003 hinaus fort, um sich spätere Verhandlungsoptionen
offen zu halten, solange das Genfer Rahmenabkommen und KEDO
nicht grundsätzlich in Frage gestellt werden. Der Rüstungswettlauf
wird nicht angeheizt und die Instabilität auf der Halbinsel
nicht wesentlich erhöht. Die Hardliner in den USA verlieren
zumindest partiell ein Argument für ihr globales Raketenabwehrprogramm
und die massive Erhöhung ihrer Rüstungsausgaben.
Auch bei dieser Variante wird es kaum möglich sein,
einen Prozess der militärischen Vertrauensbildung und
Rüstungskontrolle zu initiieren. Jedoch kommt es auch
- anders als bei der vorherigen Variante - zu keiner wesentlichen
Verschärfung der militärischen Spannungen. Die
Wahrscheinlichkeit für einen militärischen Konflikt
wird kaum erhöht.
Im dritten Fall kommt nicht nur ein permanenter
Dialog zustande, sondern es werden auch wichtige Fortschritte
erreicht. Die Sonnenscheinpolitik bekommt einen neuen Schub
und die Wahl eines Entspannungsbefürworters zum nächsten
südkoreanischen Präsidenten wird wahrscheinlicher,
besonders wenn die Familientreffen zwischen Nord und Süd
intensiviert werden. Die Modernisierer in Nordkorea leiten
erste größere wirtschaftliche Projekte (Süd-Nord-Eisenbahnanbindung
nach China und nach Russland, Industriepark bei Kaesong,
Landverbindung zum Berg Kumgang) ein, erhöhen aber
zugleich ihre internationalen wirtschaftlichen Kontakte,
um sich getreu ihrer Juche-Ideologie nicht in eine zu große
Abhängigkeit von Seoul zu begeben. Parallel dazu kommt
ein Prozess der militärischen Vertrauensbildung und
Rüstungskontrolle in Gang, der allmählich die
Stabilität auf der Halbinsel erhöht und eine wichtige
Voraussetzung dafür ist, die Viermächtegespräche
für eine Friedensregelung wieder aufzunehmen. Washington
und Pjöngjang beginnen - analog zu den amerikanisch-libyschen
Verhandlungen - Gespräche darüber, unter welchen
Voraussetzungen die USA die DPRK von ihrer Liste der Staaten
streichen, die den Terrorismus unterstützen. Die Verhandlungen
über einen Stopp des Exportes weitreichender Raketen
und der Abbau dieser Potentiale werden wieder aufgenommen.
Pjöngjang ist bereit, sich rechtzeitig vor der Lieferung
von nuklearen Kernelementen der beiden Leichtwasserreaktoren
allen Inspektionen der IAEO zu öffnen und signalisiert
seine Bereitschaft, der Chemiewaffenkonvention beizutreten.
Die konservativen Unilateralisten in den Vereinigten Staaten
verlieren damit ein wichtiges Argument für ihr Raketenabwehrprogramm
und die Erhöhung des US-Rüstungsetats.
Welche der Alternativen sich letztlich durchsetzen
wird, ist schwer zu sagen. Das zweite Szenario ist auf Dauer
instabil, es wird sich eher in die eine oder andere Richtung
hin entwickeln. Nach der jüngsten Bush-Rede scheint
vieles auf die erste Option zu deuten, zumal die Hardliner
in Washington bisher erfolgreich den Dialog mit Nordkorea
und die Sonnenscheinpolitik Kim Dae-jungs torpedierten.
Auf der anderen Seite ist das Vorgehen der konservativen
Unilateralisten in den USA nicht unumstritten und wird vom
internationalen Umfeld weitgehend abgelehnt. Die Ergebnisse
der Asienreise Bushs ab Mitte Februar 2002, bei denen er
seinen schon für Herbst geplanten Besuch in Tokio,
Seoul und Beijing nachholt, werden zeigen, wer in den nächsten
Jahren den entscheidenden Einfluss auf die sicherheitspolitischen
Geschicke der Halbinsel nehmen wird.
6. Zur Rolle Europas
Für die EU kommt es darauf an, die Entspannungspolitik
von Kim Dae-jung auch weiterhin nachhaltig zu unterstützen.
Denn die politisch gefährliche Bemerkung Bushs von
der "Achse des Bösen" hat in Südkorea
eine positive Auswirkung. Denn die Führer der konservativen
Großen Nationalpartei wollen endlich mit der Demokratischen
Partei des Jahrtausends eine gemeinsame Erklärung verfassen,
in der sie sich für eine baldige Aufnahme des amerikanisch-nordkoreanischen
Dialogs einsetzen. Auf diese Weise möchten sie den
von US-Präsident Bush ausgelösten wachsenden Spannungen
auf der koreanischen Halbinsel begegnen.[55]
Schon in der Vergangenheit hat die Europäische
Union erfolgreich Nordkorea zur Zurückhaltung ermuntern
können und damit den Dialogbefürwortern in Washington
und den Entspannungspolitikern in Seoul geholfen. Zugleich
sollte sich Europa in seinen bilateralen Kontakten mit Pjöngjang
dafür einsetzen, dass Kim-Jong-il sich im Rahmen des
humanitären Dialogs stärker auf die südkoreanischen
Entspannungspolitiker zu bewegt, besonders bei den Familientreffen.
Der nordkoreanischen Regierung muss man vorsichtig
klar zu machen versuchen, dass die Rückkehr zum Clinton-Ansatz
eine Illusion ist. Pjöngjang wird für die Wiederaufnahme
des Dialogs mit den USA einen höheren Preis entrichten
müssen. Das gilt besonders dann, wenn Bush in den Vereinigten
Staaten für eine zweite Amtszeit gewählt werden
sollte. Dies kann die EU mit zusätzlichen wirtschaftlichen
Anreizen verknüpfen. Sie kämen der nordkoreanischen
Strategie der wirtschaftspolitischen Diversifikation sehr
entgegen. Da China und Russland zum Teil aus unterschiedlichen
Motiven heraus ebenfalls ein sehr großes Interesse
an wirtschaftlichen Reformen in der DPRK haben, wäre
zu prüfen, ob die EU stärker mit diesen Ländern
kooperiert und sich abstimmt. Die von Beijing und Moskau
geförderten Schienenverbindungen durch Nordkorea kommen
schließlich auch den EU-Handelsinteressen sehr entgegen.
Japan sollte ebenfalls an diesem wirtschaftspolitischen
Dialog teilnehmen.
Deutschland, das zum Norden und dem Süden
gute Kontakte unterhält, seitdem es im März letzten
Jahres auch diplomatische Beziehungen zu Pjöngjang
aufgenommen hat, kann sich ebenfalls nachhaltig für
eine Verbesserung der Beziehungen einsetzen. Beide Koreas
verfolgen dabei nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern
wollen, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven, von der
Vereinigung Deutschlands lernen. Berlin hat anders als Washington
in Korea keine machtpolitischen Ambitionen und kann daher
sehr viel glaubwürdiger beiden Seiten seine guten Dienste
anbieten. Der inzwischen in Gang gekommene bilaterale Prozess
der Information über militärische Vertrauensbildung
mit Nord- und Südkorea sollte dabei unbedingt fortgesetzt
werden. Er bietet die Chance für einen trilateralen
Dialog. Die deutsche Außenpolitik setzt damit anders
als Bush zu Recht auf Kooperation und nicht auf Konfrontation.
[1] Vgl. Gottfried-Karl Kindermann, Der Aufstieg
Koreas in die Weltpolitik, München 1994, S. 117.
[2] Vgl. Kim, Dongmyung, Dismantling the cold-war
structure and establishing a peace regime on the Korean
peninsula, Research Institute on the National Security Affairs
Koran National Defense University, Seoul September 2001,
S. xx.
[3] Siehe Yong-sup Han, Paul K. Davis, Richard
E. Darilek, Time for conventional arms control on the Korean
Peninsula, in: Arms Control Today, Dec. 2000, S. 17.
[4] Vgl. Gottfried-Karl Kindermann, Der Aufstieg
Koreas (Anm. 1), S. 116.
[5] Vgl. Agreement on Reconciliation, Nonagression
and Exchange and Cooperation between the South and the North
19. Dezember 1991, in: The Ministry of National Defense
ROK, Defense White Paper 2000, Seoul 2001, S. 291-293. Die
Vereinbarung wird durch zwei Protokolle für die Kapitel
I und II des "Basic Agreement" ergänzt.
[6] Vgl. Anm 3.
[7] Die US-Pazifikflotte hat aber noch eine
unbekannte Zahl von seegestützten nuklearfähigen
Cruise Missiles (TLAM-N) auf bis zu 30 U-Booten im Arsenal,
die eine Reichweite von fast 2.500 km besitzen.
[8] Dies ist derzeit ein zentraler Streitpunkt
zwischen Washington und Pjöngjang. Für eine Basisevaluierung
benötigt die IAEO ca. drei bis vier Jahre, deshalb
drängen die USA auf den baldigen Beginn dieser Inspektionen,
während die DPRK zunächst auf eine finanzielle
Kompensation für die Verzögerungen beim Reaktorbau
besteht. Die Verzögerungen hat allerdings teilweise
auch der Norden zu verantworten. So führte der Raketentest
vom 31. August 1998 zeitweise zur Einstellung der finanziellen
Hilfen für KEDO, außerdem ist das nordkoreanische
Stromnetz zu marode für die Aufnahme der elektrischen
Energiemengen und müsste für etwa 750 Mio. US-Dollar
modernisiert werden.
[9] Siehe hierzu und zur folgenden Entwicklung:
Sebastian Harnisch, Erst verhandeln, dann rüsten? Die
Nordkoreanische Bedrohung in der Amerikanischen Raketenabwehrdebatte,
Raketenabwehrforschung International, Bulletin No. 14, Sommer
2000, http://www.hsfk.de/abm/bulletin/pdfs/harnis1.pdf
[14. 2. 2002].
[10] Vgl. Leo Wieland, Washington weist Forderungen
Nordkoreas zurück, in: FAZ vom 20. 6. 2001, S. 2.
[11] Siehe dazu beispielsweise den kritischen
Report aus dem Politischen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses
vom 27. Juli 2000 unter Vorsitz von Christopher Cox: Text:
House July 27 Policy Perspective Paper on Aid to North Korea
(North Korea's military capabilities fuelled by U.S. assistance),
in: http://usinfo.state.gov/regional/ea/easec/nkreview.htm
[14. 2. 2002].
[12] Siehe Ministry of National Defense ROK,
Defense White Paper 2000 (Anm. 5), S. 59.
[13] Vgl. Joseph S. Bermudez Jr., The Armed
Forces of North Korea, New York & London 2001, S. 280-81.
Nordkorea hat öffentlich diesen Fehler bisher nicht
zugegeben, sondern feierte diesen Abschuss als den ersten
erfolgreichen Satellitenstart.
[14] Siehe Randall C. Forsberg, Snatching
defeat from the jaws of victory: NMD and Bush's policy Toward
North Korea, in: ACR, 9-01, S. 457.C.1-2.
[15] Vgl. o.A., Nordkorea will Mißtrauen
beseitigen, in: FAZ vom 11. 10. 2001, S. 8.
[16] Darauf wies zum Beispiel der südkoreanische
Außenminister Han Seung-soo am 6. September 2001 in
einem Statement vor einem Forum der südkoreanischen
Journalistenorganisation Kwanhum Club hin. Siehe NK tolerates
US Troop Presence here: Min. Han, 6. September 2001, in:
http://www.korea.net/kwnews/content/xNews.asp?color=RW&Number=20010906004
[14. 2. 2002]. Schon 1994 hatte Kim Il-sung (Vater Kim Jong-ils)
in einem Gespräch mit den früherem US-Präsident
Carter die stabilisierende Rolle der USFK anerkannt. Siehe
o.A., Kim Il-sung accepted presence of US troops in Korea:
Carter , 8. August 2001, in: http://www.korea.net/kwnews/content/xNews.asp?color=RW&Number=2001080806
[14. 2. 2002].
[17] Indirekt schien Kim Jong-il bei seinem
Besuch in Moskau Anfang August 2001 davon wieder abzurücken,
als der russische Präsident Putin erklärte, Russland
habe Verständnis für den von Nordkorea geforderten
Abzug der US Truppen. Siehe o.A., Kim Jong-il verspricht
in Moskau: Bis 2003 keine nordkoreanischen Raketentests,
in: FAZ vom 6. 8. 2001, S. 5.
[18] Siehe Nicholas D. Kristhof, The Greater
Danger, in: The New York Times vom 11. 1. 2002, in: http://www.nytimes.com/2002/01/11/opinion/11KRIS.html
[14. 2. 2002].
[19] Vgl. Text: State Dept. Jan. 17 on S.
Korea's New Missile Guidelines, 17 January 2001, in: http://usembassy.state.gov/seoul/wwwh42yb.html
[14. 2. 2002].
[20] Vgl. South-North Joint Declaration, June
15, 2000, Ziffer 2, in: Ministry of National Defense ROK,
Defense White Paper 2000 (Anm. 5), S. 300. Das nordkoreanische
Konzept macht deutlich, dass man damit zugleich eine Vereinigung
unter südkoreanischen Bedingungen verhindern will.
[21] Vgl. The Joint Press Release from the
First Round of the Talks between the Minister of Defense
of the ROK and the Minister of the Peoples Armed Forces
of the DPRK, September 26, 2000, in: Ministry of National
Defense ROK, Defense White Paper 2000 (Anm. 5), S. 301.
[22] Vgl. NSC Advisor Rice Addresses Missile
Defense, Korea, China, Iraq, Washington File 22 February
2001, in: http://usinfo.state.gov/topical/pol/arms/stories/01022262.htm
[14. 2. 2002].
[23] Vgl. Presidents Bush, Kim Discuss N.
Korea Policy, North-South Dialogue, Washington File 07 March
2001, in: http://usinfo.state.gov/topical/pol/arms/stories/01030762.htm
[14. 2. 2002]. Dort wird an erster Stelle berichtet, dass
US-Präsident Bush gegenüber Kim Jong-il persönliche
Vorbehalte (personal reservations) habe und Bush selbst
sagte: "I do have some skepticism about the leader
of North Korea, but that's not going to preclude us from
trying to achieve the common objective of peace".
[24] Vgl. OSCE, Office of the Secretary General,
Section for External Co-operation, OSCE-Korea Conference
2001, "Applicability of OSCE CSBMs in Northeast Asia",
Seoul, 19-21 March 2001 Consolidated Summary.
[25] Lediglich die demokratischen Senatoren
Biden und Kerry plädierten am 7. und 8. März 2001
für die Fortsetzung der Verhandlungen zur Beschränkung
nordkoreanischer Raketen. Vgl. Sen. Biden Urges U.S. Engagement
with North Korea on Missiles in: http://usinfo.state.gov/regional/ea/easec/biden07.htm
[14. 2. 2002] und Sen. Kerry Urges Continued Talks With
Pyongyang on Missiles, in: http://usinfo.state.gov/regional/ea/easec/kerrynk.htm
[14. 2. 2002].
[26] Armitage sicherte bei diesem Besuch zu,
die USA werden das Genfer Rahmenabkommen auch weiterhin
als Grundlage für ihre Beziehungen zu Nordkorea betrachten.
Zuvor war dies in Washington noch umstritten und Südkorea
hatte eine Änderung abgelehnt. Siehe Remarks By U.S.
Deputy Secretary of State Richard Armitage at the Republic
of Korea Ministry of Foreign Affairs and Trade, Seoul, Korea
May 9, 2001, in: http://usinfo.state.gov/regional/ea/easec/armitage.htm
[14. 2. 2002].
[27] Siehe hierzu ausführlich die nordkoreanische
Nachrichtenagentur KCNA, o.A., Top EU Delegation visits
DPRK, in: http://www.korea-np.co.jp/pk/161st_issue/2001051201.htm#EU%20Delegation%20Entertained
[14. 2. 2002].
[28] Vgl. Bush Statement on Undertaking Talks
with North Korea, Washington File 06 June 2001, in: http://usinfo.state.gov/topical/pol/arms/stories/01060700.htm
[14. 2. 2002].
[29] Vgl. Bush Statement on Undertaking Talks
with North Korea, Washington File 06 June 2001, in: http://usinfo.state.gov/topical/pol/arms/stories/01060700.htm
[14. 2. 2002].
[30] Siehe ausführlicher Larry A. Niksch,
North Korea's Nuclear Weapons Program, updated December
6, 2001, CRS Issues Brief for Congress, CRS, Washington
D.C. 2001, S. 12.
[31] Am 20. Juni 2001 gab es auf UN-Ebene
in New York einen ersten bilateralen Gesprächskontakt,
der aber ergebnislos endete, nachdem die nordkoreanische
Seite Entschädigung für die Verzögerungen
bei KEDO forderte.
[32] So sagt der Sprecher des nordkoreanischen
Außenministeriums am 18 Juni u.a. folgendes: "By
those topics of discussion it means the so called nuclear,
missile and conventional armed forces-related issues of
the DPRK. We cannot construe this otherwise than an attempt
of the U.S. to disarm the DPRK through negotiations. Such
attitude of the U.S. as putting up conditions which the
DPRK can never accept cannot but arouse an apprehension
and doubt as to whether the U.S. intends to have a dialogue
with sincerity and has a willingness to settle the issues
through dialogue. It is the universally recognized elementary
requirement that dialogue between sovereign states should
be conducted on a fair and equal footing. (?) In this sense,
we cannot but interpret the U.S. administration's "proposal
for resuming dialogue" as unilateral and conditional
in its nature and hostile in its intention." Zitiert
nach der Mitteilung der KCNA vom 18.06.2002, in: U.S.'s
proposal for resuming talks unilateral conditional and hostile:
DPRK FM - DPRK urges U.S. to put compensation for electricity
losses on primacy agenda, http://www.korea-np.co.jp/pk/162_issue/2001062103.htm
[14. 2. 2002].
[33] Vgl. Kelly's June 12 testimony to East
Asia/Pacific panel: Bush Comprehensive Approach to North
Korea Explained, Washington File 12 June 2001, in: http://usinfo.state.gov/topical/pol/arms/stories/01061200.htm
[14. 2. 2002].
[34] Darin ist ein wesentliches amerikanisches
Zugeständnis an die südkoreanische Regierung zu
sehen, das die Annahme des neuen amerikanischen Ansatzes
fördern sollte. Trotz dieses Zugeständnisses äußerte
sich der amerikanische US-Botschafter Hubbard in Seoul noch
am 23. Oktober 2001 zum Abbau der militärischen Bedrohung
und setzte sich damit über die alleinige Zuständigkeit
der ROK wieder hinweg. Siehe o.A., U.S. Ambassador Hubbard
speaks on issues at the Seoul Press Club, 23. Oktober 2001,
in: http://www.korea.net/kwnews/content/xNews.asp?color=RW&Number=20011023013
[14. 2. 2002].
[35] Siehe dazu das Statement von Charles
L. Pritchard, Sonderbotschafter für die Verhandlungen
mit der DPRK und KEDO, vor dem House International Relations
Subcommittee on East Asia and the Pacific vom 26. July 2001:
North Korea's Missile Program Is a Top U.S. Concern: U.S.
special envoy calls it "extremely destabilizing",
in: http://usinfo.state.gov/topical/pol/arms/stories/01072604.htm
[14. 2. 2002].
[36] Vgl. Statement of The Honorable John
R. Bolton, Under Secretary of State for Arms Control and
International Security, United States Department of State
to the Fifth Review Conference of the Biological Weapons
Convention Geneva, Switzerland, November 19, 2001, in: http://usinfo.state.gov/topical/pol/arms/stories/01111902.htm
[14. 2. 2002]. John R. Bolton ist ein entschiedener Befürworter
des amerikanischen Raketenabwehrprogramms. Interessanterweise
meldete sich am gleichen Tage auch der südkoreanische
Verteidigungsminister mit denselben Anschuldigungen zu Wort.
Vgl. Shim Jae Hoon, Seoul concern over North's biochemical
stockpile, in: Jane's Defense Weekly vom 5. 12. 2002, S.
6.
[37] Statement of The Honorable John R. Bolton,
Under Secretary of State for Arms Control and International
Security, United States Department of State to the Conference
on Disarmament, January 24, 2002, in: http://www.state.gov/t/us/rm/2002/7434.htm
[14. 2. 2002].
[38] Siehe o.A. N.Korea calls presidential
aspirant "scum", in: The New York Times vom 21.
1. 2002 in: http://www.nytimes.com/reuters/world/international-korea-north.html
[14. 2. 2002].
[39] Vgl. Vanessa Gera, UN to Visit N. Korea
Nuclear Site, in: The Washington Post vom 7. 1. 2002, in:
http://www.washingtonpost.com/ac2/wp-dyn?pagename=article&node=&contentId=A8668-2002Jan7
[14. 2. 2002].
[40] Siehe Shim Jae-Yun, N.Korea willing to
sign five more Anti-Terror Pacts, in: The Korean Times vom
10. 12. 2001, in: http://www.koreatimes.co.kr/times/200112/t2001121016564740110.htm
[14. 2. 2002]. Vertreter der EU hatten bei ihrem Besuch
in Pjöngjang im November 2001 massiv auf weitere Schritte
zur Bekämpfung des Terrorismus gedrängt.
[41] Vgl. so z.B. in einem vom deutschen Außenministerium
durchgeführten bilateralen Seminar mit nordkoreanischen
Regierungsexperten über militärische Vertrauensbildung
vom 26.-30. November 2001 in Berlin und Geilenkirchen.
[42] Siehe Hwang Jang-jin, Seoul lifts security
alert, paving way for S-N talks, in: The Korean Herald vom
22. 12. 2001, in: http://www.koreaherald.co.kr/SITE/data/html_dir/2001/12/22/200112220040.asp
[14. 2. 2002]. Parallel dazu zogen noch vor Weihnachten
auch die USA ihre zusätzlichen 24 F-15-Kampfflugzeuge
aus Südkorea ab. Der Alarmstatus der USFK blieb jedoch
davon unberührt.
[43] Vgl. Shim Jae-yun, NK, US hold first
talks in 7 months in New York, in: The Korean Times, vom
11. 1. 2002, in: http//www.koreatimes.co.kr/times/200201/t2002011118000440110.htm
[14. 2. 2002]. Charles Pritchard, der US-Sonderbotschafter,
ersuchte dabei den neuen (seit Dezember 2001) nordkoreanischen
UN-Botschafter Pak Gil-yon um ein Treffen.
[44] Vgl. National Intelligence Council (Hg.),
Foreign Missile Developments and the Ballistic Missile Threat
Through 2015, Unclassified Summary of a National Intelligence
Estimate, Washington D.C. December 2001, in: http://www.cia.gov/nic/pubs/other_products/Unclassifiedballisticmissilefinal.htm
[14. 2. 2002]. Deutsche Übersetzung von Martina Glebocki
und Alexander Wicker unter http://www.hsfk.de/abm/back/docs/nie2001.pdf
[14. 2. 2002].
[45] Vgl. Text: Bush to Visit Japan, Korea,
China in February, Washington File vom 11. Januar 2002,
in: http://usinfo.state.gov/cgi-bin/washfile/display.pl?p=/products/washfile/latest&f=02011103.elt&t=/products/washfile/newsitem.shtml
[14. 2. 2002].
[46] Vgl. Kim Ji-ho, Korea plans series of
talks with 4 powers this month, in: The Korean Herald vom
12. 1. 2002, in: http://www.koreaherald.co.kr/SITE/data/html_dir/2002/01/12/200201120040.asp
[14. 2. 2002].
[47] Seit 1998 hat Nordkorea den Zugang zu
diesem touristisch attraktiven Berg geöffnet. Die An-
und Abreise ist aber nur über einen zeitraubenden Seeweg
möglich und die von Pjöngjang in Rechnung gestellten
Gebühren sind hoch. Inzwischen haben über 430.000
Besucher das Angebot genutzt, jedoch hat sich ihre Zahl
in den letzten Jahren deutlich vermindert und die südkoreanische
Betreibergesellschaft ist mit einem wachsenden Minus konfrontiert.
[48] Siehe Kim Ji-ho, President Kim sets five
inter-Korean projects as goals, in: The Korean Herald vom
15. 1. 2002, in: http://www.koreaherald.co.kr/SITE/data/html_dir/2002/01/15/200201150008.asp
[14. 2. 2002]; ebenso Yoo Jae-suk, S. Korean President Urges
Dialoque, in: The Washington Post vom 15. 1. 2002, in: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A41259-2002Jan14.html
[14. 2. 2002]. Wörtlich sagt Kim Dae-jung: "To
reopen talks with North Korea, I think the United States
needs to assume a posture that will save face for the North."
Parallel dazu haben hochrangige südkoreanische Regierungsbeamte
deutlich gemacht, dass sie keine Äußerungen Bushs
wünschen, die den Dialog mit Nordkorea erneut belasten.
Siehe o.A. Bush's Tough Policy Toward NK Causes Dispute
in South: NYT, in: The Korea Times vom 20. 1. 2002, in:
http://www.koreatimes.co.kr/kt_nation/200201/t2002012017383641110.htm
[14. 2. 2002].
[49] Siehe o.A., ROK, US, Japan urge NK to
Resume Dialoque, Koreanet vom 25. 1. 2002, in: http://www.korea.net/knews/content/xNews.asp?color=RW&Number=20020125012
[14. 2. 2002]. Zu dieser Sitzung, auf der auch Fragen der
konventionellen Rüstungskontrolle erörtert wurden,
gab es diesmal keine gemeinsame Erklärung. Ein Teilnehmer
wird zitiert: "I'am not supposed to comment on the
details discussed during the meeting as the participants
agreed not to do so, but there has been some change in the
U.S. position toward the North." Andere Diplomaten
bemerkten, die USA nehme eine proaktivere Haltung ein und
sie seien sehr ernsthaft an der Wiederaufnahme des Dialogs
zu Nord Korea interessiert, Sie hoffen auf einen neuen höherrangigen
Gesprächskanal, um die bilateralen Beziehungen schneller
zu verbessern.
[50] President Bush's State of the Union Adress
vom 29. 1. 2002, in: http://usinfo.state.gov/cgi-bin/washfile/display.pl?p=/products/washfile/latest&f=02012950.tlt&t=/products/washfile/newsitem.shtml
[14. 2. 2002].
[51] Siehe beispielhaft Daily Press Briefing,
Richard Boucher, Spokesman, Washington DC, vom 30. 1. 2002,
in: http://www.state.gov/r/pa/prs/dpb/2002/7704.htm
[14. 2. 2002]. Auch der US-Präsident ruderte hinterher
wieder zurück, als er bei der Pressekonferenz mit dem
jordanischen König Abdullah im Weißen Haus am
1. Februar 2002 seine Dialogbereitschaft zu Nordkorea signalisierte
und es aufforderte seine konventionelle Bewaffnung an der
Grenze etwas zu reduzieren sowie seine Waffenexporte (er
meinte wohl Raketenexporte) einzustellen. Siehe http://www.whitehouse.gov/news/releases/2002/02/20020201-3.html
[14. 2. 2002]. Dieses mäßigende auf erneute Dialogbereitschaft
deutende Verhalten der Bush-Administration stieß auf
scharfe Kritik der konservativen Unilateralisten. Siehe
dazu Frank J. Gaffney Jr., Suddenly Spinning on the "evils
axis", in: The Washington Times vom 5. 2. 2002, in:
http://www.washtimes.com/commentary/20020205-76546209.htm
[14. 2. 2002].
[52] Siehe Shin Yong-bae, U.S:-N.K. tension
should not undermine peace: Kim, in: The Korea Herald vom
5. 2. 2002, in: http://www.koreaherald.co.kr/SITE/data/html_dir/2002/02/05/200202050068.asp
[14. 2. 2002].
[53] o.A., British envoy says U.S. stance
puzzles North Korea, Reuters vom 7. 2. 2002, in: http://www.Asia.newsyahoo.com/020207/reuters
asia-88362.html [14. 2. 2002].
[54] Zitiert nach Edith M. Leder, North Korea
Envoy says U.S. must decide if it wants dialoque or hostile
relations with Pyongyang, in: The Boston Globe vom 8. 2.
2002 in: http://www.boston.com/dailynews/038/world/North_Korean_envoy_says_U_S_mu:.shtml
[14. 2. 2002].
[55] Vgl. Hwang Jang-jin, Rival Parties seek
resolution on N.K.-U.S. Talks, in: The Korean Herald vom
10. 2. 2002, in: http://www.koreaherald.co.kr/SITE/data/html_dir/2002/02/10/200202100008.asp
[14. 2. 2002].
Bitte zitieren als: Hans-Joachim Schmidt,
Konfrontation oder Dialog? Entwicklung, Stand und Probleme
der US-nordkoreanischen Beziehungen vor George W. Bushs
Asienreise, Raketenabwehrforschung International, Bulletin
No. 30 (Winter 2001/02), Frankfurt am Main 2002.
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