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Programmbereiche
Schritte zu einer kernwaffenfreien Welt

Dieses Projekt setzt sich aus einer Reihe von einzelnen Studien zusammen, die von der Nuclear Threat Initiative gefördert werden.

 

Studie: Sicherheitspolitische Institutionen in einer kernwaffenfreien Welt

Die Studie untersucht systematisch die Beziehungen zwischen globalen und regionalen, formalen und informellen Institutionen und solchen innerhalb und außerhalb des VN-Systems, Allianzen und “Koalitionen der Willigen”, die internationale Sicherheit ohne die Deckung durch nukleare Abschreckung aufrecht erhalten sollen. Die sicherheitspolitische Wirkung der einzelnen Institutionen, ihre Synergien und Konkurrenzen werden abgeschätzt.

 

Studie: Vertrauensbildung zwischen Großmächten: Wie viel ist nötig, um eine kernwaffenfreie Welt zu schaffen und zu erhalten?

Die Untersuchung geht von der Überlegung aus, dass eine kernwaffenfreie Welt unwahrscheinlich bleibt, so lange zwischen den Großmächten Konflikte über vitale Interessen oder dauerhafte Rivalitäten bestehen. Sie wird auch kaum zu verwirklichen sein, solange weitgehende Ungewissheit über ihre Absichten und militärischen Fähigkeiten unter ihnen herrscht. Die Studie versucht das notwendige Vertrauensniveau zu definieren und Schritte zu identifizieren, die geeignet sind, das jetzt bestehende Vertrauensniveau so zu steigern, dass die Protagonisten nukleare Abschreckung zur Gewährleistung ihrer nationalen Sicherheit als überflüssig ansehen.

 

Studie: Konventionelle Rüstungskontrolle und nukleare Abrüstung: Welches Verhältnis?

Diese Studie stützt sich auf die europäischen Erfahrungen während der letzten 60 Jahre: Die wahrgenommene konventionelle Überlegenheit der Sowjetunion motivierte die komplizierte NATO-Doktrin der erweiterten Abschreckung mit ihrer spezifischen Rolle für substrategische Kernwaffen. Die Umkehrung der konventionellen Asymmetrie nach 1990 erlaubte zwar eine drastische Reduzierung der in Westeuropa stationierten nuklearen Arsenale, jedoch ohne wirkliche Änderung der Allianzdoktrin. Heute hat sich die konventionelle Asymmetrie gegen Russland gekehrt, dass folgerichtig glaubt, stärker auf sein substrategisches nukleares Arsenal setzen zu müssen und sich von der früheren Nichtersteinsatzdoktrin abgekehrt hat. Unterschiedliche Sicherheitsinteressen in Ostasien, Südasien, dem Mittleren Osten erschweren das Wechselspiel zwischen nuklearer und konventioneller Abschreckung in Europa. Im Rahmen dieser Sicherheitsstrukturen suchen wir auf der Basis der neuen russischen Nukleardoktrin und dem neuen amerikanischen Nuclear Posture Review nach neuen Wegen, um die Abschaffung taktischer Kernwaffen möglich zu machen.

Mitglieder
Projektleitung:
Harald Müller
Mitarbeiter/innen:
Giorgio Franceschini
Annette Schaper