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Programmbereiche
EU Non-Proliferation Consortium

Seit August 2010 berät die HSFK die Europäische Union (EU) zu Fragen der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen und zur Kontrolle von Kleinwaffen. Das Projekt hatte zunächst eine Laufzeit von drei Jahren und wurde mit knapp 2,2 Mio. EUR dotiert.

Der Europäische Rat entschied im März 2014, das "EU Nonproliferation Consortium" bis 2017 mit 3,6 Mio. Euro zu fördern.

 

Die Zusammenarbeit mit der EU gründet auf einem Beschluss des Rates der Europäischen Union vom 26. Juli 2010 (BESCHLUSS 2010/430/GASP DES RATES). In diesem Beschluss regt der Rat die Gründung eines europäischen Netzwerkes unabhängiger Think Tanks an, welches die Union bei der Umsetzung ihrer Strategie gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen unterstützen soll. Zu diesem Zweck wurde im Februar 2011 ein Konsortium unabhängiger europäischer Forschungsinstitute aus der Taufe gehoben, das diese Transferaufgabe wahrnehmen wird. Das Konsortium wird von vier Instituten getragen, die auf Fragen der Nichtverbreitung, Rüstungskontrolle und Abrüstung spezialisiert sind: dem Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS, London), der Stiftung für Strategische Forschung (FRS, Paris), dem Internationalen Friedensforschungsinstitut Stockholm (SIPRI) und der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. Harald Müller von der HSFK ist der Vizepräsident des Konsortiums.

Zu den Aufgaben des Konsortiums gehört der Aufbau eines gesamteuropäischen Expertennetzwerkes zu Fragen der Nichtverbreitung und Abrüstung, welches den sicherheitspolitischen Dialog zwischen politischen Entscheidungsträgern und der europäischen Sicherheits- und Friedensforschung befördern soll. Der HSFK fällt dabei die Aufgabe zu, regelmäßige Beratungstreffen zwischen europäischen Experten und den zuständigen Arbeitsgruppen der Europäischen Union und der Mitgliedsstaaten zu aktuellen Fragen der Nichtverbreitung zu organisieren, auf denen konkrete Handlungsoptionen entwickelt und erörtert werden sollen.

 

Die Webseite des Konsortiums ist ein Forum für europäische Beiträge zur Nichtverbreitungs- und Abrüstungsdebatte. Außerdem gibt das Konsortium regelmäßig Policy Papers zu Fragen der Rüstungskontrolle konventioneller und unkonventioneller Waffen heraus und organisiert zwei Großkonferenzen zur Nichtverbreitung in den Jahren 2012 und 2014.

 

Die HSFK war außerdem 2011 mit der Organisations eines EU-Seminars betraut, welches die Perspektiven für eine massenvernichtungsfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten erörtern sollte. Das Seminar fand in Brüssel mit starker regionaler Beteiligung hochrangiger Delegationen statt.

 

Mitglieder
Projektleitung:
Harald Müller
Mitarbeiter/innen:
Giorgio Franceschini
Daniel Müller