Beratung & Service

Politikberatung

Die HSFK versteht die von ihr angebotene wissenschaftliche Politikberatung nicht nur als Politikerberatung, sondern ausdrücklich auch als Gesellschaftsberatung.

Politikberatung als Auftrag

Ein ganz wesentlicher, sowohl in der Verfassung der HSFK verankerter als auch dem theoria cum praxi-Leitbild der Leibniz-Gemeinschaft entsprechender Auftrag besteht darin, Erkenntnisse der Grundlagenforschung über Konflikt- und Gewaltursachen sowie über Friedensbedingungen für die Praxis der Friedensgestaltung nutzbar zu machen. Dadurch können der Öffentlichkeit und Politik Orientierungswissen angeboten und Handlungsoptionen vorgeschlagen werden.

Adressaten

Zu den wichtigsten Adressaten der deutschen Politik zählen das Bundeskanzleramt, das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Verteidigung, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Bundestag und die Ministerien der Landesregierung in Wiesbaden. Politikberatung reicht hier von der Mitgliedschaft in Beiräten des Auswärtigen Amts, der Anfertigung von Fachexpertisen, über die Teilnahme an Hearings des Deutschen Bundestags bis hin zu Fachvorträgen vor Führungskräften, etwa in der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. International sind als Adressaten neben den Vereinten Nationen und der Internationalen Atomenergieagentur vor allem die Europäische Kommission zu nennen.

Politikberatung findet zudem im Rahmen von angewandten Forschungsprojekten statt, so beispielsweise die umfangreiche Beratung des Europäischen Auswärtigen Dienstes sowie die der Mitgliedsstaaten im Rahmen des EU-Konsortiums für Nichtverbreitung und Abrüstung. Auch wurde 2015 das Projekt zu "Salafismus in Deutschland" initiiert, das in vielfältiger Weise zu der wissenschaftlichen Politikberatung in diesem Themenfeld beiträgt.

Medien und Instrumente

Im Rahmen des vielfältigen politikberatenden Informationsgebots für die breitere Öffentlichkeit sind die auf ein breiteres Publikum ausgerichteten HSFK/PRIF-Reports sowie die HSFK-Standpunkte mit ihren politischen Debatten- und Bildungsbeiträgen die Hauptmedien. Besondere Hervorhebung verdient die Publikation des jährlichen Friedensgutachtens, das zu einem zentralen Forum des friedenspolitischen Diskurses in Deutschland geworden ist und seit 1987 in Gemeinschaft mit anderen Instituten erscheint. 

Weitere Instrumente der Politikberatung

Die Schlangenbader Gespräche, die seit 1998 jährlich durchgeführt werden und sich einen festen, allseits anerkannten Platz als deutsch-russisches sicherheitspolitisches Dialogforum mit hochrangiger Besetzung aus Politik, Militär, Wissenschaft und Publizistik gesichert haben. 

Das Akademische Friedensorchester Nahost, das seit 2011 Expertinnen und Experten vor allem aus dem Nahen/Mittleren Osten und der Golf-Region in einem Tagungszyklus zusammenbringt, um die Etablierung einer Zone frei von Massenvernichtungswaffen und deren Trägersystemen mitzugestalten.