Erhaltung von Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung

Ein neuer Typ von Rüstungswettlauf ist im Gang gekommen. Angeführt von den westlichen Demokratien, vor allem den Vereinigten Staaten, werden revolutionäre Möglichkeiten der konventionellen Kriegführung entwickelt. Andere Großmächte versuchen, ihre Schwäche durch nukleare und konventionelle Aufrüstung und asymmetrischen Mitteln zu kompensieren. Auch für kleinere Mächte, die in Konflikten mit Großmächten bieten, eröffnen sich asymmetrische Optionen, so dass sich die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen beschleunigen könnte. Die Kernwaffenstaaten reagieren darauf mit der Erhaltung, der Modernisierung und der Ausweitung ihrer Nukleararsenale. In dieser Lage könnten Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung wichtige Stabilisierungsaufgaben erfüllen, doch bringen maßgebliche Kräfte in Vereinigten Staaten multilateralen, bindenden Instrumenten der Sicherheitspolitik wachsende Skepsis entgegen. Es droht Unilateralismus in der internationalen Sicherheitspolitik. Das Projekt zielt auf die die Entwicklung deutscher und einvernehmlicher europäischer Optionen zur Stärkung von Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung.

Dies schließt im Einzelnen ein: die Entwicklung realistischer Ansätze zu laufenden Verhandlungen und die Identifizierung weiterer Kooperationsmöglichkeiten; das Ausloten der Chancen des Nichtregierungssektors, Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung zu unterstützen; Beratungsleistungen gegenüber europäischen Regierungen und Institutionen sowie Ausbau eines Netzwerks europäischer Experten.


Das Projekt ist praxisorientiert und damit Teil der angewandten Forschung des Programmbereichs. Die Finanzierung aus dem Kernhaushalt der HSFK wird ergänzt periodisch ergänzt durch kleinere Projektmittel diverser Zuwendungsgeber.

1
Konventionelle Rüstungskontrolle in Europa | 2011

Rüdiger Hartmann/ Hans-Joachim Schmidt, Konventionelle Rüstungskontrolle in
Europa – Wege in die Zukunft, HSFK-Report Nr. 6/2011, Frankfurt/M.

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2
Von der Sonnenscheinpolitik zum Säbelrasseln und zurück? | 2011

Hans-Joachim Schmidt, Von der Sonnenscheinpolitik zum Säbelrasseln und zurück? Zur politischen Lage der koreanischen Halbinsel, September 2011.

Online: vtncankor.files.wordpress.com/2011/09/schmidt_von-der-sonnenscheinpolitik-zum-sc3a4belrasslen-und-zurc3bcck.pdf

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3
Zur schwierigen Kontrolle biologischer Waffen | 2005

Una Becker, Zur schwierigen Kontrolle biologischer Waffen, in: Ulrich Ratsch, Reinhard Mutz, Bruno Schoch, Corinna Hauswedell, Christoph Weller (Hg.), Friedensgutachten, Münster (LIT Verlag), 2005, S. 163-171.

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4
Impulse für das Biowaffenregime | 2005

Una Becker/Harald Müller/Carmen Wunderlich, Impulse für das Biowaffenregime: Ein provisorischer Compliance-Mechanismus als Schritt aus der Sackgasse, HSFK-Report Nr. 7/2005, Frankfurt/M.

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5
While Waiting for the Protocol | 2005

Una Becker/Harald Müller/Carmen Wunderlich, While Waiting for the Protocol: An Interim Compliance Mechanism for the Biological Weapons Convention, in: The Nonproliferation Review, Vol. 12, No. 3, November 2005, S. 541-572.

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6
Die multilaterale Rüstungskontrolle von chemischen Waffen am Scheideweg | 2003

Kathrin Höhl/Alexander Kelle, Die multilaterale Rüstungskontrolle von chemischen Waffen am Scheideweg. Das Chemiewaffen-Übereinkommen und seine erste Überprüfungskonferenz, HSFK-Report Nr. 15/2003, Frankfurt/M.

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7
Emerging Nuclear Energy Systems | 1999

Annette Schaper/G. Schmidt in cooperation with R. Bähr, Emerging Nuclear Energy Systems. Their Possible Safety and Proliferation Risks, European Parliament, Directorate General for Research, ENER 111 EN, Luxemburg, 12-1999

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Förderer

Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
www.hsfk.de