Evils of a Global Past? Spannungen zwischen lokalen Praxen und Weltpolitik im Erinnern an Völkermord

Das Projekt greift die Thesen der Transnationali­sierung und „Multi-Direktionalität“ (nach Rothberg) des Genozid-Erinnerns auf und untersucht politische Spannungen, die sich aus diesen Entwicklungen ergeben. Die geplanten Fallstudien gelten den Konsequenzen erinnerungs­politischer Globalisierungs­phänomene für politische und gesell­schaftliche Formen des Umgangs mit historischen Fällen von Völker­mord (u.a. an den Armeniern 1915/16, Herero und Nama 1904-08) und ihrer Bedeutung für einerseits außen­politische Beziehungen sowie andererseits für den Frieden an den Orten des Geschehens. Der Forschungs­prozess wird auf Grundlage einer Pilotstudie 2020 konkret ausgeplant.