HSFK News https://www.hsfk.de de_DE Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung Thu, 26 Apr 2018 01:46:34 +0200 Thu, 26 Apr 2018 01:46:34 +0200 news-6396 Wed, 25 Apr 2018 15:23:54 +0200 Schlangenbader Gespräche: Dialog in Zeiten der Krise https://www.hsfk.de/service/news/news/schlangenbader-gespraeche-dialog-in-zeiten-der-krise/ „Konflikteskalation und kein Ende? Deutsch-russische Beziehungen nach den Wahlen“ – 21. Schlangenbader Gespräche Vom 26. bis 28. April 2018 finden die jährlichen deutsch-russischen Schlangenbader Gespräche statt, die von der HSFK in Zusammenarbeit mit der Moskauer Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert werden. Unter dem Motto „Konflikteskalation und kein Ende? Deutsch-russische Beziehungen nach den Wahlen“ greift das diesjährige Treffen zentrale Themen auf, die aktuell die gesellschaftlichen, politischen und medialen Debatten um die die russisch-deutschen Beziehungen bestimmen.

Können die jüngsten Bundestagswahlen in Deutschland und Präsidentschaftswahlen in Russland ein Anlass sein, um neue Akzente in den Beziehungen zu setzen? Wie wirksam sind Sanktionen als Instrument der Außenpolitik? Und welche Rolle spielt die nukleare Abschreckung im 21. Jahrhundert?

Die Schlangenbader Gespräche bieten gerade in der heutigen tiefen Krise und rhetorischen Eskalation ein Forum, welches russische und deutsche VertreterInnen aus Politik, Militär, Wissenschaft, Wirtschaft und Journalismus an einen Tisch bringt.

Weitere Informationen zur Tagung: www.schlangenbader-gespraeche.de.

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news-6391 Mon, 23 Apr 2018 15:20:17 +0200 Controlling Drones: Preserve Past Achievements! https://www.hsfk.de/service/news/news/controlling-drones-preserve-past-achievements/ Why Drones Should Stay within the Missile Technology Control Regime – PRIF Report by Niklas Schörnig There are quite a few relevant inter­national regimes con­trol­ling the sale and use of drones. The MTCR (Missile Tech­nology Control Regime), originally set up to re­gulate the pro­li­feration of Weapons of Mass Destruc­tion missile de­livery systems, is widely con­sidered the main in­stru­ment for limit­ing the pro­li­feration of UAVs (un­manned aerial vehicles). In 2017, the MTCR turned 30 and calls are being made for the MTCR to focus solely on “trad­itional” rockets, missiles and cruise missiles because in its current for­mu­lation it too strongly curbs the sale of UAVs.

In PRIF Report No. 149 "Preserve Past Achievements! Why Drones Should Stay within the Missile Technology Control Regime (for the Time Being)", Niklas Schörnig warns against hollow­ing out the MTCR without re­placing it with a new and broader re­gime and re­commends safe­guarding the arms-control norms embedded within the MTCR.

Download (pdf, 192kb): Schörnig, Niklas (2017): Preserve Past Achievements! Why Drones Should Stay within the Missile Technology Control Regime (for the Time Being), PRIF Report No. 149, Frankfurt/M.

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news-6385 Wed, 11 Apr 2018 15:14:16 +0200 HSFK: Neues Forschungsprogramm https://www.hsfk.de/service/news/news/hsfk-neues-forschungsprogramm/ „Coercion and Peace“- PRIF Report 2/2018 skizziert das neue Forschungsprogramm der HSFK – die ambivalente Beziehung zwischen „Zwang und Frieden“ Seit Januar 2018 hat die HSFK parallel zum Ab­schluss des bisherigen Forschungs­programms Just Peace Governance mit der Arbeit am Forschungs­programm Frieden und Zwang begonnen. Das neue Programm wird in den kom­menden fünf Jahren die Forschung am Institut bestimmen. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche Rolle der An­drohung oder An­wendung von Zwang bei der Schaffung, Aufrecht­erhaltung und Ge­fährdung von Frieden zukommt. Die HSFK will dabei heraus­arbeiten, unter welchen Be­dingungen und in welcher Weise der Einsatz von Zwang zur Durch­setzung inter­nationaler oder inner­gesellschaftlicher Normen Erfolg hat, und inwieweit dies Frieden befördert oder gefährdet. Es geht darum zu bestimmen, wie mit so wenig Zwang wie nötig so viel Frieden wie möglich erreicht werden kann.

Der aktuelle PRIF Report 2/2018 „Coercion and Peace. PRIF's New Research Program“ stellt das neue Forschungs­programm in seinen Grund­zügen vor und skizziert dabei die ambi­valente Beziehung zwischen Zwang und Frieden. Zwang kann einerseits notwendig sein, um Frieden zu schaffen und aufrecht­zuerhalten. Anderer­seits kann Zwang Frieden unter­minieren. Grund­sätzlich steht Zwang im Spannungs­verhältnis zu einem Frieden, der mehr sein will als die Ab­wesenheit von Krieg.

Download (pdf, 890kb): Peace Research Institute Frankfurt (2018): Coercion and Peace. PRIF's New Research Program, PRIF Report 2/2018, Frankfurt/M.

 

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news-6384 Tue, 10 Apr 2018 15:19:30 +0200 Blogreihe Gesellschaft Extrem https://www.hsfk.de/service/news/news/blogreihe-gesellschaft-extrem/ PRIF Blog startet Blogreihe über Radikalisierung und Deradikalisierung in Deutschland Die Bei­träge der Blogserie „Gesellschaft Extrem: Radikalisierung und Deradikalisierung in Deutschland“ be­leuchten ver­schie­dene Her­aus­for­derungen der Ra­di­ka­li­sierung im rechten wie linken po­li­ti­schen Spek­trum und im Kon­text rel­igiösen Sek­tierer­tums. Zudem dis­ku­tieren sie be­ste­hende Wissens­be­stände inner­halb der For­schung so­wie prak­tische Um­gangs­mög­lich­keiten mit der The­matik.

Die Blog­serie ba­siert auf Er­kennt­nissen des gleich­na­migen, von der HSFK ko­ordi­nierten und vom Bundes­minis­terium für Bil­dung und For­schung ge­för­derten Forschungsprojekts.

Bis­her er­schienene Bei­träge auf dem PRIF Blog:

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news-6382 Mon, 09 Apr 2018 14:12:00 +0200 Prinzip Pragmatismus: hybride Gerichte https://www.hsfk.de/service/news/news/prinzip-pragmatismus-hybride-gerichte/ HSFK-Report von Lisbeth Zimmermann über das Comeback hybrider Gerichte An­fang der 2000er Jahre wurde eine Reihe hy­bri­der Ge­richte ein­ge­richtet. Sie sollten schwerste Ver­brechen in Kriegs- und Nach­kriegs­gesell­schaften ver­folgen. Durch die lo­kale Ein­bet­tung er­hoffte man sich höhere Le­gi­ti­mi­tät und Effek­ti­vi­tät als durch rein inter­nat­ionale Straf­ge­richte. Doch die Ein­mischung lo­kaler Eliten, Unter­fi­nanz­ierung und fehl­endes owner­ship inter­nat­ionaler Ak­teure sorgten schnell für Er­nüch­terung und die hy­bride Straf­ver­fol­gung wurde nicht weiter aus­ge­baut. Seit 2013 gibt es eine neue Welle hy­brider In­sti­tu­tionen.

Im HSFK-Report „Prinzip Pragmatismus: Das Comeback der hybriden Gerichte“ unter­sucht Lisbeth Zimmermann, wieweit aus den Fehlern der ersten Ge­ne­ration ge­lernt wurde, und dis­ku­tiert, welche Be­deut­ung hy­bride Ge­richte in Zu­kunft haben könnten.

Download (261kb): Zimmermann, Lisbeth (2017): Prinzip Pragmatismus: Das Comeback der hybriden Gerichte, HSFK-Report Nr. 6/2017, Frankfurt/M.

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news-6387 Mon, 09 Apr 2018 13:59:00 +0200 Konventionelle Rüstungskontrolle in Europa https://www.hsfk.de/service/news/news/konventionelle-ruestungskontrolle-in-europa/ Die Strukturprobleme eines Neustarts – HSFK-Report von Hans-Joachim Schmidt Mit der il­le­galen rus­sischen An­nexion der uk­ra­inischen Halb­insel Krim und der De­sta­bi­li­sierung der Ost­ukra­ine im Jahr 2014 ist die bis­herige ko­op­erative euro­­ische Sicher­heits­ord­nung zer­brochen. Es droht ein neuer Rüs­tungs­wett­lauf zwischen der NATO und Russ­land. Pa­ral­lel drohen die be­ste­henden kon­ven­tio­nel­len Rüs­tungs­kon­troll­re­gime weiter zu ver­fal­len.

Im HSFK-Report „Strukturprobleme eines Neustarts der konventionellen Rüstungskontrolle in Europa“ the­ma­ti­siert Hans-Joachim Schmidt die viel­fäl­tigen struk­tu­rel­len Pro­bleme auf po­li­tischer und mi­li­tärischer Ebene und er­wägt, was für Schritte kurz-, mittel- und lang­frsitig unter­nom­men werden könnten.

Download (pdf, 318kb): Schmidt, Hans-Joachim (2017): Strukturprobleme eines Neustarts der konventionellen Rüstungskontrolle in Europa, HSFK-Report Nr. 7/2017, Frankfurt/M.

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news-6376 Tue, 03 Apr 2018 15:22:00 +0200 Eine Armee für die Europäische Union? https://www.hsfk.de/service/news/news/eine-armee-fuer-die-europaeische-union/ PRIF Report 1/2018 von Matthias Dembinski und Dirk Peters über die europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik Europa ist ein außer­ordent­lich erfolg­reiches Friedens­pro­jekt. Doch alle Seiten sind sich mittler­weile einig, dass in der Ge­mein­samen Sicher­heits- und Ver­teidigungs­politik (GSVP) dringender Reform­bedarf be­steht. Über die Rich­tung und das Ziel wird aller­dings ge­stritten. Seit 2016 unter­nimmt die Euro­päische Union neue Ver­suche, in der GSVP hand­lungs­fähiger zu werden. Be­obachter und Ent­schei­dungs­träger be­urteilen diese Initiativen höchst unter­schied­lich.

Im PRIF Report 1/2018 „Eine Armee für die Europäische Union? Europapolitische Konzeptionen und verteidigungspolitische Strukturen“ ordnen Matthias Dembinski und Dirk Peters die jüngsten In­itia­tiven europa­po­litisch und friedens­po­litisch ein – von der „Glo­balen Stra­tegie“ bis hin zur stän­digen struk­turierten Zu­sammen­arbeit (PESCO). Sie fragen, wie sich die euro­­ische Sicher­heits- und Ver­teidigungs­politik ent­wickeln sollte und prüfen, in welche Rich­tung die be­ste­henden Be­schlüsse weisen.

Die PRIF Reports er­scheinen ab der Aus­gabe 1/2018 im frischen Design und stehen wie immer zum Down­load be­reit.

Download (pdf, 1,3mb): Dembinski, Matthias/Peters, Dirk (2018): Eine Armee für die Europäische Union? Europapolitische Konzeptionen und verteidigungspolitische Strukturen, PRIF Report 1/2018, Frankfurt/M.

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news-6378 Tue, 03 Apr 2018 11:04:50 +0200 PRIF Blog: 20 Jahre Belfast-Abkommen https://blog.prif.org/2018/04/03/die-elastizitaet-des-nordirischen-friedens-wird-gerade-sehr-gedehnt-ein-interview-mit-bernhard-moltmann/ "Die Elastizität des nordirischen Friedens wird gerade sehr gedehnt." - Interview mit Bernhard Moltmann news-6373 Mon, 26 Mar 2018 10:04:05 +0200 Internationale Konferenz an der HSFK https://www.hsfk.de/service/news/news/internationale-konferenz-an-der-hsfk/ Sozioökonomische Proteste und politische Transformation in Ägypten und Tunesien - Konferenz an der HSFK Mit einer inter­national be­setzten Ab­schluss­konferenz ging Mitte März 2018 in Frank­furt das von der Volks­wagen­Stiftung unter­stützte Pro­jekt „Sozioökonomische Proteste und politische Transformation: Dynamiken von contentious politics in Ägypten und Tunesien vor dem Hintergrund südamerikanischer Erfahrungen“ erfolg­reich zu Ende. An zwei Tagen stellten die Pro­jekt­mit­gliederinnen und Pro­jekt­mit­glieder aus Deutsch­land, Ägypten und Tunesien zentrale For­schungs­ergeb­nisse zur sozio­öko­nomischen Di­mension der laufenden Trans­for­mations­pro­zesse in Ägypten und Tunesien vor und dis­kutierten sie mit ge­ladenen, inter­nationalen Gästen aus Wissen­schaft, Politik und Ent­wicklungs­zusammen­arbeit. Neben der Analyse der Dynamik sozio­öko­nomischer Pro­teste seit den Re­vo­lutionen in den beiden nord­afri­kanischen Ländern, stand dabei der inter­regionale Ver­gleich mit Latein­amerika im Zentrum der Dis­kus­sionen. In einer öffent­lichen Key­note dis­kutierte Prof. Dr. Jillian Schwedler von der City University New York zu­dem zentrale kon­zep­tionelle Fragen, mit denen sich die For­schung zu Pro­testen aus­einander­zu­setzen hat.

„Unsere Kon­ferenz war ein ge­lun­gener Ab­schluss von über drei Jahren in­ten­siver For­schungs­arbeit und ein schönes Wieder­sehen mit Gästen, Kolleginnen und Kollegen aus Ägypten, Tunesien, Argentinien und den USA“, sagte Dr. Irene Weipert-Fenner von der Hess­ischen Stif­tung Friedens- und Konflikt­forschung (HSFK), die das Projekt ge­meinsam mit Dr. Jonas Wolff (ebenfalls HSFK) geleitet hat. „Be­sonders freut uns, dass wir die erfolg­reiche Ko­operation mit den Projekt­partnern in Kairo und Sfax fort­setzen können.“ Die Konferenz diente zu­gleich als Auf­takt für ein eben­falls drei­jähriges Nach­folge­pro­jekt. Das Vor­haben „Streit um sozio­öko­nomische Re­formen. Politische Kon­flikte und soz­iale Pro­teste in Ägypten und Tunesien nach 2011 im inter­regio­nalen Ver­gleich“ wird im Ok­tober 2018 be­ginnen.


Über das Projekt „Sozioökonomische Proteste und politische Transformation“

Im drei­jährigen For­schungs­pro­jekt ana­ly­sierte ein acht­köpfiges Team aus Wissen­schaftler­innen und Wissen­schaftlern des Arab Forum for Alternatives aus Ägypten, der HSFK und der University of Sfax (Tunesien) die ver­nach­lässigte sozio­öko­no­mische Di­men­sion der lauf­enden Trans­for­mations­pro­zesse in Ägypten und Tunesien. Im Zentrum stand dabei die Dy­namik sozio­öko­no­mischer Pro­teste seit den Re­vo­lutionen 2011. Eine fo­kussierte Ana­lyse süd­amerika­nischer Länder und ihrer viel­fältigen Er­fahrungen mit po­litischem Wandel und sozio­öko­no­mischen Pro­testen diente als Quelle der In­spi­ration und Orien­tierung. Das Nach­folge­projekt „Streit um sozio­öko­no­mische Re­formen“ wird die konflikt­trächtige Aus­hand­lung sozio­öko­no­mischer Re­formen ins Zentrum rücken, um deren Kon­se­quenzen für den ge­sell­schaft­lichen Frieden und die po­litische Ord­nung in Ägypten und Tunesien zu be­stimmen.


Bei der HSFK erschienene Publikationen zum Projekt:

  • Schröder, Jonas/Weipert-Fenner, Irene (2017): Stabilisierung durch Freihandel? Die Europäische Nachbarschaftspolitik und ihre Folgen für den sozialen Frieden in Tunesien, PRIF Spotlight 3/2017, Frankfurt/M.
  • Vatthauer, Jan-Philipp/Weipert-Fenner, Irene (2017): Die soziale Frage in Tunesien. Sozioökonomische Proteste und politische Demokratisierung nach 2011, HSFK-Report Nr. 3/2017, Frankfurt/M.
  • Vatthauer, Jan-Philipp/Weipert-Fenner,Irene (2017): The Quest for Social Justice in Tunisia. Socioeconomic protest and political democratization post 2011, PRIF Report No. 143, Frankfurt/M.
  • Weipert-Fenner, Irene/Wolff, Jonas (2016): Unemployment Movements in the Global South. The cases of Argentina and Tunisia, PRIF Working Papers No. 32, Frankfurt/M.
  • Abdalla, Nadine/Wolff, Jonas (2016): From Driver of Change to Marginalized Actor: Egypt's New Unionism from a Comparative Perspective, PRIF Working Papers No. 31, Frankfurt/M.
  • Weipert-Fenner, Irene/Wolff, Jonas (2015): Socioeconomic Contention and Post-revolutionary Political Change in Egypt and Tunisia: A Research Agenda, PRIF Working Papers No. 24, Frankfurt/M.
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news-6370 Wed, 21 Mar 2018 12:19:54 +0100 "Mercron" in der Sicherheitspolitik? https://blog.prif.org/2018/03/20/mercron-in-der-sicherheitspolitik/ Wie geht die neue deutsche Regierung mit Macrons Verteidigungs-Initiative um? Ein Blogbeitrag von Matthias Dembinski news-6367 Tue, 20 Mar 2018 10:34:51 +0100 Die Global City und der Rechtsruck https://www.hsfk.de/service/news/news/die-global-city-und-der-rechtsruck/ PRIF Spotlight 2/2018 von Daniel Mullis über wachsenden Frust und Empörung in Frankfurter Stadtteilen Wird über den Rechts­ruck in Deutsch­land disku­tiert, geht der Blick meist nach Ost­deutsch­land und in länd­liche Regionen. Da­bei steht fast aus­schließ­lich die Frage der Zu­wander­ung im Fokus. Nicht ins Bild passt, dass die Alter­native für Deut­sch­land (AfD) bei den Bundes­tags­wahlen 2017 auch in manchem Stadt­teil des multi­kultu­rellen Frank­furts stark ab­schnitt.

Im Rahmen eines For­schungs­projekts geht Daniel Mullis den ge­sell­schaft­lichen Dy­namiken und Kon­flikten in zwei dieser Stadt­teile nach. Die ersten Be­funde legen nahe, dass die ex­klu­dierenden Dy­namiken der Stadt­ent­wick­lung weit enger mit dem Auf­stieg der Rechten ver­bunden sind, als bis­her in den De­batten ver­mutet. Daniel Mullis zeigt dies im PRIF Spotlight 2/2018 "Die Global City und der Rechtsruck. In vielen Frankfurter Stadtteilen wachsen Empörung und Frust." an­hand zweier immer wieder auf­tauchen­der Themen­kom­plexe: Aus­teritäts­politiken und Gen­tri­fi­zierung.

Download (pdf, 328kb): Mullis, Daniel: Die Global City und der Rechtsruck. In vielen Frankfurter Stadtteilen wachsen Empörung und Frust. PRIF Spotlight 2/2018, Frankfurt/M.

 

Am 9. April ver­anstaltet die HSFK eine Podiums­diskussion zum gleichen Thema: "Ruck nach Rechts in Frankfurt? Die Global City und der lokale Frust". Es dis­ku­tieren: Saba-Nur Cheema (Bildungs­stätte Anne Frank), Andreas Kemper (Pub­lizist und Soz­iologe), Danijel Majic (Frank­furter Rund­schau) und Daniel Mullis (HSFK). Die Ver­anstal­tung be­ginnt um 19 Uhr im Frank­furter Haus am Dom, der Ein­tritt ist frei.

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news-6364 Mon, 19 Mar 2018 18:00:00 +0100 Sonderheft über afrikanische Interventionen erschienen https://www.hsfk.de/service/news/news/sonderheft-ueber-afrikanische-interventionen-erschienen/ African peace interventions seen ‘from below’: politics and disconnects – Sonderheft herausgegeben von Antonia Witt Afri­kanische Reg­ional­orga­nisat­ionen wie die Afri­kanische Union (AU) oder die West­afr­ikanische Wirt­schafts­gemein­schaft (ECOWAS) inter­venieren zu­nehmend in ihre Mit­glieds­staaten – etwa zur Förd­erung von Frieden oder der Ver­breit­ung demo­kratischer Normen.

Das Sonder­heft des South African Journal of Inter­national Affairs, heraus­ge­geben von Antonia Witt, unter­sucht Inter­vent­ionen afri­kanischer Reg­ional­orga­nisat­ionen ‚von unten‘, das heißt mit Blick auf die Praktiken und Politiken der­jen­igen Akteure, die afri­kanische Inter­ventionen durch­führen oder von ihnen be­troffen sind.

Solch ein Pers­pekti­vwechsel macht zum einen die (lokale) Um­stritten­heit afri­kanischer Inter­vent­ions­politiken sicht­bar. Zum anderen wird das Aus­einander­klaffen zwischen reg­ionalen Sicher­heits­archi­tekturen einer­seits und deren tat­säch­lichen lokalen Effekten anderer­seits deut­lich. Damit, so arg­umen­tiert Antonia Witt in ihrem einleitenden Artikel sowie in der ge­mein­sam mit Gilbert Khadiagala ge­schrieb­enen Schlussfolgerung, kann die Er­forsch­ung afri­kanischer Inter­ven­tionen ‚von unten‘ wichtige emp­irische, theo­retische und nor­mative Im­pli­kationen auf­zeigen.

Die Bei­träge zum Sonder­heft unter­suchen unter­schiedl­iche Orte und anal­ysieren die Praktiken ver­schiedener In­ter­ventions­akteure, von prot­estierender Zivil­gesell­schaft über Liaison Officer bis hin zu Früh­warn­experten. Emp­irische Fall­studien kommen unter anderem von reg­ionalen Inter­vent­ionen in Burkina Faso, Guinea-Bissau, Madagaskar und Mali. Das Sonder­heft ver­eint Bei­träge unters­chied­licher dis­zi­plinärer Hinter­gründe, ge­schrieben so­wohl von Wissen­schaftler­Innen als auch von Prak­tiker­Innen aus ver­schied­enen euro­päischen und afri­kanischen Ländern.

Die Publikation ist das Ergebnis eines Workshops, der im Januar 2017 in Ouagadougou organisiert und durch das DFG-Programm Point Sud fin­anziert wurde.

 

Publikation: “African Peace Interventions Seen ‘from Below’: Politics and Disconnects”, Special Issue South African Journal of International Affairs, Vol 25: 1.

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news-6366 Mon, 19 Mar 2018 16:31:14 +0100 Gastwissenschaftler aus Nigeria https://www.hsfk.de/service/news/news/gastwissenschaftler-aus-nigeria/ Wissenschaftler von der Nasarawa State University Keffi in Nigeria zu Gast in der HSFK-Bibliothek Vom 12. – 17. März waren Prof. Olayemi Akinwumi und drei Dokto­randinnen des Centre for Excellence in Peace and Security Studies an der Nasarawa State University Keffi, Nigeria, zu Gast in der HSFK-Bibliothek. Viele Bücher sind in Nigeria erst Jahre nach ihrem Er­scheinen erhält­lich. Der Zu­gang zu aktuellen Pub­lika­tionen ist je­doch ein Schlüssel für erfolg­reiche wissen­schaft­liche Arbeit, hier konnten sie vom reichen Bestand der HSFK-Bibliothek profi­tieren.
 
„Bring­ing peace is part of security. Our course co­ordinator Prof. Akinwumi told us about PRIF, the work which is being done here and the rich library. We also in­tend to get in contact with other re­searchers and also to publish to­gether. Further­more, we are inter­ested in contri­buting the Afri­can pers­pective on rele­vant topics in peace and security to broa­den the field of view”, erläutert Alale Abimbola Helen, eine der Dokor­and­innen.
 
Professor Akinwumi ist Pro­fessor für Ge­schichte an der Nasarawa State University Keffi. Die Doktoran­dinnen forschen in ihren Pro­motions­arbeiten zum Thema Sicher­heit in Nigeria: Alale Abimbola Helen promo­viert zur Rolle der Sa­telliten­technik im nige­rianischen Grenz­manage­ment, Grace Awajash Dauda forscht zu Boko Haram sowie den Folgen der (Un-)­Sicher­heits­lage im Nord­osten Nigerias und Jimoh Abiola be­schäftigt sich mit den Prak­tiken und Aus­wir­kungen der Be­friedungs­am­nestie auf die mensch­liche Sicher­heit im Niger­delta.

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news-6363 Wed, 14 Mar 2018 11:49:04 +0100 Wahlen in Russland: Alles unter Kontrolle? https://blog.prif.org/2018/03/14/alles-unter-kontrolle-praesidentschaftswahl-in-russland-zwischen-regimestabilitaet-und-protest/ Die Proteste im Zuge der Präsidentschaftswahlen üben Druck auf Putins Regime aus. Ein Blogbeitrag von Vera Rogova news-6361 Mon, 12 Mar 2018 14:26:28 +0100 Sind die USA zum Frieden mit Nordkorea bereit? https://blog.prif.org/2018/03/12/sind-die-usa-zum-frieden-mit-nordkorea-bereit/ Auf dem PRIF Blog kommentiert Hans-Joachim Schmidt die aktuellen Entwicklungen zwischen Nordkorea und den USA news-6359 Wed, 07 Mar 2018 10:04:44 +0100 Wilderei in bewaffneten Konflikten https://blog.prif.org/2018/03/07/elephant-in-the-room-the-illegal-ivory-trade-wildlife-and-war Der illegale Handel mit Elfenbein zerstört nicht nur die Elefanten-Population. Ein Beitrag von Anton Peez (ENG) news-6354 Mon, 05 Mar 2018 10:39:13 +0100 The Kurdish Movement in Turkey https://www.hsfk.de/service/news/news/the-kurdish-movement-in-turkey/ PRIF Report by Francis O’Connor about the Kurdish movement between political differentiation and violent confrontation The last years of Turkish politics have been tumultuous, yet the reemergence of the Kurdish crisis in Turkey has not garnered much international political attention. The region has returned to open war with thousands of casualties and mass repression of Kurdish politicians and activists. The little information, which emerges from this deeply complicated political environment, is often confusing for international audiences.

PRIF Report No. 147 “The Kurdish Movement in Turkey: Between Political Differentiation and Violent Confrontation” by Francis O’Connor sheds some light on the contemporary Kurdish movement. It distinguishes between the movement’s institutional political parties, the People’s Democratic Party (HDP) and the Democratic Regions Party (DBP), and the insurgent movement, the PKK. It outlines the origins and political objectives of the Kurdish parliamentary political tradition and those of the PKK.

Download (pdf, 919kb): O’Connor, Francis (2017): The Kurdish Movement in Turkey: Between Political Differentiation and Violent Confrontation, PRIF Report No. 147, Frankfurt/M.

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news-6352 Thu, 01 Mar 2018 11:27:30 +0100 Chemiewaffeneinsätze in Syrien https://blog.prif.org/2018/02/28/schrecken-ohne-ende-chemiewaffeneinsaetze-in-syrien/ Vor welchen Schwierigkeiten steht die Ahndung von CW-Einsätzen im syrischen Bürgerkrieg? Ein Blogbeitrag von Una Becker-Jakob news-6346 Mon, 26 Feb 2018 12:42:00 +0100 Umkämpfte Erinnerung in Mosambik https://www.hsfk.de/service/news/news/umkaempfte-erinnerung-in-mosambik/ HSFK-Report von Christoph Kohl über die Möglichkeiten einer erinnerungspolitischen Aufarbeitung des bewaffneten Konflikts in Mosambik Im Jahr 2012 brach in Mo­­sambik, zwan­­zig Jahre nach Ab­­schluss des Friedens­­vertrags, der be­­waffnete Konflikt zwischen den eh­e­maligen Bürger­­kriegs­parteien wieder aus. An diesem Aus­bruch tragen beide Konflikt­parteien Schuld. Neben pol­­itischen und öko­­nomischen Schief­­lagen scheinen die Ur­­sachen in tief lieg­enden er­in­nerungs­kultur­ellen Konflikten zwischen den je­­weiligen An­­hänger­­innen und An­­hängern der beiden Bürger­­kriegs­­parteien zu liegen.

Im HSFK-Report „Bewaffneter Konflikt und um­kämpfte Erinnerung. Plädoyer für einen erinnerungs­politischen Neu­anfang in Mosambik“ zeigt Christoph Kohl, wie die fehl­­ende er­in­nerungs­­pol­­itische Auf­­ar­beitung der Ver­­gang­en­­heit eine er­­folg­­reiche, in­­klusive Nations­­bild­ung in Mo­sambik ver­hindert. Er legt dar, mit welchen In­s­trumenten eine Auf­­ar­­beit­ung und Ver­­handl­­ung der ver­­schied­­enen Er­­innerungs­­stränge vor­­an­­ge­­bracht werden könnte, um so eine nach­­haltige Be­­friedung  auf den Weg zu bringen.

Download (pdf, 318kb): Kohl, Christoph (2017): Bewaffneter Konflikt und umkämpfte Erinnerung. Plädoyer für einen erinnerungspolitischen Neuanfang in Mosambik, HSFK-Report Nr. 5/2017, Frankfurt/M.

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news-6347 Wed, 21 Feb 2018 13:14:56 +0100 Hessischer Friedenspreis 2017 https://www.hsfk.de/service/news/news/hessischer-friedenspreis-2017-1/ Schweizer Juristin und Diplomatin Carla del Ponte nimmt am 23. Februar 2018 den Hessischen Friedenspreis entgegen Der Hessische Friedens­preis 2017 geht an Carla del Ponte, eine der bekannt­esten inter­national­en Jurist­innen. Die 1947 ge­borene Schweiz­erin hat vor allem wegen ihrer Er­mit­tlungen im Um­feld organ­isiert­er Krimi­nalität von sich reden gemacht: Zu­nächst als Bundes­anwältin in der Schweiz, später als Chef­an­kläger­in des Inter­national­en Straf­gerichts­hofs für die Kriegs­ver­brechen im ehe­maligen Jugos­lawien und den Völker­mord in Ruanda. In weiteren Station­en war sie als Bot­schafter­in in Argen­tinien und als Sonder­ermittler­in in einer Unter­suchungs­kom-mission zu Kriegs­ver­brechen in Syrien tätig. Inter­national ist sie für ihre Pro­jekte „Frieden durch Recht“ und ihr Streben nach „inter­nationalem Recht für nach­haltige Friedens­ordnung“ bekannt geworden.

Am Freitag, den 23. Februar wird Carla del Ponte den Hessischen Friedens­preis in Wies­baden entgegen nehmen. Der Festakt im Hessischen Land­tag wird vom Hessischen Minister­präsident Volker Bouffier eröffnet; die Laudatio wird Prof. Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger, Vize­präsidentin des Euro­päischen Gerichts­hofes für Menschenrechte halten. Das Hessische Fernsehen wird die Verleihung live übertragen.

Nicole Deitelhoff als Teil des acht­köpfigen Kur­atoriums, das jedes Jahr über die Preis­trägerinnen und Preis­träger berät, freut sich darauf, Carla del Ponte persönlich kennen­zulernen: „Carla del Ponte ist ein Vorbild und eine Inspiration für unzählige Friedensaktivisten.“

Weitere Informationen auf der Website des Hessischen Landtags.

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