HSFK News https://www.hsfk.de de_DE Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung Wed, 26 Jun 2019 02:21:08 +0200 Wed, 26 Jun 2019 02:21:08 +0200 news-6720 Tue, 25 Jun 2019 12:02:35 +0200 Debatte zu HSFK-Forschungsprogramm https://www.hsfk.de/service/news/news/debatte-zu-hsfk-forschungsprogramm/ Forschungsprogramm „Frieden und Zwang“ ist Gegenstand der Diskussion in der Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung Die HSFK stellt ihre Grundlagenforschung für jeweils mehrere Jahre unter ein übergeordnetes Thema. Das aktuelle Forschungsprogramm läuft seit seit Januar 2018 unter dem Titel „Frieden und Zwang“. Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle der Androhung oder Anwendung von Zwang bei der Schaffung, Aufrechterhaltung und Gefährdung von Frieden zukommt.

In der Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung wurde dieses Forschungsprogramm jetzt Gegenstand der Debatte. Andreas Nölke, Professor für Internationale Politische Ökonomie in Frankfurt, äußerte folgende Kritik: Das neue Forschungsprogramm der HSFK untersuche die Zusammenhänge zwischen Frieden und Zwang in der internationalen Politik zwar sehr systematisch, sei aus Sicht der Internationalen Politischen Ökonomie aber etwas zu ahistorisch formuliert. Normativ neige es dazu, zu sehr auf einen positiven Zusammenhang zwischen internationalem Zwang und Frieden zu setzen, was im Kontext des Aufstiegs des Populismus problematisch ist, da mehr Zwang durch liberale internationale Institutionen letzteren eher befeuern dürfte. Analytisch vernachlässige es den Niedergang der westlichen Hegemonie und könne daher zu unrealistischen Schlussfolgerungen führen, da die Voraussetzungen zur Ausübung von friedensförderlichem Zwang in der internationalen Politik sich in absehbarer Zeit eher verringern als vermehren werden. 

In ihrer Replik greifen Anton Peez, Antonia Witt und Jonas Wolff von der HSFK die Kritikpunkte auf. Statt einer tendenziellen Befürwortung des Zwangs befasse sich das Forschungsprogramm theoretisch und empirisch ergebnisoffen mit dem Konzept. Es ziele darauf ab, die Realität von Zwang in seinen unterschiedlichen Facetten ernst zu nehmen und in seinem ambivalenten Verhältnis zum Frieden zu untersuchen. Gegen den Vorwurf der Ahistorizität erwidern sie, dass das Programm gerade die vielzähligen aktuellen Krisen liberalen globalen Regierens zum Anlass und Ausgangspunkt nehme sowie analytisch zeitliche und regionale Kontexte betone. Wie die so konstruktive wie wohlwollende Kritik von Andreas Nölke zeige, könne eine solche Forschungsagenda von den Perspektiven und Erkenntnissen der Internationalen Politischen Ökonomie in vielfältiger Hinsicht profitieren.
 

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news-6718 Mon, 24 Jun 2019 13:39:55 +0200 Religiöse NGOs zwischen Versöhnung und Bestrafung https://www.hsfk.de/service/news/news/religioese-ngos-zwischen-versoehnung-und-bestrafung/ Clara Braungart untersucht in ihrer Dissertation die Rolle von religiösen NGOs in Postkonfliktsituationen Die Vergangenheitsaufarbeitung in Postkonfliktsituationen ist häufig ein Balanceakt zwischen Versöhnung und strafrechtlicher Aufarbeitung von Kriegsverbrechen. Clara Braungart untersucht in ihrer vor kurzem erschienenen Dissertation die Rolle von religiösen Nichtregierungsorganisationen (RNGOs) in diesem Prozess. Gegenstand ihrer Analyse sind RNGOs, die gleichzeitig am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag und in den Postkonfliktstaaten Kenia beziehungsweise Uganda tätig sind und das Zustandekommen ihrer jeweiligen Positionen im Spannungsfeld zwischen Versöhnung und Bestrafung.

Es zeigt sich, dass der landesspezifische Kontext und religiöse Traditionen inhaltliche Standpunkte der RNGOs maßgeblich beeinflussen. Religiöse Werte können daneben zur Folge haben, dass ganz unterschiedliche Interpretationen von Versöhnung entstehen.

Die Dissertation mit dem Titel „Religion und Transitional Justice – Religiöse Nichtregierungsorganisationen zwischen Versöhnung und Bestrafung“ ist im Verlag Springer VS erschienen.

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news-6716 Fri, 21 Jun 2019 10:09:01 +0200 Kein Frieden ohne Menschenrechte https://blog.prif.org/2019/06/21/kein-frieden-ohne-menschenrechte/ Die Reden zur Verleihung des Hessischen Friedenspreises 2018 an Şebnem Korur Fincancı - Jetzt auf dem PRIF Blog news-6714 Wed, 19 Jun 2019 09:55:00 +0200 Deutschland im UN-Sicherheitsrat https://blog.prif.org/2019/06/19/deutschland-im-un-sicherheitsrat-arria-formel-sitzungen-als-instrument-der-krisenbewaeltigung-und-praevention/ Arria-Formel-Sitzungen als Instrument der Konflikt- bearbeitung: PRIF Spotlight von Melanie Coni-Zimmer und Anton Peez news-6709 Fri, 07 Jun 2019 12:00:28 +0200 Delegation aus Addis Abeba zu Besuch https://www.hsfk.de/service/news/news/delegation-aus-addis-abeba-zu-besuch/ WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen besprachen Projekte und potenzielle gemeinsame Kooperationsfelder In dieser Woche empfing die HSFK eine gemeinsame Delegation des Institute for Peace and Security Studies (IPSS) der Addis Ababa University in Äthiopien, der Afrikanischen Union (AU) und der GIZ. Im Zentrum des Austausches zwischen WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen standen aktuelle Forschungsprojekte zur Rolle afrikanischer Regionalorganisationen in der Friedenssicherung und Konfliktprävention sowie die Arbeit der AU in der Konfliktfrühwarnung. Präsentiert wurden unter anderem der APSA Impact Report des IPSS und das von Antonia Witt an der HSFK geleitete Forschungsprojekt African Regional Organizations Seen from Below. Dabei haben die Beteiligten auch Bereiche identifiziert, in denen sie zukünftig kooperieren wollen.
Wir danken unseren Gästen für einen spannenden Austausch und freuen uns auf weitere Zusammenarbeit in der Zukunft.

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news-6708 Thu, 06 Jun 2019 13:14:28 +0200 Die Weltlage ist komplexer geworden https://blog.prif.org/2019/06/06/die-welt-ist-heute-komplexer-ein-interview-mit-sabine-mannitz-ueber-frieden-und-sicherheit/ Sabine Mannitz im Interview mit dem Magazin NATURFREUNDiN über Friedens- und Sicherheits- politik auf dem PRIF-Blog news-6706 Tue, 04 Jun 2019 13:59:00 +0200 South Africa: A new dawn for gender justice? https://blog.prif.org/2019/06/04/south-africas-first-gender-representative-government-a-new-dawn-for-gender-justice/ The country has its first gender equal cabinet. But representation is not a numbers game, says Marieke Fröhlich at PRIF Blog news-6703 Tue, 04 Jun 2019 10:41:49 +0200 Das Friedensgutachten 2019 ist da https://www.hsfk.de/service/news/news/das-friedensgutachten-2019-ist-da/ Gutachten mit dem Titel "Vorwärts in die Vergangenheit? Frieden braucht Partner" in Berlin vorgestellt Am 4. Juni stellten die führenden deutschen Friedens­forschungs­institute auf der Bundes­presse­konferenz in Berlin das Friedens­gutachten 2019 vor. Sie fordern von der Bundes­regierung, sich aktiver in die inter­nationale Sicher­heits­politik einzubringen. Deutschland sollte seinen Einfluss in der North Atlantic Treaty Orga­nization (NATO) und der Euro­päischen Union (EU) nutzen, um konkrete Schritte zur nuklearen Abrüstung vorzu­schlagen und zudem dabei mithelfen, aktuelle militärische Krisen zu lösen. Unter der Überschrift „Vorwärts in die Vergangenheit? Frieden braucht Partner“ rufen die Institute dazu auf, neue Partner­schaften einzugehen, um das bedrohte multi­laterale Regelwerk zu erhalten.

Das gesamte Friedens­gutachten 2019 ist unter friedensgutachten.de zum Download verfügbar. Dort findet sich auch eine Übersicht der zehn wichtigsten Empfehlungen der Friedensforscherinnen und Friedensforschern an die Politik. Für weitere Auskünfte, Pressefotos und Interview­anfragen steht die Abteilung Presse- und Öffentlich­keits­arbeit zur Verfügung. Das Friedensgutachten ist die jährlich erscheinende Publikation des BICC (Bonn International Center for Conversion), des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konflikt­forschung (HSFK), des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF) und des Instituts für Friedens­forschung und Sicherheits­politik an der Universität Hamburg (IFSH). Es analysiert aktuelle Gewalt­konflikte, zeigt Trends der inter­nationalen Außen-, Sicherheits- und Entwicklungs­politik auf und gibt Empfehlungen für die Politik.

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news-6695 Mon, 03 Jun 2019 09:01:00 +0200 Prominente Schirmherrin für Ausstellungsprojekt https://www.hsfk.de/service/news/news/prominente-schirmherrin-fuer-ausstellungsprojekt/ Hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn wird Schirmherrin des Kunstprojekts „Making Crises Visible" Die Hessische Staats­ministerin für Wissen­schaft und Kunst Angela Dorn über­nimmt die Schirm­herr­schaft für das Projekt Making Crises Visible des Leibniz-Forschungs­verbundes „Krisen einer globa­lisierten Welt“, das federführend vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) koordiniert und gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG) realisiert wird.

Darin entwickeln Forscherinnen und Forscher der beteiligten Institute, der Goethe-Universität Frankfurt und des Exzellenzclusters „Herausbildung normativer Ordnung“ gemeinsam mit Studierenden der HfG Ideen, wie Krisen, Konflikte und Kriege sichtbar gemacht werden können. Durch unterschiedliche künstlerische Zugänge sollen dabei die Verfahren und Ergebnisse exemplarischer Forschungsprojekte visualisiert werden, um ein Bewusst­sein für die nicht nur lähmende, sondern auch aktivierende Kraft von Krisen zu schaffen. Im Zentrum des Projektes steht der Prozess des Wissens­transfer zwischen den unterschiedlichen Feldern Wissen­schaft, Kunst und Design sowie der Dialog mit der Öffent­lichkeit. Die im Projekt entstandenen „Wissens-Kunst-Objekte“ werden im Frühjahr 2020  im Sencken­berg Museum ausgestellt -  zu diesem Anlass wird die Ministerin das Gruß­wort sprechen.

„Eine demokratische Welt braucht eine starke, unabhängige Wissen­schaft, deren Erkenntnisse auch für Menschen außerhalb des wissen­schaftlichen Raums zugänglich sind – das ist mir ein großes Anliegen“, erklärt Ministerin Dorn. „Das Projekt ,Making Crises Visible‘ ist ein gutes Beispiel für Wissenschafts­kommunikation, das unterschiedliche Zugänge und Disziplinen verbindet. Ich unterstütze es gern mit meiner Schirm­herr­schaft und bin auf die Ergebnisse sehr gespannt.“

www.makingcrisesvisible.com

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news-6699 Wed, 29 May 2019 10:28:54 +0200 Vom Verhandlungstisch in die Konfliktzonen https://blog.prif.org/2019/05/29/vom-verhandlungstisch-in-die-konfliktzonen-die-menschenrechte-von-ueberlebenden-sexueller-gewalt-staerken/ Absichtserklärungen reichen nicht aus, um sexuelle Gewalt in Kriegsgebieten zu bekämpfen. Simone Wisotzki auf dem PRIF Blog news-6698 Fri, 24 May 2019 15:09:01 +0200 Wann, wenn nicht jetzt? Europa braucht Streit https://blog.prif.org/2019/05/24/wann-wenn-nicht-jetzt-europa-braucht-streit-keine-armee/ Nicole Deitelhoff plädiert für eine Stärkung der inneren Souveränität Europas auf dem PRIF Blog news-6696 Thu, 23 May 2019 14:14:32 +0200 Instituto CAPAZ ist DAAD-Exzellenzzentrum https://www.hsfk.de/service/news/news/instituto-capaz-ist-daad-exzellenzzentrum/ Deutsch-kolumbianisches Friedensinstitut wird eines von fünf Exzellenzzentren in Forschung und Lehre Das Instituto CAPAZ unterstützt seit Ende 2016 den kolumbianischen Friedensprozess in Forschung und Lehre und berät Akteure in Politik und Gesellschaft. Dem Institut sei es dabei in nur zweieinhalb Jahren Förderzeit gelungen, sich große Sichtbarkeit und Anerkennung durch die für den Friedensprozess wichtigsten Institutionen zu erarbeiten, begründet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) die Aufnahme des Instituts in den Kreis seiner Exzellenzzentren. Seit 2009 fördert der DAAD nunmehr fünf Exzellenzzentren in Forschung und Lehre weltweit. Ziel der aus Mitteln des Auswärtigen Amts geförderten Exzellenzzentren ist, die besonderen Stärken der deutschen Wissenschaft herauszustellen und die internationale Vernetzung voranzutreiben. Voraussetzung für ein erfolgversprechendes Projekt ist eine intensive und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen in den jeweiligen Zielländern, um langfristige Wirkungen in den Partnerländern zu erzielen.

Das Instituto CAPAZ wird federführend von zwei Konsortien kolumbianischer und deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen getragen, darunter auf deutscher Seite das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK/PRIF). „Es freut mich sehr, dass das enorme Engagement aller beteiligten Kolleginnen und Kollegen, und insbesondere die Arbeit des großartigen Teams in Bogotá auf diese Art gewürdigt wird“, so Jonas Wolff, der die HSFK im Direktorium des Instituto CAPAZ vertritt.

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news-6693 Thu, 23 May 2019 12:05:00 +0200 Mehr Europa in deutschen Gesetzesentwürfen https://blog.prif.org/2019/05/23/von-bruessel-nach-berlin-immer-mehr-europa-in-deutschen-gesetzesentwuerfen/ Im PRIF Blog blickt Anton Peez vor der Europawahl auf die legislative Ebene der deutschen EU-Integration news-6692 Tue, 21 May 2019 12:02:13 +0200 Die Deutsche Umwelthilfe unter Beschuss https://blog.prif.org/2019/05/21/symptom-oder-einzelfall-wie-im-fall-der-deutschen-umwelthilfe-politische-kompetenzen-ueberschritten-werden/ In Deutschland könnte sich der zivilgesellschaftliche Handlungs- spielraum weiter verengen. Nora Berger-Kern auf dem PRIF Blog news-6690 Mon, 20 May 2019 13:54:08 +0200 Vertrauen ist gut, Kontrolle schwierig https://blog.prif.org/2019/05/20/vertrauen-ist-gut-kontrolle-schwierig-die-us-militaerbasis-ramstein-und-die-umstrittenen-amerikanischen-kampfdrohneneinsaetze/ Die US-Militärbasis Ramstein und die umstrittenen amerikanischen Kampfdrohneneinsätze - PRIF Spotlight von Alexander Koll news-6683 Mon, 20 May 2019 10:27:00 +0200 Coming soon: Das Friedensgutachten 2019 https://www.hsfk.de/service/news/news/coming-soon-das-friedensgutachten-2019/ Vorstellung des aktuellen Gutachtens im Rahmen der Bundespressekonferenz am 4. Juni in Berlin Die führenden deutschen Friedens­forschungs­institute stellen am 4. Juni 2019 das neue Friedens­gutachten 2019 vor. Seit 1987 analysiert das Friedens­gutachten aktuelle Gewalt­konflikte, zeigt Trends der internatio­nalen Außen-, Sicherheits- und Entwicklungs­politik auf und trifft Empfehlungen für die Politik. Das Kapitel „Fokus“ konzentriert sich in diesem Jahr auf die Krise der nukle­aren Ordnung.

Das Friedens­gutachten 2019 wird am 4. Juni ab 9.30 Uhr auf der Bundes­presse­konferenz in Berlin vorgestellt. Im Anschluss an die Bundes­presse­konferenz diskutieren die Institute die Empfehlungen des Friedens­gutachtens in Berlin in Ministerien, dem Kanzleramt, bei Bundes­tags­ausschüssen und Fraktionen der Parteien. 

Die HSFK gibt das Friedens­gutachten gemeinsam dem Bonn International Center for Conversion (BICC), dem Institut für Entwicklung und Frieden Duisburg (INEF) und dem Institut für Friedens­forschung und Sicherheits­politik Hamburg (IFSH) heraus. Es erscheint jährlich seit 1987 und wurde im Jahr 2018 in Inhalt und Form umfassend erneuert. Das Frieden­gutachten ist seit 2018 über Open Access kosten­frei zugänglich. www.friedensgutachten.de

 

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news-6687 Fri, 17 May 2019 12:23:00 +0200 Der Frankfurter Polizeiskandal https://blog.prif.org/2019/05/17/der-frankfurter-polizeiskandal-ueber-sicherheitsbehoerden-rechtsextremismus-und-die-notwendigkeit-einer-fehlerkultur/ Paul Zschocke im PRIF Spotlight über Sicherheitsbehörden, Rechtsextremismus und die Notwendigkeit einer Fehlerkultur news-6673 Thu, 16 May 2019 11:44:00 +0200 Symbole, Macht und Wandel im UN-Sicherheitsrat http://blog.prif.org Teil 4 unserer UN-Blogserie, mit einem Beitrag von Elvira Rosert im PRIFBlog news-6671 Thu, 16 May 2019 09:57:00 +0200 100. Geburtstag von Albert Osswald https://www.hsfk.de/service/news/news/100-geburtstag-von-albert-osswald/ Albert Osswald, hessischer Ministerpräsident a.D. und HSFK-Gründer im Jahr 1970, wäre am 16. Mai 100 Jahre alt geworden. „Konflikte wird es in dieser Welt immer geben – soziale, politische und wirtschaftliche Konflikte. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Konflikte mit Vernunft ausgetragen und Lösungen gefunden werden, die die Freiheit der Menschen nicht einschränken.“

Mit diesen Worten überreichte der damalige Hessische Minister­präsident Albert Osswald dem vorläufigen Vorstand – Prof. Dr. Ernst-Otto Czempiel, Dr. Hans Nicklas und Dr. Dieter Senghaas – am 30. Oktober 1970 die Stiftungs­urkunde der HSFK. Bereits 1969 forderte Osswald die hessischen Hochschulen auf, ein Programm für ein Institut für Friedens- und Konflikt­forschung zu entwickeln. Die Bereitschaft der Landes­regierung, die Friedensforschung zu fördern, traf vor allem an der Philipps-Universität in Marburg und der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität auf Widerhall. Auch die Stadt Frankfurt unterstützte die Planungen zur Errichtung eines Friedens­forschungs­instituts. Am 22. Juli 1970 beschloss die hessische Landesregierung schließlich die Einrichtung der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung.

Osswalds‘ großes Engagement für das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft wirkt bis heute außerdem durch die jährliche Verleihung des Hessischen Friedenspreises durch die Albert-Osswald-Stiftung fort. Der Hessische Friedenspreis wird an Menschen vergeben, die sich um die Völker­verständigung und um den Frieden verdient gemacht haben. Jährlich erhält eine vom Kuratorium Hessischer Friedenspreis ausgewählte Preisträgerin oder ein Preisträger den mit 25.000 Euro dotierten Preis. Die HSFK berät das Kuratorium bei der Auswahl und dokumentiert die Preisverleihung.


Anlässlich des 100. Geburtstags von Albert Osswald wurde am 16. Mai ein Kranz an seinem Grab in Gießen niedergelegt.

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news-6680 Wed, 15 May 2019 11:42:16 +0200 The negotiation of democracy promotion https://www.hsfk.de/service/news/news/the-negotiation-of-democracy-promotion/ Sonderausgabe der Zeitschrift „Democratization“ als Open Access erschienen Demokratie ist keine Ware, die von einem Land in ein anderes exportiert werden kann. Im Gegenteil, die externe Demokratieförderung ist stets ein komplexes Zusammenspiel von externen und lokalen Akteuren. Da Demokratie immer noch ein umstrittenes Konzept ist, muss ihre Entwicklung auf lokale Bedürfnisse und Initiativen zugeschnitten sein, um akzeptiert, effektiv und nachhaltig zu sein. Während sich die Forschung vor allem auf die Ergebnisse solcher Prozesse konzentriert hat, werden die tatsächlichen Interaktionen zwischen externen und lokalen Akteuren immer noch als "Black Boxes" behandelt, von denen wir nur sehr wenig wissen.

Die neueste Sonderausgabe der Zeitschrift „Democratization“ befasst sich mit dieser Forschungslücke, indem sie Verhandlungen zur Demokratieförderung in verschiedenen Kontexten analysiert, darunter Fallstudien zu Venezuela, Äthiopien, Kroatien, Marokko und Tunesien. Annika Elena Poppe und Jonas Wolff von der HSFK waren als Mit-HerausgeberInnen und AutorInnen an der Ausgabe beteiligt, die im Mai 2019 unter dem Titel “The negotiation of democracy promotion. Issues, parameters and consequences” veröffentlicht wurde. Sie entstand im Rahmen des Forschungsnetzwerks "EDP - External Democracy Promotion " (gefördert durch die Leibniz-Gemeinschaft), das seit 2015 von der HSFK koordiniert wird. Die Sonderausgabe ist über Open Access komplett kostenlos zugänglich.

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