HSFK News https://www.hsfk.de de_DE Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung Mon, 14 Oct 2019 13:24:00 +0200 Mon, 14 Oct 2019 13:24:00 +0200 news-6822 Thu, 10 Oct 2019 11:32:02 +0200 Zum Einmarsch der Türkei in Syrien https://blog.prif.org/2019/10/10/turkeys-invasion-of-northern-syria-has-begun/ Es braucht mehr als nur Aufrufe zur Mäßigung aus der internationalen Gemeinschaft [PRIF Blog] news-6820 Tue, 08 Oct 2019 14:53:10 +0200 Gewalt gegen Ausländer in Südafrika https://blog.prif.org/2019/10/08/xenophobic-violence-and-spatial-inequality-in-south-africa/ Wie ungleiche Landnutzung und xenophobe Gewaltausbrüche zusammenhängen [PRIF Blog] news-6815 Wed, 02 Oct 2019 14:09:10 +0200 Mahatma Gandhi zum 150. Geburtstag https://www.hsfk.de/ueber-uns/gandhi-zum-150-geburtstag/ Zum Jubiläum feiern indisches Konsulat und HSFK gemeinsam sein Vorbild für friedlichen Widerstand Vor 150 Jahren geboren, inspiriert Mahatma Gandhi auch heute noch Menschen weltweit dazu, gewaltfrei für ihre Ziele einzutreten. Mit der HSFK verbindet ihn dabei mehr als nur eine ideelle Nähe durch die Friedensarbeit. Seit 2006 steht in der HSFK eine Büste Gandhis, die Indien der Stadt Frankfurt schenkte.

Anlässlich des Jubiläums luden das Indische Generalkonsulat und die HSFK zu einer Gedenkzeremonie in die HSFK ein. Nach einem Grußwort von HSFK-Vorstandsmitglied Susanne Boetsch erinnerte die indische Generalkonsulin in Frankfurt Pratibha Parkar in ihrer Rede an die Prinzipien, denen Gandhis Handeln folgte.

 

 

Weiterführende Publikationen:

Gandhi heute – aktuell oder unzeitgemäß? HSFK-Standpunkte, Nr. 4/2006 von Harald Müller und Thorsten Gromes

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news-6811 Mon, 30 Sep 2019 08:46:03 +0200 Gutachten zur Friedens- und Konfliktforschung https://www.hsfk.de/service/news/news/gutachten-zur-friedens-und-konfliktforschung/ Wissenschaftsrat empfiehlt Ausbau der Friedensforschung - Stellungnahme der Konferenz der hess. Hochschulpräsidien veröffentlicht Das Gutachten des Wissenschafts­rates war auf Bitten des Deutschen Bundes­­tages vom Bundes­­ministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegeben worden, um das Forschungs­feld "Friedens- und Konflikt­forschung" zu evaluieren. Es betonte die unverzichtbare Rolle der Friedens- und Konflikt­forschung "zum Verständnis und zur Bearbeitung großer gesell­schaftlicher Herausforderungen" und bescheinigte dem Land Hessen überzeugende Expertise mit großem Potenzial.

Die Konferenz Hessischer Hochschul­präsidien (KHU) hat sich nun mit dem Gutachten auseinander­gesetzt und sieht sich in ihrer Strategie bestätigt, universitäre und außeruni­versitäre Forschung eng zu vernetzen und damit disziplin­übergreifende Synergie­effekte zu fördern. Ausdrücklich begrüßt hatte das Gutachten verschiedene Projekte und Initiativen, die in enger Zusammenarbeit hessischer Universitäten mit der HSFK durchgeführt werden. Hervorgehoben wurden zum Beispiel der geplante Leibniz-Wissenschafts­Campus zur Transformation poiltischer Gewalt, der Kooperations­master­studiengang "Internationale Studien/­Friedens- und Konflikt­forschung" oder der Aufbau des deutsch-kolumbianischen Friedens­instituts CAPAZ.

Angemahnt hatte das Gutachten den Ausbau der technisch-naturwissen­schaft­lichen Friedens- und Konflikt­forschung. Dieses Desiderat möchte die KHU gerne umsetzen. So starten die Hochschulen gemeinsam mit der HSFK eine Initiative, um eine weitere Professur im Bereich technisch-naturwisssen­schaftlicher Friedens- und Konflikt­forschung zu schaffen.
 

Weiterführende Informationen:

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news-6809 Thu, 26 Sep 2019 16:13:34 +0200 Künstliche Intelligenz in der Rüstungskontrolle https://www.hsfk.de/service/news/news/kuenstliche-intelligenz-in-der-ruestungskontrolle/ PRIF Report 04/2019 über die Möglichkeiten lernender künstlicher Intelligenz in Waffensystemen und in der Verifikation Künstliche Intelligenz, insbesondere selbstlernende KI, ist in aller Munde: auch in der Rüstung spielen solche Systeme eine zunehmend größere Rolle: Manche Waffensysteme sind bereits in der Lage, Ziele eigenständig zu identifizieren und zu bekämpfen. Dies stellt die klassische Rüstungskontrolle zunächst vor Probleme, denn ihre Verfahren sind auf die Regulierung physischer Gegenstände wie Raketen und Sprengköpfe und deren innerer Funktionsweise ausgelegt. Auch weitere wichtige Effekte einer verlässlichen Kontrolle wie Vertrauensbildung und Stabilisierung von diplomatischen Beziehungen werden erschwert. Solchen Risiken muss sich die Rüstungskontrolle stellen.

Nico Lück zeigt im PRIF Report 4/2019 „Lernende künstliche Intelligenz in der Rüstungskontrolle" sowohl die Risiken durch neue Funktionsweisen von KI, als auch Chancen von KI als Werkzeug in der Verifikation auf.

Download pdf (1,6MB): Lück, Nico (2019): Lernende Künstliche Intelligenz in der Rüstungskontrolle, PRIF Report 4/2019, Frankfurt/M.

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news-6805 Wed, 25 Sep 2019 12:00:50 +0200 Zur Anerkennung des armenischen Völkermords https://blog.prif.org/2019/09/24/turkey-and-the-so-called-armenian-genocide-the-politics-of-denial-in-european-and-domestic-affairs/ Die Anerkennung des Völkermords ist in der Türkei weiter umstritten [PRIF Blog, auf Englisch] news-6802 Thu, 19 Sep 2019 13:11:33 +0200 25 Jahre Hessischer Friedenspreis https://blog.prif.org/2019/09/20/podcast-003-25-jahre-hessischer-friedenspreis/ Rückblick auf Gründungsgeschichte und PreisträgerInnen - Podcast mit Staatsminister a.D. Karl Starzacher und Bruno Schoch news-6800 Thu, 19 Sep 2019 09:57:36 +0200 ECOWAS Sondergipfel in Burkina Faso https://blog.prif.org/2019/09/18/ecowas-sondergipfel-in-burkina-faso-es-braucht-mehr-kooperation-als-die-g5-sahel/ Es braucht mehr Kooperation als die G5 Sahel - Simone Schnabel auf dem PRIF Blog. news-6796 Tue, 17 Sep 2019 09:55:09 +0200 US Democracy Promotion after the Cold War https://www.hsfk.de/service/news/news/us-democracy-promotion-after-the-cold-war/ Stability, Basic Premises, and Policy Towards Egypt. Dissertation von Annika E. Poppe bei Routledge erschienen. ­In ihrer Disser­tation untersucht Annika Elena Poppe die oft an­genom­mene, aber bis­her nicht unter­suchte These, dass eine be­stimmte politi­sche Kul­tur das außen­politische Ver­halten der USA beein­flusst. Konkret beschäftigt sie sich mit der häufig artiku­lierten An­nahme, dass weit ver­breitete Grund­annahmen von Mit­gliedern der US-Regierung einen erheb­lichen Ein­fluss auf die Demokratie­förder­politik haben.

Die öffentlich und mit Nach­druck bekundeten Über­zeugungen über Amerikas Rolle in der Welt und über die globale Anziehungs­kraft von Demo­kratie(n) – so um­stritten sie sein mögen – gehören zum Kern US-amerikanischer Iden­tität. Eine umfang­reiche Analyse außen­politischer Reden und Doku­mente und eine Fall­studie über die bilateralen Be­ziehungen zwischen den USA und Ägypten während der Regierung­en von Clin­ton, George W. Bush und Obama zeigen, dass solche Grund­annahmen bei der Demokratie­förderung in den USA in der Tat von Be­deutung sind. In „US Democracy Promotion after the Cold War: Stability, Basic Premises, and Policy toward Egypt” untersucht Annika Elena Poppe diese im Detail und be­urteilt ihre Gültig­keit an­hand einer quali­tativen Inhalts­analyse.

Die vor­liegenden Forschungs­ergeb­nisse liegen an der Schnitt­stelle zwischen Inter­nationalen Be­ziehungen, Regional­forschung, US-Außen­politik und Demokratie­förderung. Der spezielle Fo­kus auf eine „kulturelle“ Perspek­tive und damit auf die „Innenseite“ der US-Außen­politik macht dieses Buch zu einer krea­tiven Crossover-Studie und zu einem einzig­artigen Beitrag in diesen mit­einander verschränkten Forschungs­feldern.

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news-6793 Wed, 04 Sep 2019 13:17:37 +0200 Was sind humanitäre militärische Interventionen? https://blog.prif.org/2019/09/04/humanitaere-militaerische-intervention-streit-ueber-den-begriff-steht-der-forschung-im-weg/ Die heftigen Kontroversen um den Begriff stehen der Forschung im Weg, legt Thorsten Gromes im PRIF Blog dar. news-6789 Thu, 29 Aug 2019 14:08:01 +0200 Das Problem AfD heißt nicht Ostdeutschland https://blog.prif.org/2019/08/29/zur-erinnerung-vor-den-wahlen-in-brandenburg-und-sachsen-das-problem-afd-heisst-nicht-ostdeutschland/ Rechte Wahlerfolge sind nicht nur ein Problem im Osten des Landes - ein Blogbeitrag von Daniel Mullis news-6787 Tue, 27 Aug 2019 09:43:33 +0200 Abiy Ahmed Ali erhält Hessischen Friedenspreis https://www.hsfk.de/service/news/news/abiy-ahmed-ali-erhaelt-hessischen-friedenspreis/ Der Hessische Friedenspreis wird am 23. September 2019 an den Ministerpräsidenten von Äthiopien, Abiy Ahmed Ali, verliehen. Wiesbaden, 27.08.2019 - Wie das Kuratorium am Dienstag im Hessischen Landtag mitteilte, würdigt der Preis Abiy Ahmed Alis herausragende Leistung für einen historischen Friedensschluss mit dem Erzfeind Eritrea. Ein 20 Jahre dauernder Konflikt, der mehr als 100.000 Menschen das Leben gekostet hat und auch in den vergangenen Jahren immer wieder aufgeflammt ist, scheint zu einem friedlichen Ende zu kommen. Ein Versöhnungs­prozess zwischen den beiden Staaten birgt Chancen für die Gesell­schaften beider Staaten und die Region Ostafrika. Diese bedeutenden Entwicklungen und die daraus entstehenden Chancen für eine friedliche Zukunft sind es wert, ausgezeichnet zu werden. „Abiy Ahmed Ali ist einer der großen Hoffnungs­träger auf dem Afrikanischen Kontinent. Wir wollen sein Engagement für den Frieden mit dem Hessischen Friedens­preis auszeichnen und zugleich weiter befördern“, so Nicole Deitelhoff, Leiterin der HSFK und Kuratoriums­mitglied.

Der Friedens­schluss und eine darauf aufbauende Versöhnung der beiden Nachbar­staaten wecken Hoffnungen auf eine Stabilisierung der ganzen Region. Auch innen­politisch sind die von Abiy Ahmed Ali eingeleiteten Veränderungen bemerkens­wert: Seitdem Kaiser Haile Selassie im Jahr 1974 gestürzt worden war, gab es keinen Regierungs­wechsel im Land ohne Blut­vergießen. Die seit 1991 regierende Einheitspartei „Revolutionäre Demokratische Front der Äthiopischen Völker“ (EPRDF) ist eng mit dem äthiopischen Staat verwoben, kontrolliert alle Ebenen des föderalen Systems und hat immer wieder auf Repression gesetzt. Auch Abiys Regierung wird von dieser Koalition getragen, hat aber in den letzten anderthalb Jahren bedeutende Fortschritte in der politischen und wirtschaft­lichen Liberalisierung des Landes erzielt. Die in Folge der Verleihung des hessischen Friedens­preises gesteigerte öffentliche Aufmerk­samkeit könnte als Mahnung wirken, nun nicht innezuhalten, sondern diese innen­politischen Reformen weiter friedlich und integrativ voran­zutreiben.

Abiy Ahmed Ali, geboren 1976 im äthiopischen Beshasha, wurde im April 2018 zum Minister­präsidenten Äthiopiens ernannt. Er gehört der ethnischen Gruppe der Oromo an, die sich lange als marginalisiert im politischen System Äthiopiens wahr­genommen haben. Er ist der erste Oromo, der Minister­präsident wurde. Der ehemalige Soldat der äthiopischen Armee hat Computer- und Kommunikations­technik, Kryptographie, Transformational Leadership und Business Administration studiert und 2017 den Doktorgrad in Management and Leadership von der University of Addis Abeba erhalten. Er diente unter anderem im eritreisch-äthiopischen Grenzkrieg von 1998 bis 2000. Von 2007 bis 2010 war er stellver­tretender Direktor der Information Network Security Agency (INSA), einer geheim­dienstlichen Behörde, die die Telekommunikation und das Internet in Äthiopien überwacht.

Seit 2010 ist er Mitglied des äthiopischen Parlaments, von 2015 bis 2016 war er Wissenschafts­minister des Landes. Er gehört der politischen Fraktion der „Demokratischen Organisation des Oromovolkes“ (OPDO) an, die Teil der regierenden Einheits­partei EPRDF ist. Seit März 2018 ist er Vorsitzender der EPRDF. Mit 42 Jahren ist er der jüngste Regierungschef Afrikas.

Der Hessische Friedenspreis wird am 23. September im Hessischen Landtag in Wiesbaden verliehen. Stellvertretend für Abiy Ahmed wird Muferihat Kamil, die äthiopische Friedensministerin, den Preis entgegennehmen. Volker Bouffier hält die Laudatio. Der Hessische Rundfunk überträgt die Preisverleihung am 23.9.2019 ab 11 Uhr live im Fernsehen.

 

Der Hessische Friedens­preis wurde am 16. Oktober 1993 vom ehe­maligen Hessischen Minister­­präsidenten Albert Osswald und der von ihm be­gründeten Stif­tung ins Leben gerufen. Er wird an Menschen ver­geben, die sich um die Völker­ver­­ständigung und um den Frieden ver­dient gemacht haben. Jähr­lich erhält eine vom Kuratorium Hessischer Friedenspreis aus­ge­wählte Preisträgerin oder ein Preisträger den mit 25.000 Euro dotierten Preis. Die HSFK berät das Kura­torium bei der Aus­wahl und doku­mentiert die Preis­verleihung, die am 28. November 2018 statt­finden wird.
 

Pressemitteilung des Hessischen Landtags zur Bekanntgabe des Preisträgers des Friedenspreises 2019 (pdf)

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger des Hessischen Friedenspreises

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news-6785 Mon, 26 Aug 2019 14:51:09 +0200 Humanitäre militärische Interventionen https://blog.prif.org/2019/08/26/humanitaere-militaerische-interventionen-erforschen-ein-datensatz-schafft-die-grundlage/ Neuer Datensatz schafft Grundlage zur Erforschung humanitärer militärischer Interventionen - PRIF BLOG von Thorsten Gromes news-6783 Fri, 23 Aug 2019 14:48:26 +0200 PRIF Report 3/2019: Kolumbiens Gewalt-Frieden https://www.hsfk.de/service/news/news/prif-report-32019-kolumbiens-gewalt-frieden/ PRIF Report 3/2019 über den Anstieg der Gewalt an sozialen Aktivisten und Aktivistinnen seit dem Friedensabkommen 2016 in Kolumbien Der Ende 2016 ausgehandelte Friedensvertrag zwischen der kolumbianischen Regierung und der ältesten lateinamerikanischen Guerilla Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo (FARC-EP) beendete einen mehr als 50 Jahre anhaltenden bewaffneten Konflikt und wurde international gefeiert. Doch mit der Unterzeichnung dieses Friedensschlusses sind die Probleme nicht gelöst, der Aufbau eines stabilen und dauerhaften Friedens ist in vielerlei Hinsicht noch unsicher. Trotz weitgehend erfolgreicher Demobilisierung und der Waffenabgabe der FARC-EP sowie einer allgemeinen Reduktion der Gewalt stieg die Anzahl der Morde an „sozialen Anführerinnen und Anführern“ seit 2016 kontinuierlich an und erreichte 2018 einen nie zuvor dokumentierten Höchststand.

Sophie Rähme sucht im PRIF Report 3/2019 nach den Ursachen und Bedingungen, die diesem jüngsten Anstieg der Gewalt zugrunde liegen.

Download (pdf): Kolumbiens Gewalt-Frieden. Zum Anstieg der Gewalt gegen soziale Aktivisten und Aktivistinnen seit dem Friedensabkommen 2016.

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news-6781 Fri, 23 Aug 2019 14:09:45 +0200 Natural Resource, Grievances and Conflict https://www.hsfk.de/service/news/news/natural-resource-grievances-and-conflict/ Neue HSFK-Studie zu den lokalen Auswirkungen des bolivianischen Lithiumprogramms erschienen Die wachsenden Investitionen in Elektromobilität weltweit erhöhen die Nachfrage nach Metallen wie Lithium, das für die Produktion von Akkus benötigt wird. Oft wird in der politischen Diskussion vor allem der Umwelt- und Klimaschutzaspekt von E-Mobilität in den Vordergrund gestellt, das Konfliktpotential der Rohstoffgewinnung vor Ort jedoch vernachlässigt. Dabei ist in der Forschung seit längerem bekannt, dass Rohstoffabbauvorhaben weitreichende Folgen für Gesellschaft sowie Umwelt haben und mit dem Entstehen von Konflikten in engem Zusammenhang stehen.

In der nun erschienen HSFK-Studie Natural Resource, Governance, Grievances and Conflict untersucht Janine Romero Valenzuela diese Zusammenhänge am Fallbeispiel Bolivien, einer der Hauptproduzenten von Lithium weltweit. Mithilfe umfangreichen empirischen Materials geht sie dabei der Frage nach, wieso es trotz der Folgen für Mensch und Natur in den bolivianischen Minenregionen nicht zu großen Konflikten kam. Ausgehend von Grievance-Ansätzen identifiziert sie verschiedene Governance-Strategien der Regierung von Evo Morales, die die lokale Wahrnehmung positiv beeinflussten und das Konfliktpotential dadurch verringerten. Anhand eines Vergleichs ihrer Ergebnisse mit dem Fall Argentinien, ergänzt sie mit ihrer Dissertation so die theoretische Diskussion um den Zusammenhang zwischen Ressourcen, Governance und Konflikte.

Die HSFK-Studie „Natural Resource, Governance, Grievances and Conflict. The Case of the Bolivian Lithium Program” ist im Verlag Spinger VS erschienen.

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news-6780 Wed, 21 Aug 2019 09:30:31 +0200 Gesellschaft Extrem: Sammelband erschienen https://gesellschaftextrem.hsfk.de/ergebnisse/buch/ Was wissen wir über Radikalisierung? Neuer Sammelband gibt Überblick über zentrale Aspekte des Phänomens news-6774 Fri, 16 Aug 2019 11:55:20 +0200 Friedensprozess in Kolumbien stabilisieren https://www.hsfk.de/service/news/news/friedensprozess-in-kolumbien-stabilisieren/ Instituto CAPAZ erhält Mittel des Auswärtigen Amtes, um Stabilisierung des Friedensprozess zu fördern Das Deutsch-Kolumbianische Friedens­institut – Instituto Colombo-Alemán para la Paz (Instituto CAPAZ) erhält Sonder­mittel des Aus­wärtigen Amtes (AA) in Höhe von 365.000 Euro, um die Sta­bi­li­sierung des kolum­bianischen Friedens­pro­zesses zu fördern. Mit den Mitteln sollen die Sonder­ge­richts­bar­keit für den Frieden (Juris­dic­ción Especial para la Paz, JEP) und die Wahr­heits­kommission (Comisión para el Esclarecimiento de la Verdad, CEV) unter anderem durch die Justus-Liebig-Uni­versität Gießen (JLU) wissen­schaft­lich unter­stützt werden. Der Zu­wendungs­vertrag wurde am ver­gan­genen Frei­tag in Bogotá unter­zeichnet von Dr. Peter Ptassek, Bot­schafter der Bundes­re­publik Deutsch­land in Kolumbien, und Prof. Dr. Stefan Peters, Direktor des In­stituto CAPAZ und Pro­fessor für Friedens­forschung der JLU. Auch eine Studierenden­gruppe der JLU war bei der Unter­zeich­nung an­wesend.

Das Projekt wird in Ko­operation zwischen dem Instituto CAPAZ, der Forschungs­stelle für latein­ameri­kanisches Straf- und Straf­prozess­recht (CEDPAL), der Georg-August-Uni­versität Göttingen sowie der JLU durch­ge­führt. Der Gießener Friedens­forscher und Projekt­ver­ant­wortliche Prof. Dr. Stefan Peters be­tont die Be­deutung des Vor­habens für einen dauer­haften Frieden: „Die Aus­ein­an­der­setzung mit der Ver­gangen­heit ist ein schmerz­hafter, aber not­wendiger Pro­zess um Frieden zu schaffen. Die JEP und die CEV sind dafür zwei Schlüssel­elemente. Wir freuen uns, mit ihnen zu­sammen­arbeiten zu können, um den Frieden in Kolumbien zu stärken.“

Im April dieses Jahres hatte das Instituto CAPAZ zu­nächst ein ge­mein­sames Ko­operations­ab­kommen mit der JEP ab­ge­schlossen; im Juni folgte ein wei­teres Ab­kom­men mit der CEV. Darin for­mu­lierten die Parteien die Absicht, die JEP und CEV – als zwei wichtige Kom­po­nenten des kolum­bianischen Systems der Wahr­heit, Ge­rechtig­keit, Ent­schädi­gung und Nicht­wieder­holung – zu unter­stützen. „Dank des Engage­ments des Aus­wärtigen Amtes, ins­be­sondere von Bundes­minister Heiko Maas, stehen nun­mehr Mittel zur Ver­fügung, um Initiativen für eine nach­haltige Zu­sammen­arbeit mit der JEP und CEV zu ent­wickeln und die Arbeit der beiden Insti­tutionen wissen­schaft­lich zu unter­stützen und zu be­glei­ten“, so Peters.

Das Instituto CAPAZ

Das Instituto CAPAZ ar­beitet seit seiner Grün­dung im Jahr 2017 sehr erfolg­reich und er­fährt eine große An­erken­nung durch die wich­tigsten für den Friedens­pro­zess ge­schaf­fenen Insti­tutionen. Seit Mai 2019 ist es zudem eines von fünf DAAD-Exzellenzzentren weltweit. Es wird feder­führend von zwei Kon­sortien ko­lum­bianischer und deutscher Uni­versi­täten und Forschungs­ein­richtungen ge­tragen, da­runter auf deutscher Seite auch das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Kon­flikt­forschung (HSFK/PRIF), das durch Jonas Wolff im Di­rekto­rium ver­treten wird. Konsortialführer ist die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) mit dem Projektleiter Thilo Marauhn, der an der HSFK darüber hinaus die Forschungs­gruppe Völker­recht leitet.

Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität Gießen

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news-6771 Thu, 15 Aug 2019 11:37:50 +0200 Neuerscheinung: Justice and Peace https://www.hsfk.de/service/news/news/neuerscheinung-justice-and-peace/ Neue HSFK-Studie zur Rolle von Gerechtigkeitsansprüchen in internationaler Zusammenarbeit und internationalen Konflikten Oft genug geraten Frieden und Gerechtigkeit in Konkurrenz oder gar in Konflikt miteinander. Bei so manchem Friedensschluss wird gefordert, die Gerechtigkeitsansprüche verschiedener Konfliktparteien zurückzustellen. Andererseits kann es notwendig sein, den Frieden zu brechen, um Gerechtigkeit durchzusetzen. Doch unter welchen Bedingungen führen implizite oder explizite Gerechtigkeitsvorstellungen von AkteurInnen zu gewaltsamen Konflikten, und unter welchen Bedingungen können sie die Grundlage für nachhaltigen Frieden bilden? Und wie können Gerechtigkeitskonflikte konstruktiv bearbeitet werden? Diese Fragen wurden im Forschungsprogramm „Just Peace Governance“ der HSFK von 2011 bis 2017 von den WissenschaftlerInnen der HSFK bearbeitet.

Die wichtigsten Ergebnisse einer Reihe von Forschungsprojekten aus den verschiedenen Programmbereichen des Instituts, die im Rahmen des achtjährigen Forschungsprogramms durchgeführt wurden, sind nun in einem HSFK-Studienband versammelt. In den elf Beiträgen geht es unter anderem um Gerechtigkeitskonflikte in der Demokratieförderung und  beim nuklearen Nichtverbreitungsvertrag, die Bedeutung von institutioneller Gerechtigkeit in der Afrikanischen Union, die Rolle von Gerechtigkeitsansprüchen bei den Friedensverhandlungen in Afghanistan und vieles mehr.

Der Sammelband „Justice and Peace. The Role of Justice Claims in International Cooperation and Conflict“ ist im Verlag Springer VS erschienen und wird von Caroline Fehl, Dirk Peters, Simone Wisotzki und Jonas Wolff herausgegeben. Der Beitrag von Harald MüllerJustice from an Interdisciplinary Perspective: The Impact of the Revolution in Human Sciences on Peace Research and International Relations“ ist Open Access unter einer CC BY 4.0 Lizenz frei verfügbar.

 

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news-6770 Thu, 15 Aug 2019 10:01:12 +0200 Podiumsdiskussion zu Theodor W. Adorno https://www.kultur-frankfurt.de/portal/de/Presse/01.08.2019-e2809eDiegesellschaftlichenVoraussetzungendesFaschismusdauernforte2809c/1169/0/94003/mod2281-details1/161.aspx „Die gesellschaftlichen Voraussetzungen des Faschismus dauern fort - Zur Aktualität Adornos" - Aufzeichnung online abrufbar news-6767 Fri, 09 Aug 2019 12:00:09 +0200 Das Ende des INF-Vertrags: Katerstimmung in Europa https://blog.prif.org/2019/08/09/das-ende-des-inf-vertrags-katerstimmung-in-europa/ Jana Baldus auf dem PRIF Blog: Wird Europa erneut zur Arena nuklearer Kriegsplanungen?