HSFK News https://www.hsfk.de de_DE Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung Mon, 22 Oct 2018 16:59:13 +0200 Mon, 22 Oct 2018 16:59:13 +0200 news-6494 Thu, 18 Oct 2018 15:30:33 +0200 Der amerikanische Rückzug vom Iran-Deal https://blog.prif.org/2018/10/18/der-amerikanische-rueckzug-vom-iran-deal-das-letzte-hurray-einer-scheiternden-supermacht/ Blogbeitrag von Matthias Dembiniski über den Unilateralismus der USA und die Gefahr einer transatlantischen Konfrontation news-6492 Mon, 15 Oct 2018 09:48:56 +0200 Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt https://www.hsfk.de/service/news/news/institut-fuer-gesellschaftlichen-zusammenhalt/ HSFK und Goethe-Universität an Neugründung des Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt beteiligt Das Bundes­ministerium für Bildung und For­schung (BMBF) hat Frank­furt als einen von elf Stand­orten für das neu zu gründende, de­zentrale Institut für gesell­schaft­lichen Zusammen­halt aus­ge­wählt. Unter dem Dach der Goethe-Universität er­arbeiten ab Januar 2019 Forscherinnen und Forscher aus HSFK und Goethe-Uni­versität ge­mein­sam mit Kolleginnen und Kollegen der anderen Stand­orte die Aus­ge­staltung des neuen Instituts.

Ziel der Frank­furter For­schungs­gruppe ist es, die Be­dingungen pro­duktiver Konflikte als Grund­lage für den gesell­schaft­lichen Zusammen­halt zu unter­suchen. Als Ko­operations­partner der Goethe-Universität Frank­furt ist die HSFK an der For­schungs­gruppe be­teiligt. Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, geschäfts­führendes Vor­stands­mit­glied der HSFK und Professorin für Inter­nationale Be­ziehungen an der Goethe-Uni­versität, ist die Sprecherin der Frankfurter For­schungs­gruppe. Sie freut sich über die Zu­sage des BMBF: "Wir werden als Teil der Frank­furter For­schungs­gruppe unsere eta­blierten Stärken im Be­reich politisch-normativer Ord­nungen und Konflikt­for­schung in das Institut ein­bringen."

Das BMBF hat bundes­weit elf wissen­schaftliche Ein­rich­tungen aus­ge­wählt, die künftig als de­zen­tral an­ge­legtes In­st­itut inter­dis­zi­pli­när an Themen des ge­sell­schaft­lichen Zu­sammen­halts forschen werden. Aktuell be­findet sich das vom BMBF ge­förderte Pro­jekt in der ein­jährigen Vor­phase zur In­sti­tuts­gründung. An­schließend folgt eine vier­jährige Haupt­phase mit der Option auf Ver­längerung.

Die Pressemitteilung zum pdf-Download (338kb)

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news-6491 Thu, 11 Oct 2018 11:36:15 +0200 Erosion der Chemiewaffennorm? https://blog.prif.org/2018/10/11/warum-wir-im-fall-syrien-nicht-von-einer-erosion-der-chemiewaffennorm-sprechen-sollten/ Elvira Rosert geht im aktuellen Beitrag auf dem PRIF Blog der Frage nach warum in Syrien nicht von einer Erosion der Chemiewaffennorm gesprochen werden sollte. news-6490 Tue, 09 Oct 2018 15:21:39 +0200 Grenzen rationalistischer Erklärungen für Krieg https://www.hsfk.de/service/news/news/grenzen-rationalistischer-erklaerungen-fuer-krieg/ PRIF Report 12/2018 von Thorsten Gromes über den Kollaps des Waffenstillstands in Kroatien 1995 Ra­tio­na­lis­tische Theorien liefern wichtige Er­kennt­nisse da­rüber, wieso Kriege aus­brechen, fort­dauern und enden. Doch er­klären sie nicht je­gliches Kriegs­ge­schehen. Dies zeigt der Report am Bei­spiel des Friedens­pro­zesses in Kroatien, der im Jahr 1995 zu­sammen­brach. Lange weigerte sich die ser­bische Seite, nach einem Waffen­still­stand über einen Friedens­plan zu ver­handeln.

Thorsten Gromes ana­ly­siert Do­ku­mente der pro­kla­mierten, inter­na­tional nie an­er­kannten Re­publika Srpska Krajina sowie Aus­sagen vor dem Inter­na­tionalen Kriegs­ver­brecher­tri­bu­nal für das ehe­malige Jugos­lawien. Wie er im PRIF Report 12/2018 "Grenzen rationalistischer Erklärungen für Krieg. Der Kollaps des Waffenstillstands in Kroatien 1995" zeigt, wider­sprach die ser­bische Politik in großen Teilen ra­tio­na­lis­tischen Grund­an­nahmen. Damit stehen auch die Erfolgs­aus­sichten von Stra­te­gien der Konflikt­regelung in­frage, die solche An­nahmen vor­aus­setzen.

Download (pdf, 3,97mb): Gromes, Thorsten (2018): Grenzen rationalistischer Erklärungen für Krieg. Der Kollaps des Waffenstillstands in Kroatien 1995. PRIF Report 12/2018, Frankfurt/M.

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news-6485 Tue, 02 Oct 2018 15:04:02 +0200 Wieviel Radikalität muss eine Gesellschaft aushalten? https://blog.prif.org/2018/10/02/wieviel-radikalitaet-muss-unsere-gesellschaft-aushalten-ueberlegungen-zum-nutzen-radikaler-politischer-ideen/ Eine Nachbetrachtung zur Transfertagung "Gesellschaft Extrem" auf dem PRIF Blog von Lilli Kannegießer news-6482 Thu, 27 Sep 2018 17:18:34 +0200 Wahlen in Bosnien und Herzegowina https://www.hsfk.de/service/news/news/wahlen-in-bosnien-und-herzegowina/ PRIF Spotlight 11/2018 von Thorsten Gromes über ein gespaltenes Land im Wahlkampf Am 7. Oktober 2018 wählen die Bürgerinnen und Bürger von Bosnien und Herze­gowina neue Par­la­mente und Präsi­dent­schaften. Nach kaum einem Krieg gab es so große inter­na­tionale An­strengungen, den be­troffenen Staat zu sta­bi­li­sieren und zu de­mo­kra­ti­sieren, wie dort. Doch wie der Wahl­kampf zeigt, be­stehen die Konflikt­linien aus Kriegs­zeiten weiter. Auch un­demo­kratische Praktiken bleiben ver­breitet. Damit illustriert er, wie weit das Land vom Bei­tritt zur Euro­­ischen Union ent­fernt ist, den es im Februar 2016 be­an­tragt hat.

Im PRIF Spotlight 11/2018 "Bosnien und Herzegowina. Der Wahlkampf spiegelt ein gespaltenes Land" zeigt Thorsten Gromes, wie sich Bosnien und Herze­gowina im Wahl­kampf prä­sen­tiert, wo und wie Konflikt­linien ver­laufen und wie es um die Demo­kratie im Land steht.

Download (pdf, 407kb): Gromes, Thorsten (2018): Bosnien und Herzegowina. Der Wahlkampf spiegelt ein gespaltenes Land, PRIF Spotlight 11/2018, Frankfurt/M.

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news-6477 Thu, 27 Sep 2018 09:06:00 +0200 Kolumbien unter der Regierung Duque https://www.hsfk.de/service/news/news/kolumbien-unter-der-regierung-duque/ PRIF Spotlight 9/2018 von Solveig Richter und Jonas Wolff über den Friedensprozess in Kolumbien Mit dem Ende 2016 besiegelten Friedensabkommen mit der FARC-Guerilla bietet sich Kolumbien die historische Chance, nicht nur einen über 50 Jahre währenden bewaffneten Konflikt hinter sich zu lassen, sondern auch langfristige gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Anfang August hat nun allerdings mit Iván Duque ein Politiker die Präsidentschaft angetreten, der die konservativen Kritiker des Abkommens repräsentiert und dieses ändern will. Für externe Akteure und namentlich für Deutschland und die EU stellt sich damit die Frage, wie der Respekt vor einer demokratisch gewählten Regierung und der Einsatz für einen als richtig und wichtig erachteten Friedensprozess ausbalanciert werden können.

Solveig Richter und Jonas Wolff zeigen im Spotlight 9/2018 Handlungsoptionen zur Stärkung des Friedensprozesses in Kolumbien auf.

 

Download (635kb): Richter, Solveig/Wolff, Jonas (2018): Kolumbien unter der Regierung Duque. Optionen zur Stärkung des Friedensprozesses, PRIF Spotlight 9/2018, Frankfurt/M.

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news-6474 Fri, 21 Sep 2018 14:38:32 +0200 Mehr Sicherheit für den Sahel? https://www.hsfk.de/service/news/news/mehr-sicherheit-fuer-den-sahel/ PRIF Spotlight 8/2018 von Simone Schnabel über die Initiative der G5 Sahel Joint Force Sicherheit im Sahel war das dominierende Thema zahlreicher hochrangiger Konferenzen in den vergangenen Wochen: bei der Verlängerung des Mandats der UN-Blauhelm-Mission in Mali durch den UN-Sicherheitsrat, beim Gipfel der Afrikanischen Union in Mauretanien sowie beim EU-Ministerratstreffen in Brüssel zum EU-Engagement im Sahel Ende Juni 2018. Auch der jüngste Besuch von Kanzlerin Merkel in Westafrika zeigt, wie sehr die Region in den Fokus Europas und europäischer Sicherheitsinteressen gerückt ist. Seit Ende 2017 ist dort ein weiterer militärischer Akteur im Einsatz: die G5 Sahel Joint Force, eine von fünf Sahelländern initiierte Einsatztruppe. Ob diese zu mehr Sicherheit in der Region beitragen wird, bleibt fraglich.

Simone Schnabel gibt im PRIF Spotlight 8/2018: „Mehr Sicherheit für den Sahel? Warum die Initiative der G5 Sahel Joint Force mehr Zweifel als Hoffnung aufwirft“ eine Einschätzung, welche Rolle der G5 Sahel Joint Force neben anderen Einsatztruppen in der Region einnehmen kann.

 

Download (588kb): Schnabel, Simone (2018): Mehr Sicherheit für den Sahel? Warum die Initiative der G5 Sahel Joint Force mehr Zweifel als Hoffnung aufwirft, PRIF Spotlight 8/2018, Frankfurt/M.

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news-6473 Fri, 21 Sep 2018 11:23:35 +0200 Wieso Syrien, der Brexit und die USA Randthemen sind https://blog.prif.org/2018/09/20/wieso-syrien-der-brexit-und-die-usa-gerade-nur-randthemen-sind/ Anton Peez analysiert die öffentlich-rechtlichen Sommerinterviews auf dem PRIF Blog news-6471 Thu, 13 Sep 2018 16:25:27 +0200 Gäste aus Nigeria an der HSFK https://www.hsfk.de/service/news/news/gaeste-aus-nigeria-an-der-hsfk/ Gastforscher von der Nasarawa State University recherchieren in der HSFK-Bibliothek In den letzten Wochen hat uns Prof. Olayemi Akinwumi von der Nasarawa State University aus dem nigerianischen Keffi mit zwei seiner Promovierenden besucht. Der Professor für Afrikanische Geschichte zählt zu den Gründern des „Institute of Governance and Development Studies“ an der Nasarawa State University und organisiert für seine Doktorandinnen und Doktoranden regelmäßig Exkursionen zur HSFK in Frankfurt. Besonders schätzen die Gäste aus Keffi die Bibliothek der HSFK. „Die HSFK hat eine der besten Bibliotheken für Friedens- und Konfliktforschung, die ich in diesem Bereich kenne“, so Akinwumi. „In Nigeria kommen wir nur sehr schwer an aktuelle Literatur und nutzen deshalb hier gerne das Angebot.“

Im März war Prof. Akinwumi bereits mit drei Doktorandinnen zur Literaturrecherche an der HSFK zu Gast, im September ist er mit Peter Nnochirionye Afunanya und Stacy Ann Chinedu Nwodo gekommen. „Ich würde gerne noch mehr meiner Studierenden mitbringen, damit sie mit der aktuellsten Literatur für ihre Forschung arbeiten können“, sagt er. „Allerdings ist es nicht einfach, ein Visum zu bekommen.“ Stacy Ann Chinedu Nwodo freut sich, dass sie dieses Jahr dabei ist. Sie schreibt an ihrer Doktorarbeit zu „Migration and Food Security in Nigeria“ und untersucht, was passiert, wenn die Landwirtschaft in ländlichen Gegenden zusammenrbricht, weil Menschen fliehen müssen.

Ob sie auch etwas von Frankfurt gesehen haben? „Dafür ist kaum Zeit. Wir wollen jedes Buch lesen und unseren Aufenthalt an der HSFK bestmöglich nutzen“, sagen Stacy Ann Chinedu Nwodo und Olayemi Akinwumi lachend am Ende unseres kurzen Interviews.

 

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news-6470 Thu, 13 Sep 2018 15:01:58 +0200 Militärische Strafsanktionen gegen Syrien? https://blog.prif.org/2018/09/13/assad-koennte-in-idlib-wieder-giftgas-einsetzen/ Eine reflexhafte Politik wäre verfehlt, meint Caroline Fehl im PRIF Blog news-6467 Tue, 11 Sep 2018 11:01:58 +0200 Filmreihe zum Projekt "Gesellschaft Extrem" https://www.hsfk.de/service/news/news/filmreihe-zum-projekt-gesellschaft-extrem/ Filme stellen zentrale Forschungsergebnisse und Empfehlungen des Projekts "Gesellschaft Extrem" vor Ra­di­ka­li­sierung beobachten wir auf der linken und rechten Seite des po­litischen Spek­trums und im re­li­giösen Kon­text. Das Projekt "Gesellschaft Extrem" unter Feder­führung der HSFK er­forscht Mecha­nismen und Struk­turen von Ra­di­ka­li­sierung - ver­gleichend über ver­schiedene Formen von Ra­di­ka­li­sierung.

Er­gänzend zu den bereits er­schien­enen "Gesellschaft Extrem"-Reporten werden die zen­tralen For­schungs­er­geb­nisse an­schaulich in Filmen präsentiert. Ba­sierend auf den sechs Themen des For­schungs­ver­bunds er­läutern die Expertinnen und Experten ihre zentralen Thesen sowie die wich­tigsten Handlungs­em­pfehlungen.

 

Am 12. September 2018 stellt das 24-köpfige For­schungs­netz­werk zentrale Er­kennt­nisse und Handlungs­em­pfehlungen für die Prä­ventions­arbeit, Sicher­heits­be­hörden, Kom­munal-, Landes- und Bundes­ver­waltung sowie für po­li­tische Ak­teure auf einer Kon­ferenz in Berlin vor. Weitere In­for­ma­tionen unter https://gesellschaftextrem.hsfk.de/veranstaltungen/?L=0

Zum Pro­jekt "Gesellschaft Extrem" ist außer­dem im Sommer 2018 eine 22-teilige Blogreihe auf dem PRIF Blog er­schienen.

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news-6465 Fri, 07 Sep 2018 16:23:37 +0200 Religiöse NGOs bei den Vereinten Nationen https://www.hsfk.de/service/news/news/religioese-ngos-bei-den-vereinten-nationen/ Neuer Sammelband von Claudia Baumgart-Ochse und Klaus Dieter Wolf über religiöse NGOs als Vermittler oder Polarisierer Das Engagement von religiösen Nichtregierungsorganisationen (RNGOs) in den Vereinten Nationen hat sich in den letzten Jahren deutlich vermehrt: Sie stehen im engen Kontakt zu den verschiedenen Behörden der Vereinten Nationen, der Vertretungen der Mitgliedsstaaten sowie anderen NGOs und nehmen zunehmend an Konferenzen teil. 

Der Sammelband "Religious NGOs at the United Nations: Polarizers or Mediators?“, herausgegeben von Claudia Baumgart-Ochse und Klaus Dieter Wolf, betrachtet das Engagement von RNGOs in den Vereinten Nationen daher genauer und untersucht ob sie zur Vermittlung bei unterschiedlichen Politikfeldern beitragen oder etwa politische Debatten polarisieren.
Der Band umfasst einen quantitativen Überblick über RNGOs bei den Vereinten Nationen sowie eine qualitative Analyse von spezifischen Politikfeldern, unter anderem internationale Entwicklung, Klimawandel, Arbeit und Menschenrechte, reproduktive Gesundheit und Rechte oder internationales Strafrecht. Die verschiedenen Beiträge thematisieren Faktoren, welche normativen Positionen und Handeln der RNGOs erklären. Vor allem hinterfragen die Autoren aber die Annahme, wonach Religionen nicht verhandelbare Prinzipien und Positionen in politische Debatten einbringen und so zu Konflikten und Spaltungen beitragen. Neben Beiträgen der beiden Herausgeber beinhaltet der Band auch Beiträge von Ann-Kristin Beinlich, Clara Braungart and Melanie Coni-Zimmer.

Das Buch ist bei Routledge erhällich.

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news-6464 Fri, 07 Sep 2018 13:48:39 +0200 Mehr Sicherheit für den Sahel? https://blog.prif.org/2018/09/07/mehr-sicherheit-fuer-den-sahel-warum-die-initiative-der-g5-sahel-joint-force-mehr-zweifel-als-hoffnung-aufwirft/ Auf dem PRIF Blog gibt Simone Schnabel einen Überblick über die neue G5 Sahel Joint Force, die in der Region für mehr Stabilität sorgen soll news-6462 Thu, 06 Sep 2018 16:45:08 +0200 African Regional Organizations From Below https://www.hsfk.de/service/news/news/african-regional-organizations-from-below/ Working Paper No. 42 by Simone Schnabel on theorizing legitimacy beyond the European nation-state (English only) Despite a long and rich history of African-led conflict interventions, very little is known whether regional organizations (RO) such as the AU and ECOWAS are considered legitimate authorities in today’s conflicts. There is hardly any interest on the reaction, perception and contestation of RO’s conflict management by those directly affected – citizens, civil society, local authorities etc. Whereas a growing literature deals with the legitimacy of the UN’s peace operations as well as with grassroots perceptions of their blue helmets, similar studies relating to African RO’s are scarce.

Working Paper No. 42 “African Regional Organizations Seen From Below: Theorizing Legitimacy Beyond the European Nation-State” by Simone Schnabel argues that a bottom-up perspective on legitimacy of regional organizations could feed into novel theorizing of the meaning and function of legitimacy beyond the nation-state that deliberately­­­ draws on and theorizes from non-Western experiences.
What unites the existing literature is either a functional understanding of legitimacy, such as Scharpf’s in- and output legitimacy, or a subjective conception of legitimate order inspired by Max Weber. Recent scholarly debate has highlighted the importance of different audiences, sources and practices of legitimation understood as a dynamic process rather than an attribute. However, they all relate to a theoretical background that is embedded in concepts of legitimate (democratic) order and thus limit our grasp of eventually other ‘benchmarks’ of legitimacy as perceived, shaped and contested by those directly affected by interventions. Studying the legitimacy of African RO’s might inspire theory building as 1) African RO’s have a larger authority to intervene in domestic conflict compared to other regional organizations, thus directly affect state-society relations. 2) The latter are – in contrast to the European nation-state – hardly characterized by democratic representation and legitimate authority but by the fluidity of power relations as well as a constantly changing set of actors in times of conflict.

Download (pdf, 323kb): Schnabel, Simone (2018): African Regional Organizations Seen From Below: Theorizing Legitimacy Beyond the European Nation-State, PRIF Working Papers No. 42, Frankfurt/M.

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news-6460 Wed, 05 Sep 2018 12:27:00 +0200 Publikationsreihe „Gesellschaft Extrem“ https://www.hsfk.de/service/news/news/publikationsreihe-gesellschaft-extrem/ Sieben Reporte zur Radikalisierung und Deradikalisierung in Deutschland erschienen Radikalisierung beobachten wir auf der linken und rechten Seite des politischen Spektrums und im religiösen Kontext. Das Projekt „Gesellschaft Extrem“ unter Federführung der HSFK erforscht Mechanismen und Strukturen von Radikalisierung – vergleichend über verschiedene Formen der Radikalisierung.

Die Ergebnisse und Empfehlungen des Projekts erscheinen heute in sieben „Gesellschaft Extrem“-Reporten. Sie bauen auf einem breiten Verständnis von Radikalisierung auf, bieten Antworten auf gesellschafts- und sicherheitspolitische Fragen von der Radikalisierung von Individuen, von Gruppen und ganzen Gesellschaften bis hin zu der Rolle des Internets bei Radikalisierungsprozessen. Außerdem diskutieren sie Herausforderungen der Deradikalisierungsarbeit und stellen die Kontroversen und Erkenntnisse über Evaluationsmaßnahmen in der Präventionspraxis vor.

  • PRIF Report 5/2018: Was ist Radikalisierung? Präzisierungen eines umstrittenen Begriffs
    Hande Abay Gaspar // Christopher Daase // Nicole Deitelhoff // Julian Junk // Manjana Sold
  • PRIF Report 6/2018: Radikalisierung von Individuen: Ein Überblick über mögliche Erklärungsansätze
    Fabian Srowig // Viktoria Roth // Daniela Pisoiu // Katharina Seewald // Andreas Zick
  • PRIF Report 7/2018: Brücken-Narrative: Verbindende Elemente für die Radikalisierung von Gruppen
    David Meiering // Aziz Dziri // Naika Foroutan (mit Simon Teune // Esther Lehnert // Marwan Abou-Taam)
  • PRIF Report 8/2018: Radikalisierung der Gesellschaft? Forschungsperspektiven und Handlungsoptionen
    Eva Herschinger // Kemal Bozay // Oliver Decker // Magdalena von Drachenfels // Christian Joppke (mit Klara Sinha)
  • PRIF Report 9/2018: Herausforderung Deradikalisierung: Einsichten aus Wissenschaft und Praxis
    Till Baaken // Reiner Becker // Tore Bjørgo // Michael Kiefer // Judy Korn // Thomas Mücke // Maximilian Ruf // Dennis Walkenhorst
  • PRIF Report 10/2018: Die Rolle des Internets und sozialer Medien für Radikalisierung und Deradikalisierung
    Peter Neumann // Charlie Winter // Alexander Meleagrou-Hitchens // Magnus Ranstorp // Lorenzo Vidino
  • PRIF Report 11/2018: Evaluation in der Radikalisierungsprävention: Ansätze und Kontroversen
    Andreas Armborst // Janusz Biene // Marc Coester // Frank Greuel // Björn Milbradt // Inga Nehlsen

Am 12. September 2018 stellt das 24-köpfige Forschungsnetzwerk zentrale Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für die Präventionsarbeit, Sicherheitsbehörden, Kommunal-, Landes- und Bundesverwaltung sowie für politische Akteure auf einer Konferenz in Berlin vor. Weitere Informationen unter https://gesellschaftextrem.hsfk.de/veranstaltungen/.

Zum Projekt „Gesellschaft Extrem“ ist im Sommer 2018 eine 22-teilige Blogreihe erschienen.

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news-6455 Mon, 27 Aug 2018 15:58:11 +0200 Working Paper No. 41: Navigating Norm Complexity https://www.hsfk.de/service/news/news/working-paper-no-41-navigating-norm-complexity/ A Shared Research Agenda for Diverse Constructivist Perspectives - Working Paper No. 41 von Caroline Fehl Pro­bleme der Norm­kom­plex­ität, ins­be­son­dere die so­ziale Kon­struk­tion von Norm­be­zieh­ungen, stehen im Mittel­punkt dieses Arbeits­pa­piers. Diese The­ma­tik, so die Aus­gangs­these des Papiers, wurde in der For­schung zu globalen Normen inner­halb der Inter­nat­ionalen Be­ziehungen (IB) bis­lang ver­nach­lässigt. Zwar haben viele Bei­träge zur Nor­men­for­schung in den ver­gang­enen Jahren auf­ge­zeigt, dass globale Normen auch nach ihrer for­malen An­nahme oft Gegen­stand von Streit und Neu­inter­pre­ta­tionen sind, doch haben sich diese Unter­such­ungen auf die dy­na­mische Ent­wick­lung ein­zelner Normen kon­zen­triert. Kon­flikte und Sy­ner­gien zwischen unter­schied­lichen glo­balen Normen werden ledig­lich als „Er­klärungs­fak­toren“ dis­ku­tiert, die die Ent­wick­lung einer ein­zelnen Norm be­ein­flussen können.

PRIF Working Paper No. 41 "Navi­gating Norm Com­plexity. A Shared Re­search Agenda for Diverse Con­struc­tivist Per­spectives" von Caroline Fehl nimmt hier einen Per­spektiv­wechsel vor. Es ar­gu­men­tiert, dass Norm­kon­flikte und -sy­ner­gien selbst Gegen­stand und Pro­dukt sozialer Kon­struk­tion und dis­kur­siver Aus­einander­setz­ungen sind. Dy­na­miken des „norm linkage“, die po­sitive und ne­gative Norm­be­ziehungen ge­ne­rieren, gilt es daher besser zu ver­stehen. Zu diesem Zweck, so der Vor­schlag des Papiers, können rat­ionalis­tische Theorien der Regime­kom­plexi­tät auf der einen Seite, und prag­ma­tis­tisch in­sp­irierte Bei­träge zur IB-Theorie auf der anderen, die kon­struk­ti­vi­stische Normen­for­schung be­reichern. Indem es diese unter­schied­lichen An­sätze ver­gleicht und mit­einander in Ver­bin­dung bringt, skiz­ziert das Papier eine ge­mein­same For­schungs­agenda zur The­matik der Norm­kom­plex­ität. Deren mög­liche An­wend­ung illus­triert es am Bei­spiel von Linkage-Dy­na­miken zwischen Schutz- und Straf­ver­fol­gungs­normen (wie sie z.B. in der „Schutz­ver­ant­wor­tung“ bzw. im Sta­tut des Inter­nat­ionalen Straf­gerichts­hofs anderer­seits zum Aus­druck kommen), die in De­batten über Massen­ver­brechen und die richtige inter­nat­ionale Re­aktion da­rauf zu beo­bachten sind.

Download (pdf, 321kb): Fehl, Caroline (2018): Navigating Norm Complexity. A Shared Research Agenda for Diverse Constructivist Perspectives, PRIF Working Papers No. 41, Frankfurt/M.

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news-6454 Fri, 24 Aug 2018 09:37:22 +0200 Wir müssen Shrinking Spaces besser verstehen,... https://blog.prif.org/2018/08/23/wir-muessen-shrinking-spaces-besser-verstehen-um-dem-phaenomen-begegnen-zu-koennen/ ...um dem Phänomen begegnen zu können. Annika E. Poppe beleuchtet auf dem PRIF Blog Ursachen und Hintergründe des Phänomens news-6452 Mon, 20 Aug 2018 09:58:25 +0200 DVPW Side-Event: Braucht die Welt mehr Zwang? Side-Event mit Mittagsimbiss zum Kongress der Deutschen Vereinigung für Politikwissen- schaft (DVPW). Auftaktdebatte zum neuen Forschungsprogramm "Frieden und Zwang" der HSFK. Der DVPW-Kon­gress, der die­ses Jahr an der Goethe-Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main statt­findet, beginnt am Nach­mittag des 25. Sep­tember 2018. Zum Auf­takt lädt die HSFK zu einer Po­di­ums­dis­kus­sion mit Mit­tags­im­biss ein. Thema der Ver­an­staltung ist die Rol­le von Zwang in der Welt­politik: Was wissen wir über die Pra­xis und die Fol­gen der An­wen­dung, der Le­gi­ti­ma­tion, aber auch der Ab­wesen­heit von Zwang? Im Zen­trum der De­bat­te wird dabei die Frage stehen, ob und in wel­cher Form die Be­reit­stel­lung von glo­balen Kol­lektiv­güt­ern (und die Ver­meid­ung glo­baler „Kol­lektiv­übel“) er­zwung­en wer­den kann und sollte.


Hinter­grund der Ver­an­staltung ist das neue HSFK-Forschungs­programm „Frieden und Zwang“, das sich der am­bi­va­lenten Rol­le von Zwang bei der Schaf­fung und Auf­recht­erhalt­ung von Frie­den wid­met. Dabei soll heraus­ge­arbeitet werden, unter wel­chen Be­ding­ungen und in welcher Weise der Einsatz ver­schiedener For­men von Zwängen zur Durch­setzung in­ter­nationaler Nor­men und po­li­tischer Or­dnungen er­folg­reich ist und wel­che Fol­gen dies für den Frie­den auf in­ter­natio­naler und inner­staat­licher E­bene hat.
 

Teil­nehmer/innen der Po­di­ums­dis­kus­sion:
•    Jane Mansbridge, Ken­nedy School of Govern­ment, Har­vard Uni­versity
•    Dirk Messner, Deutsches In­sti­tut für Ent­wick­lungs­po­litik (DIE)
•    Andreas Nölke, Goethe-Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main
•    Moderation: Jonas Wolff, Leibniz-In­sti­tut Hes­sische Stif­tung für Frie­dens- und Kon­flikt­for­schung (HSFK)

Wann? Dien­stag, den 25. September 2018 von 12:00 bis 13:45 Uhr
Wo? Leibniz-In­sti­tut Hes­sische Stif­tung Frie­dens- und Kon­flikt­forschung, Baseler Straße 27-31, 60329 Frank­furt am Main

Die Ver­an­stal­tung fin­det in eng­li­scher Spra­che statt.

An­meld­ung bitte per E-Mail bis zum 31.08.2018.

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news-6385 Sun, 19 Aug 2018 15:14:00 +0200 HSFK: Neues Forschungsprogramm https://www.hsfk.de/service/news/news/hsfk-neues-forschungsprogramm/ Das neue Forschungsprogramm der HSFK über die ambivalente Beziehung zwischen „Frieden und Zwang“ Seit Januar 2018 hat die HSFK parallel zum Ab­schluss des bisherigen Forschungs­programms Just Peace Governance mit der Arbeit am Forschungs­programm Frieden und Zwang begonnen. Das neue Programm wird in den kom­menden fünf Jahren die Forschung am Institut bestimmen. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche Rolle der An­drohung oder An­wendung von Zwang bei der Schaffung, Aufrecht­erhaltung und Ge­fährdung von Frieden zukommt. Die HSFK will dabei heraus­arbeiten, unter welchen Be­dingungen und in welcher Weise der Einsatz von Zwang zur Durch­setzung inter­nationaler oder inner­gesellschaftlicher Normen Erfolg hat, und inwieweit dies Frieden befördert oder gefährdet. Es geht darum zu bestimmen, wie mit so wenig Zwang wie nötig so viel Frieden wie möglich erreicht werden kann.

Der PRIF Report 2/2018 „Coercion and Peace. PRIF's New Research Program“ und die jetzt er­schienene deutsche Über­setzung in PRIF Report 4/2018 „Frieden und Zwang: Das neue Forschungsprogramm der HSFK“ stellen das neue Forschungs­programm in seinen Grund­zügen vor und skizzieren dabei die ambi­valente Be­ziehung zwischen Zwang und Frieden. Zwang kann einer­seits not­wendig sein, um Frieden zu schaffen und aufrecht­zuerhalten. Anderer­seits kann Zwang Frieden unter­minieren. Grund­sätzlich steht Zwang im Spannungs­verhältnis zu einem Frieden, der mehr sein will als die Ab­wesenheit von Krieg.

Englischer Text: Download (pdf, 890kb): Peace Research Institute Frankfurt (2018): Coercion and Peace. PRIF's New Research Program, PRIF Report 2/2018, Frankfurt/M.

Deutsche Übersetzung: Download (pdf, 554kb): Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung: Frieden und Zwang: Das neue Forschungsprogramm der HSFK, PRIF Report 4/2018, Frankfurt/M.

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