HSFK News https://www.hsfk.de de_DE Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung Mon, 26 Aug 2019 09:44:59 +0200 Mon, 26 Aug 2019 09:44:59 +0200 news-6783 Fri, 23 Aug 2019 14:48:26 +0200 PRIF Report 3/2019: Kolumbiens Gewalt-Frieden https://www.hsfk.de/service/news/news/prif-report-32019-kolumbiens-gewalt-frieden/ PRIF Report 3/2019 über den Anstieg der Gewalt an sozialen Aktivisten und Aktivistinnen seit dem Friedensabkommen 2016 in Kolumbien Der Ende 2016 ausgehandelte Friedensvertrag zwischen der kolumbianischen Regierung und der ältesten lateinamerikanischen Guerilla Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo (FARC-EP) beendete einen mehr als 50 Jahre anhaltenden bewaffneten Konflikt und wurde international gefeiert. Doch mit der Unterzeichnung dieses Friedensschlusses sind die Probleme nicht gelöst, der Aufbau eines stabilen und dauerhaften Friedens ist in vielerlei Hinsicht noch unsicher. Trotz weitgehend erfolgreicher Demobilisierung und der Waffenabgabe der FARC-EP sowie einer allgemeinen Reduktion der Gewalt stieg die Anzahl der Morde an „sozialen Anführerinnen und Anführern“ seit 2016 kontinuierlich an und erreichte 2018 einen nie zuvor dokumentierten Höchststand.

Sophie Rähme sucht im PRIF Report 3/2019 nach den Ursachen und Bedingungen, die diesem jüngsten Anstieg der Gewalt zugrunde liegen.

Download (pdf): Kolumbiens Gewalt-Frieden. Zum Anstieg der Gewalt gegen soziale Aktivisten und Aktivistinnen seit dem Friedensabkommen 2016.

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news-6781 Fri, 23 Aug 2019 14:09:45 +0200 Natural Resource, Grievances and Conflict https://www.hsfk.de/service/news/news/natural-resource-grievances-and-conflict/ Neue HSFK-Studie zu den lokalen Auswirkungen des bolivianischen Lithiumprogramms erschienen Die wachsenden Investitionen in Elektromobilität weltweit erhöhen die Nachfrage nach Metallen wie Lithium, das für die Produktion von Akkus benötigt wird. Oft wird in der politischen Diskussion vor allem der Umwelt- und Klimaschutzaspekt von E-Mobilität in den Vordergrund gestellt, das Konfliktpotential der Rohstoffgewinnung vor Ort jedoch vernachlässigt. Dabei ist in der Forschung seit längerem bekannt, dass Rohstoffabbauvorhaben weitreichende Folgen für Gesellschaft sowie Umwelt haben und mit dem Entstehen von Konflikten in engem Zusammenhang stehen.

In der nun erschienen HSFK-Studie Natural Resource, Governance, Grievances and Conflict untersucht Janine Romero Valenzuela diese Zusammenhänge am Fallbeispiel Bolivien, einer der Hauptproduzenten von Lithium weltweit. Mithilfe umfangreichen empirischen Materials geht sie dabei der Frage nach, wieso es trotz der Folgen für Mensch und Natur in den bolivianischen Minenregionen nicht zu großen Konflikten kam. Ausgehend von Grievance-Ansätzen identifiziert sie verschiedene Governance-Strategien der Regierung von Evo Morales, die die lokale Wahrnehmung positiv beeinflussten und das Konfliktpotential dadurch verringerten. Anhand eines Vergleichs ihrer Ergebnisse mit dem Fall Argentinien, ergänzt sie mit ihrer Dissertation so die theoretische Diskussion um den Zusammenhang zwischen Ressourcen, Governance und Konflikte.

Die HSFK-Studie „Natural Resource, Governance, Grievances and Conflict. The Case of the Bolivian Lithium Program” ist im Verlag Spinger VS erschienen.

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news-6780 Wed, 21 Aug 2019 09:30:31 +0200 Gesellschaft Extrem: Sammelband erschienen https://gesellschaftextrem.hsfk.de/ergebnisse/buch/ Was wissen wir über Radikalisierung? Neuer Sammelband gibt Überblick über zentrale Aspekte des Phänomens news-6774 Fri, 16 Aug 2019 11:55:20 +0200 Friedensprozess in Kolumbien stabilisieren https://www.hsfk.de/service/news/news/friedensprozess-in-kolumbien-stabilisieren/ Instituto CAPAZ erhält Mittel des Auswärtigen Amtes, um Stabilisierung des Friedensprozess zu fördern Das Deutsch-Kolumbianische Friedens­institut – Instituto Colombo-Alemán para la Paz (Instituto CAPAZ) erhält Sonder­mittel des Aus­wärtigen Amtes (AA) in Höhe von 365.000 Euro, um die Sta­bi­li­sierung des kolum­bianischen Friedens­pro­zesses zu fördern. Mit den Mitteln sollen die Sonder­ge­richts­bar­keit für den Frieden (Juris­dic­ción Especial para la Paz, JEP) und die Wahr­heits­kommission (Comisión para el Esclarecimiento de la Verdad, CEV) unter anderem durch die Justus-Liebig-Uni­versität Gießen (JLU) wissen­schaft­lich unter­stützt werden. Der Zu­wendungs­vertrag wurde am ver­gan­genen Frei­tag in Bogotá unter­zeichnet von Dr. Peter Ptassek, Bot­schafter der Bundes­re­publik Deutsch­land in Kolumbien, und Prof. Dr. Stefan Peters, Direktor des In­stituto CAPAZ und Pro­fessor für Friedens­forschung der JLU. Auch eine Studierenden­gruppe der JLU war bei der Unter­zeich­nung an­wesend.

Das Projekt wird in Ko­operation zwischen dem Instituto CAPAZ, der Forschungs­stelle für latein­ameri­kanisches Straf- und Straf­prozess­recht (CEDPAL), der Georg-August-Uni­versität Göttingen sowie der JLU durch­ge­führt. Der Gießener Friedens­forscher und Projekt­ver­ant­wortliche Prof. Dr. Stefan Peters be­tont die Be­deutung des Vor­habens für einen dauer­haften Frieden: „Die Aus­ein­an­der­setzung mit der Ver­gangen­heit ist ein schmerz­hafter, aber not­wendiger Pro­zess um Frieden zu schaffen. Die JEP und die CEV sind dafür zwei Schlüssel­elemente. Wir freuen uns, mit ihnen zu­sammen­arbeiten zu können, um den Frieden in Kolumbien zu stärken.“

Im April dieses Jahres hatte das Instituto CAPAZ zu­nächst ein ge­mein­sames Ko­operations­ab­kommen mit der JEP ab­ge­schlossen; im Juni folgte ein wei­teres Ab­kom­men mit der CEV. Darin for­mu­lierten die Parteien die Absicht, die JEP und CEV – als zwei wichtige Kom­po­nenten des kolum­bianischen Systems der Wahr­heit, Ge­rechtig­keit, Ent­schädi­gung und Nicht­wieder­holung – zu unter­stützen. „Dank des Engage­ments des Aus­wärtigen Amtes, ins­be­sondere von Bundes­minister Heiko Maas, stehen nun­mehr Mittel zur Ver­fügung, um Initiativen für eine nach­haltige Zu­sammen­arbeit mit der JEP und CEV zu ent­wickeln und die Arbeit der beiden Insti­tutionen wissen­schaft­lich zu unter­stützen und zu be­glei­ten“, so Peters.

Das Instituto CAPAZ

Das Instituto CAPAZ ar­beitet seit seiner Grün­dung im Jahr 2017 sehr erfolg­reich und er­fährt eine große An­erken­nung durch die wich­tigsten für den Friedens­pro­zess ge­schaf­fenen Insti­tutionen. Seit Mai 2019 ist es zudem eines von fünf DAAD-Exzellenzzentren weltweit. Es wird feder­führend von zwei Kon­sortien ko­lum­bianischer und deutscher Uni­versi­täten und Forschungs­ein­richtungen ge­tragen, da­runter auf deutscher Seite auch das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Kon­flikt­forschung (HSFK/PRIF), das durch Jonas Wolff im Di­rekto­rium ver­treten wird. Konsortialführer ist die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) mit dem Projektleiter Thilo Marauhn, der an der HSFK darüber hinaus die Forschungs­gruppe Völker­recht leitet.

Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität Gießen

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news-6771 Thu, 15 Aug 2019 11:37:50 +0200 Neuerscheinung: Justice and Peace https://www.hsfk.de/service/news/news/neuerscheinung-justice-and-peace/ Neue HSFK-Studie zur Rolle von Gerechtigkeitsansprüchen in internationaler Zusammenarbeit und internationalen Konflikten Oft genug geraten Frieden und Gerechtigkeit in Konkurrenz oder gar in Konflikt miteinander. Bei so manchem Friedensschluss wird gefordert, die Gerechtigkeitsansprüche verschiedener Konfliktparteien zurückzustellen. Andererseits kann es notwendig sein, den Frieden zu brechen, um Gerechtigkeit durchzusetzen. Doch unter welchen Bedingungen führen implizite oder explizite Gerechtigkeitsvorstellungen von AkteurInnen zu gewaltsamen Konflikten, und unter welchen Bedingungen können sie die Grundlage für nachhaltigen Frieden bilden? Und wie können Gerechtigkeitskonflikte konstruktiv bearbeitet werden? Diese Fragen wurden im Forschungsprogramm „Just Peace Governance“ der HSFK von 2011 bis 2017 von den WissenschaftlerInnen der HSFK bearbeitet.

Die wichtigsten Ergebnisse einer Reihe von Forschungsprojekten aus den verschiedenen Programmbereichen des Instituts, die im Rahmen des achtjährigen Forschungsprogramms durchgeführt wurden, sind nun in einem HSFK-Studienband versammelt. In den elf Beiträgen geht es unter anderem um Gerechtigkeitskonflikte in der Demokratieförderung und  beim nuklearen Nichtverbreitungsvertrag, die Bedeutung von institutioneller Gerechtigkeit in der Afrikanischen Union, die Rolle von Gerechtigkeitsansprüchen bei den Friedensverhandlungen in Afghanistan und vieles mehr.

Der Sammelband „Justice and Peace. The Role of Justice Claims in International Cooperation and Conflict“ ist im Verlag Springer VS erschienen und wird von Caroline Fehl, Dirk Peters, Simone Wisotzki und Jonas Wolff herausgegeben. Der Beitrag von Harald MüllerJustice from an Interdisciplinary Perspective: The Impact of the Revolution in Human Sciences on Peace Research and International Relations“ ist Open Access unter einer CC BY 4.0 Lizenz frei verfügbar.

 

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news-6770 Thu, 15 Aug 2019 10:01:12 +0200 Podiumsdiskussion zu Theodor W. Adorno https://www.kultur-frankfurt.de/portal/de/Presse/01.08.2019-e2809eDiegesellschaftlichenVoraussetzungendesFaschismusdauernforte2809c/1169/0/94003/mod2281-details1/161.aspx „Die gesellschaftlichen Voraussetzungen des Faschismus dauern fort - Zur Aktualität Adornos" - Aufzeichnung online abrufbar news-6767 Fri, 09 Aug 2019 12:00:09 +0200 Das Ende des INF-Vertrags: Katerstimmung in Europa https://blog.prif.org/2019/08/09/das-ende-des-inf-vertrags-katerstimmung-in-europa/ Jana Baldus auf dem PRIF Blog: Wird Europa erneut zur Arena nuklearer Kriegsplanungen? news-6764 Wed, 07 Aug 2019 13:32:34 +0200 PRIF Blog: Indigenous Peoples under pressure https://blog.prif.org/2019/08/07/indigenous-peoples-experiences-some-observations-about-the-new-political-era-in-latin-america/ Carlos Salamanca on why denying indigenous peoples their basic rights is not only an issue of minority politics news-6763 Mon, 29 Jul 2019 13:20:00 +0200 Gerechtigkeitskonflikte und Normenentwicklung https://www.hsfk.de/service/news/news/gerechtigkeitskonflikte-und-normenentwicklung/ Gregor Peter Hofmann untersucht die internationale Umstrittenheit der Responsibility to Protect (R2P) Entwickelt mit dem Ziel den Schutz vor Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnischer Säuberung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu gewährleisten, war die Responsibility to Protect von Anfang an hoch umstritten. Denn wird ein Staat seiner Verantwortung, das Wohlergehen der eigenen Bevölkerung zu sichern, nicht gerecht, kann die internationale Staatengemeinschaft nach Entscheidung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zivile aber auch militärische Maßnahmen gegen diesen Staat ergreifen.

Die Entwicklung der R2P zeichnet Gregor Peter Hofmann empirisch detailliert aus einer konstruktivistischen Perspektive nach. Dabei untersucht er konkret, wie konträre Vorstellungen über eine gerechte Weltordnung im Spannungsfeld zwischen individuellen Menschenrechten, staatlichen Souveränitätsansprüchen und Forderungen nach prozeduraler Gerechtigkeit das Normbündel der Schutzverantwortung prägen.

Die Dissertation mit dem Titel „Gerechtigkeitskonflikte und Normentwicklung - Die internationale Umstrittenheit der Responsibility to Protect“ ist im Verlag Springer VS erschienen.

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news-6761 Thu, 25 Jul 2019 12:25:57 +0200 Ein humanitärer Meilenstein? https://www.hsfk.de/service/news/news/ein-humanitaerer-meilenstein/ PRIF Report 2/2019 über die NATO-Intervention im Kosovo und Trends bei militärischen Reaktionen auf Massengewalt NATO’s 1999 intervention in Kosovo was highly contested and seen as a turning point in international responses to mass violence. PRIF staff member Thorsten Gromes is evaluating this perception in the new PRIF Report 2/2019.

Making use of a new dataset on so-called “humanitarian military interventions” since the Second World War,  Mr. Gromes examines the extent to which the Kosovo intervention has indeed initiated new trends. He can show that in comparison with other cases NATO’s Operation Allied Force differed from other military interventions with a declared humanitarian purpose. Moreover, he introduces a typology of humanitarian military interventions and proposes a new measurement of their outcome that can facilitate comparative research.

Download (pdf): Gromes, Thorsten (2019): A Humanitarian Milestone? NATO’s 1999 Intervention in Kosovo and Trends in Military Responses to Mass Violence, PRIF Report 2/2019, Frankfurt/M.

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news-6758 Thu, 25 Jul 2019 09:44:00 +0200 Socioeconomic Protests in MENA and Latin America https://www.hsfk.de/service/news/news/socioeconomic-protests-in-mena-and-latin-america/ New edited volume by Irene Weipert-Fenner and Jonas Wolff In their recently published edited volume “Socioeconomic Protests in MENA and Latin America. Egypt and Tunisia in Interregional Comparison”, PRIF staff members Irene-Weipert-Fenner and Jonas Wolff present a detailed analysis of the dynamics of socioeconomic contention in Egypt and Tunisia since 2011. With contributions from ten different scholars, the book’s case studies focus the two most important types of socioeconomic contention in both countries: labor protests and protests by marginalized groups.

Drawing on a systematic review of comparative research on Latin America, the authors argue that the dynamics of socioeconomic contention in contemporary Egypt and Tunisia reflect a deep-seated crisis of popular sector incorporation.

The volume was published by Palgrave Macmillan as part of the „Middle East Today“ book series. The concluding chapter “From North Africa to Latin America and Back: Comparative Findings and Theoretical Reflections” by both editors is available for free via Open Access.

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news-6756 Tue, 23 Jul 2019 12:15:49 +0200 UN-Klimasicherheitspolitik: Deutschlands Verantwortung https://blog.prif.org/2019/07/23/deutschlands-verantwortung-fuer-eine-un-klimasicherheitspolitik/ PRIF Blog: Warum es jetzt konkrete Initiativen braucht, um die deutsche Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Von Stefan Kroll news-6754 Tue, 23 Jul 2019 10:50:00 +0200 Buch Contested World Orders erschienen https://www.hsfk.de/forschung/umstrittene-weltordnungen/ Sammelband der Oxford University Press enthält vier Beiträge von WissenschaftlerInnen der HSFK news-6752 Thu, 18 Jul 2019 12:55:51 +0200 Türkische Friedensaktivistin freigesprochen https://www.hsfk.de/service/news/news/tuerkische-friedensaktivistin-freigesprochen/ Türkisches Gericht spricht Şebnem Korur Fincancı vom Vorwurf der Terrorunterstützung frei Die Menschenrechtsaktivistin und Hessische Friedenspreisträgerin Dr. Şebnem Korur Fincancı und zwei weitere Mitangeklagte wurden am Mittwoch von einem türkischen Gericht vom Vorwurf der Terrorpropaganda freigesprochen. Fincancı und die Journalisten Erol Önderoğlu (Reporter ohne Grenzen) und Ahmet Nesin waren 2016 aufgrund einer Solidaritätskampagne mit der anschließend verbotenen prokurdischen Tageszeitung Ozgür Gündem verhaftet und angeklagt worden, Terrorpropaganda und Verharmlosung von Verbrechen zu betreiben. Sie hatten in einem symbolischen Akt für Medienpluralismus für jeweils einen Tag die Chefredaktion des Blattes übernommen.

Fincancı, die als einzige der drei Angeklagten im Gerichtssaal anwesend war, erklärte in ihrer Abschlussrede vor Urteilsverkündung: „Das einzige Verbrechen hier war ein Verbrechen gegen die Meinungsfreiheit.“ Auch Reporter ohne Grenzen bewertete das Verfahren als Teil der systematischen Kampagne gegen Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei.

Der Freispruch ist zunächst jedoch nur ein Etappensieg, denn der Expertin zur Folterdokumentation Şebnem Korur Fincancı steht ein weiteres Verfahren wegen angeblicher „Terrorpropaganda“ bevor. Weil sie 2016 zusammen mit mehr als 1000 Akademikerinnen und Akademikern die Friedenspetition „We will not be a party to this crime“ unterschrieben hat, wurde sie Ende 2018 zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt. Im Herbst soll das Berufungsgericht nun entscheiden, ob dieses Urteil gültig bleibt.

Weiterführende Informationen:

Kein Frieden ohne Menschenrechte - PRIF Spotlight zur Verleihung des Hessischen Friedenspreises 2018 an Şebnem Korur Fincancı

Presseerklärung der Friedensinstitute zur Verurteilung von Şebnem Korur Fincancı im Dezember 2018

Am 7. Februar 2019 hat sich der Hessische Landtag mit Fincanci solidarisiert und kritisiert die Inhaftierung von JournalistInnen, WissenschaftlerInnen und demokratisch gewählten Abgeordneten in der Türkei: Antrag im Hessischen Landtag: Hafturteil gegen Ärztin und Hessische Friedenspreisträgerin 2018

 

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news-6750 Thu, 18 Jul 2019 11:20:00 +0200 Internationale Normen im Streit https://blog.prif.org/2019/07/18/podcast-002-mit-antonio-arcudi-internationale-normen-im-streit PRIF TALK mit Antonio Arcudi über seine Forschung und die Promotion bei PRIF - als Podcast und Video news-6747 Wed, 17 Jul 2019 12:20:40 +0200 Gastprofessorin von der Harvard Kennedy School https://www.hsfk.de/service/news/news/gastprofessorin-von-der-harvard-kennedy-school/ Mariana Budjeryn ist eine Expertin für nukleare Proliferation und Abrüstung am Belfer Center der Harvard Kennedy School Die HSFK freut sich, Mariana Budjeryn vom Belfer Center der Harvard Kennedy School als Gastprofessorin zu begrüßen. Zu ihren Forschungsgebieten gehören Nukleargeschichte, nukleare Nichtverbreitung und Abrüstung, Sicherheitspolitik, sowjetische Geschichte und die postsowjetische Transformation. Ihre aktuelle Arbeit konzentriert sich auf die Geschichte der atomaren Abrüstung der Ukraine, Weißrusslands und Kasachstans nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Marianas Aufenthalt in Frankfurt im Juli diesen Jahres ist Teil ihrer beeindruckenden internationalen akademischen Karriere - sie studierte und arbeitete bereits in Kiew, Budapest, London, Prag und den USA. Sie hat einen M.A. und einen Ph.D. in Politikwissenschaft und Internationalen Beziehungen von der Central European University in Budapest.

Lesen Sie Mariana Budjeryns neuesten Beitrag im Monkey Cage Blog der Washington Post über die Folgen von Tschernobyl mit dem Titel “Chernobyl’s effects go far beyond what you’re seeing on HBO. It shook up geopolitics for years“ .

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news-6748 Wed, 17 Jul 2019 12:00:00 +0200 Chernobyl’s Fallout, Beyond Radiation https://blog.prif.org/2019/07/17/chernobyls-fallout-beyond-radiation/ From the Soviet Union’s fall to Ukraine’s nuclear disarmament, the disaster changed the region, argues Mariana Budjeryn news-6744 Wed, 17 Jul 2019 08:43:00 +0200 Stärkung der Friedens- und Konfliktforschung https://www.hsfk.de/service/news/news/staerkung-der-friedens-und-konfliktforschung-1/ Wissenschaftsrat empfiehlt Programme zur Förderung überregionaler Zusammenarbeit in Deutschland Ein zeit­lich be­friste­tes Förder­pro­gramm des Bundes soll die über­regionale Zusammen­arbeit der Friedens- und Konflikt­forschung in Deutschland maß­geblich stärken, so der Wissen­schafts­rat in sei­nen Emp­feh­lungen zur Weiter­entwicklung der Friedens- und Konflikt­forschung. Zwar sei das inter­disziplinäre Forschungs­feld ins­gesamt sehr gut auf­gestellt und frühere Kon­troversen zwischen der sicher­heits­politischen Forschung und der Friedens- und Konflikt­forschung seien weit­gehend über­wunden – „durch eine bessere Ver­netzung inner­halb des Forschungs­feldes und mit an­grenzenden Dis­ziplinen ließe sich das große Po­tenzial in Forschung und Politik­beratung aller­dings noch besser aus­schöpfen und die inter­nationale Sicht­barkeit weiter er­höhen."

Die Förderung soll die Ein­richtungen in die Lage ver­setzen, standort­über­greifend ge­meinsame Strategien zu ent­wickeln und zu ver­folgen, die inter­disziplinäre Forschung zu in­ten­si­vieren, vor­handene Kom­petenzen und An­sprech­personen besser sichtbar zu machen und einen Über­blick über Forschungs­daten zu ge­winnen.
Dar­über hinaus sieht der Wissenschafts­rat auch Ver­ant­wortung bei den Ländern und ruft sie dazu auf, regionale Ko­operationen der Friedens- und Konflikt­forschung durch kom­ple­men­täre Pro­gramme weiter zu stärken.

Zur Weiter­ent­wicklung der Forschungs­förderung emp­fiehlt der Wissenschafts­rat den Fach­ressorts des Bundes und der Länder, die Lauf­zeiten und Förder­volumina der von ihnen ge­för­der­ten Forschungs­vor­haben und Pro­jekte der Friedens- und Konflikt­forschung ten­denziell an­zu­heben. Da­durch sollte die für Wissen­schaft, Politik und Zivil­ge­sell­schaft gleicher­maßen wichtige und ertrag­reiche Ver­bindung von an­wendungs- und grund­lagen­orientierter Forschung ge­stärkt werden.

"Wir halten viele der Emp­fehlungen des Wissen­schafts­rates für richtig und wichtig", sagt Nicole Deitelhoff, ge­schäfts­führendes Vor­stands­mitglied an der HSFK. "Neben einer besseren Ver­netzung ist auch die emp­fohlene ver­stärkte In­vestition in die natur­wissen­schaft­lich-tech­nische Friedens­forschung z.B. im Bereich Cyber­sicher­heit un­ab­ding­bar, um Stra­tegien im Um­gang mit neuen Techno­logien zu ent­wickeln“, so Deitelhoff weiter.

Hinter­grund der Emp­fehlungen des Wissen­schafts­rates zur Weiter­ent­wicklung der Friedens- und Konflikt­forschung war eine auf Bitten des Deutschen Bundes­tages vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung an­ge­stoßene um­fassende Evaluierung des Forschungs­feldes. Diese Be­gut­achtung um­fasste sowohl die uni­versi­täre Forschung und Lehre, als auch die außer­uni­versi­täre Forschung und die Rolle der Deutschen Stiftung Friedens­forschung (DSF).

Presse­mitteilung „Wissen­schafts­rat plä­diert für weitere Stärkung der Friedens- und Konflikt­forschung“, 15. Juli 2019

Emp­fehlungen zur Weiter­ent­wick­lung der Friedens- und Konflikt­forschung, Juli 2019 (PDF, 1MB)

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news-6742 Mon, 15 Jul 2019 14:55:12 +0200 Was bleibt von Macrons Ideen für die EU? https://blog.prif.org/2019/07/15/wir-brauchen-europaeische-souveraenitaet-und-demokratie/ Im Video: Vortrag von Nicole Deitelhoff zur Idee der Euro- päischen Souveränität und ihrer Entwicklung news-6738 Thu, 11 Jul 2019 13:27:43 +0200 Preventing Civic Space Restrictions https://www.hsfk.de/service/news/news/preventing-civic-space-restrictions/ PRIF Report 1/2019 on successful resistance against NGO Laws in Azerbaijan, Kenya, Kyrgyzstan and Zambia In many countries around the world, civil society organizations are facing increasing restrictions that constrain their autonomy, capacity and/or freedom of action. While the general phenomenon of shrinking civic space and the adoption of legal restrictions in particular have become more widespread since the early 2000s, there are also cases in which governmental attempts to adopt restrictive NGO laws have been frustrated, aborted or, at least, significantly mitigated as a consequence of domestic and/or international resistance. PRIF Report 1/2019 "Preventing Civic Space Restrictions. An Exploratory Study of Successful Resistance Against NGO Laws" takes a look at four such cases (Azerbaijan, Kenya, Kyrgyzstan and Zambia) and identifies conditions and dynamics that help understand successful resistance against legal civic space restrictions.

Download (pdf): Baldus, Jana/Berger-Kern, Nora/Hetz, Fabian/Poppe, Annika Elena/Wolff, Jonas (2019): Preventing Civic Space Restrictions. An Exploratory Study of Successful Resistance Against NGO Laws, PRIF Report 1/2019, Frankfurt/M.

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