Peter Neumann, Charlie Winter, Alexander Meleagrou-Hitchens, Magnus Ranstorp, Lorenzo Vidino

Die Rolle des Internets und sozialer Medien für Radikalisierung und Deradikalisierung

Kurzbeschreibung

Welche Rolle spielen die Mög­lich­keiten des Inter­nets bei der Ra­di­ka­li­sierung von In­di­vi­duen und Gruppen? Dieser Re­port liefert eine Über­sicht über die be­ste­hende For­schung. Er geht der Frage nach, wie und warum ex­tre­mis­tische Or­ga­ni­sa­tionen und In­di­vi­duen das Inter­net ver­wenden. Darüber hinaus dis­ku­tiert er Mög­lich­keiten (und Grenzen), wie On­line-Ex­tre­mis­mus wirk­sam ent­ge­gen­ge­treten werden kann. Es zeigt sich unter anderem, dass die Nutz­ung von In­ter­net­an­ge­boten durch ex­tre­mis­tische Gruppen oft­mals eher laien­haft und her­kömm­lich ist. Dies sollte auch bei der Ent­wick­lung von Gegen­maß­nahmen be­achtet werden. Reine On­line-Gegen­maß­nahmen stoßen an Grenzen, da Off­line- und On­line-Ra­di­ka­li­sierung auf das engste ver­schränkt sind und nicht ge­trennt be­trachtet werden können. Um der Struk­tur und den Nutzungs­ge­wohn­heiten des Inter­nets ge­recht zu werden, be­darf es einer engen Inter­aktion zwischen öffent­lichen und privaten Ak­teuren in der Stra­te­gie­ent­wick­lung. Der öffent­liche Sek­tor sollte hier An­reize setzen und muss die Kon­se­quenzen von kritischen Maß­nahmen im Bereich der Zen­sur gründ­licher als bis­her ab­wägen.

Bibliographische Angaben

Neumann, Peter/Winter, Charlie/Meleagrou-Hitchens, Alexander/Ranstorp, Magnus/Vidino, Lorenzo (2018): Die Rolle des Internets und sozialer Medien für Radikalisierung und Deradikalisierung, PRIF Report 10/2018, Frankfurt/M.

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