100. Geburtstag von Albert Osswald

Albert Osswald, hessischer Ministerpräsident a.D. und HSFK-Gründer im Jahr 1970, wäre am 16. Mai 100 Jahre alt geworden.

Albert Osswald, hessischer Ministerpräsident a.D. (Foto: SPD Hessen)

„Konflikte wird es in dieser Welt immer geben – soziale, politische und wirtschaftliche Konflikte. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Konflikte mit Vernunft ausgetragen und Lösungen gefunden werden, die die Freiheit der Menschen nicht einschränken.“

Mit diesen Worten überreichte der damalige Hessische Minister­präsident Albert Osswald dem vorläufigen Vorstand – Prof. Dr. Ernst-Otto Czempiel, Dr. Hans Nicklas und Dr. Dieter Senghaas – am 30. Oktober 1970 die Stiftungs­urkunde der HSFK. Bereits 1969 forderte Osswald die hessischen Hochschulen auf, ein Programm für ein Institut für Friedens- und Konflikt­forschung zu entwickeln. Die Bereitschaft der Landes­regierung, die Friedensforschung zu fördern, traf vor allem an der Philipps-Universität in Marburg und der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität auf Widerhall. Auch die Stadt Frankfurt unterstützte die Planungen zur Errichtung eines Friedens­forschungs­instituts. Am 22. Juli 1970 beschloss die hessische Landesregierung schließlich die Einrichtung der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung.

Osswalds‘ großes Engagement für das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft wirkt bis heute außerdem durch die jährliche Verleihung des Hessischen Friedenspreises durch die Albert-Osswald-Stiftung fort. Der Hessische Friedenspreis wird an Menschen vergeben, die sich um die Völker­verständigung und um den Frieden verdient gemacht haben. Jährlich erhält eine vom Kuratorium Hessischer Friedenspreis ausgewählte Preisträgerin oder ein Preisträger den mit 25.000 Euro dotierten Preis. Die HSFK berät das Kuratorium bei der Auswahl und dokumentiert die Preisverleihung.


Anlässlich des 100. Geburtstags von Albert Osswald wurde am 16. Mai ein Kranz an seinem Grab in Gießen niedergelegt.