Normen in der Transitzone - HSFK-Jahreskonferenz 2016

"Normen in der Transitzone: Globale Skripte, lokale Praktiken": HSFK-Jahreskonferenz am 22. und 23. Juni 2016 in Frankfurt

Unsere Welt verändert sich ständig, aber manche Dinge sollen Bestand haben: Die internationale Kodifikation von Menschenrechten, die Einführung einer Internationalen Schutzverantwortung, Skripte zu Sicherheitssektorreformen in fragilen Staatenoder Regeln zu Korruption werden weltweit als zentrale Errungenschaften internationaler Politik gefeiert.

 

Was bedeutet es jedoch, wenn wir tagtäglich Streit um die Umsetzung dieser Normen in vielen Teilen der Welt beobachten, nicht zuletzt in westlichen Demokratien.  Sind globale Normen in der Krise? Sind sie schwach oder werden sie schwächer? „Die beste der möglichen Welten“ mag nicht die hundertprozentige Umsetzung globaler Skripte in lokale Praktiken sein, sondern dynamische Übersetzungsprozesse zwischen internationalen und lokalen Kontexten. Wie verändern sich also Normen durch lokale  Übersetzungen? Wie beeinflussen wiederum solche „Lokalisierungen“ globale Normen und Skripte? Wo sind, und wo sollten die Grenzen sein: wann stecken Normen, bildlich gesprochen, in der Transitzone fest? Wann entstehen aus Konflikten und Streit bedeutungsvolle lokale Praktiken?

 

Experten aus Wissenschaft und Praxis werden diese Fragen während der Konferenz kritisch beleuchten.

 

Die diesjährige Jahreskonferenz des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung wird von den Leiterinnen der Forschungsgruppen "Politische Globalisierung und ihre kulturelle Dynamik", Leitung: Dr. Sabine Mannitz und "Konflikt und normativer Wandel: Normkonflikte im globalen Regieren", Leitung: Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, organisiert. Die Tagung findet in deutscher Sprache statt.

 

Am 22. Juni um 18 Uhr wird der Ernst-Otto-Czempiel-Preis für die beste postdoktorale Monographie aus der Friedensforschung der vergangenen zwei Jahre verliehen.

 

Anmeldung zur Teilnahme bitte bis 31. Mai 2016 an Jahreskonferenz @HSFK .de .

 

Programm:

 

Mittwoch, 22. Juni 2016

 

ab 18:00: Verleihung des Ernst-Otto-Czempiel-Preises: Laudatio & Dankesrede

 

Donnerstag, 23. Juni 2016

 

8:45-9:00: TN-Registrierung

 

9:00-9:30: Begrüßung / Eröffnung
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Mitglied des Vorstands der HSFK und Programmbereichsleiterin)

 

9:30-11:15: Panel 1: Globale Skripte
Chair: Dr. Lisbeth Zimmermann (HSFK-Projektleiterin)
• Fallstudie Korruption (Max Lesch, HSFK)
• Fallstudie R2P u/o ICC (Antonio Arcudi, HSFK)
• Kommentar: Prof. Dr. Anna Holzscheiter (FU Berlin)

 

11:15-11:45: Kaffeepause

 

11:45-13:30: Panel 2: Translation und Lokalisierung
Chair: Dr. Sabine Mannitz (HSFK Forschungsgruppen-Leiterin)
• Konzepte guter Polizeiarbeit in Nigeria (Nina Müller, HSFK)
• Menschenrechte in der SSR-Arena Indonesiens (Dr. Philip Lorenz, Universität Heidelberg & HSFK)
• Kommentar: PD Dr. Thomas Zitelmann (FU Berlin)

 

13:30-14:15: Mittagspause/Catering

 

14:15-15:45: Panel 3: Praktische Aushandlungen
Chair: Julian Junk (HSFK Projektkoordinator)
• N.N
• Dr. Lothar Jahn (GIZ, Eschborn)
• N.N

 

 15:45-16:15: Kaffeepause

 

16:15-17:45: Abschlussdiskussion
Chair: Dr. Caroline Fehl (HSFK-Projektleiterin)
• Prof. Dr. Thomas Risse (FU Berlin)
• Thorsten Benner, MA (Direktor des GPPI Berlin)
• Czempiel-PreisträgerIn 2016 (N.N.)