Die Nicht-Entstehung internationaler Normen

Im neuen Band der „Studien der HSFK“ entwickelt Elvira Rosert eine Theorie der Nicht-Entstehung internationaler Normen

Cover der Publikation © Springer Verlag

Elvira Rosert geht der Frage nach, was normativen Fortschritt im internationalen System ermöglicht und was ihn verhindert. Während die konstruktivistische Normenforschung für den Erfolg von Normsetzungsprozessen zahlreiche Erklärungen bietet, analysiert die Autorin deren Misserfolg. Sie entwickelt eine Theorie der Nicht-Entstehung internationaler Normen und formuliert eine kontraintuitive These: Anders als bisher angenommen, profitieren Normen nicht nur voneinander, sondern blockieren sich gegenseitig. Wie solche Blockadeprozesse vonstatten gehen, erfasst die Autorin mit dem Modell der permissiven Effekte. Dessen Erklärungskraft demonstrieren detaillierte empirische Fallstudien zur internationalen Regulierung von Brandwaffen, Landminen und Streumunition.

Rosert, Elvira (2019): Die Nicht-Entstehung internationaler Normen. Permissive Effekte in der humanitären Rüstungskontrolle, Wiesbaden: VS Springer.