Kolumbianische Delegation zu Gast an der HSFK

WissenschaftlerInnen aus Medellín erforschen die öffentliche Erinnerung und Aufarbeitung des bewaffneten Konflikts in Kolumbien

Kolumbianische Delegation zu Gast an der HSFK. (Photo: HSFK)

Kolumbianische Delegation zu Gast an der HSFK. (Photo: HSFK)

Am 11. März war eine Delegation der Universität von Antioquia aus Medellín, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens, zu Gast an der HSFK. Dr. Jonas Wolff und Dr. Sabine Mannitz von der HSFK, Susanne Buckley-Zistel vom Zentrum für Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg und Pilar Mendoza von der Goethe-Universität Frankfurt/Main stellten den Gästen den aktuellen Forschungsstand und Erfahrungen der Vergangenheitsarbeit und Erinnerungskultur in Deutschland vor.

Die 12 kolumbianischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität von Antioquia beschäftigen sich in einem interdisziplinären Forschungsprojekt mit historischer Erinnerung und der Rolle von Kommunikation, Medien und Journalismus bei der Aufarbeitung des über fünf Jahrzehnten dauernden bewaffneten Konflikts in Kolumbien. Durch den Wissensaustausch mit Expertinnen und Experten aus anderen Ländern mit Konflikterfahrungen, wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Impulse für ihre eigene Arbeit mitnehmen. Mitorganisiert wurde der Austausch und die Delegationsreise von der Deutsche Welle Akademie als Teil des Projekts „Hacemos Memoria" („Wir machen Erinnerung").

Die Universität von Antioquia ist außerdem assoziiertes Mitglied des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstitus (Instituto Colombo-Alemán para la Paz – CAPAZ), zu dessen Gründungsmitgliedern die HSFK gehört.

Die Deutsche Welle hat einen Bericht über den Verlauf der Delegationsreise veröffentlicht.