Neuerscheinung: Justice and Peace

Neue HSFK-Studie zur Rolle von Gerechtigkeitsansprüchen in internationaler Zusammenarbeit und internationalen Konflikten

Frieden und Gerechtigkeit stehen nicht selten in Konflikt miteinander. | Foto:UN Photo/Helena Mulkerns

Frieden und Gerechtigkeit stehen nicht selten in Konflikt miteinander. | Foto:UN Photo/Helena Mulkerns

Oft genug geraten Frieden und Gerechtigkeit in Konkurrenz oder gar in Konflikt miteinander. Bei so manchem Friedensschluss wird gefordert, die Gerechtigkeitsansprüche verschiedener Konfliktparteien zurückzustellen. Andererseits kann es notwendig sein, den Frieden zu brechen, um Gerechtigkeit durchzusetzen. Doch unter welchen Bedingungen führen implizite oder explizite Gerechtigkeitsvorstellungen von AkteurInnen zu gewaltsamen Konflikten, und unter welchen Bedingungen können sie die Grundlage für nachhaltigen Frieden bilden? Und wie können Gerechtigkeitskonflikte konstruktiv bearbeitet werden? Diese Fragen wurden im Forschungsprogramm „Just Peace Governance“ der HSFK von 2011 bis 2017 von den WissenschaftlerInnen der HSFK bearbeitet.

Die wichtigsten Ergebnisse einer Reihe von Forschungsprojekten aus den verschiedenen Programmbereichen des Instituts, die im Rahmen des achtjährigen Forschungsprogramms durchgeführt wurden, sind nun in einem HSFK-Studienband versammelt. In den elf Beiträgen geht es unter anderem um Gerechtigkeitskonflikte in der Demokratieförderung und  beim nuklearen Nichtverbreitungsvertrag, die Bedeutung von institutioneller Gerechtigkeit in der Afrikanischen Union, die Rolle von Gerechtigkeitsansprüchen bei den Friedensverhandlungen in Afghanistan und vieles mehr.

Der Sammelband „Justice and Peace. The Role of Justice Claims in International Cooperation and Conflict“ ist im Verlag Springer VS erschienen und wird von Caroline Fehl, Dirk Peters, Simone Wisotzki und Jonas Wolff herausgegeben. Der Beitrag von Harald MüllerJustice from an Interdisciplinary Perspective: The Impact of the Revolution in Human Sciences on Peace Research and International Relations“ ist Open Access unter einer CC BY 4.0 Lizenz frei verfügbar.