‘Puzzling’ Moments in the Field

PRIF Working Paper über Positionalität und Selbstreflexion in der Feldforschung in der Türkei von Sezer İdil Göğüş.

Foto: Annie Spratt auf Unsplash.

Sezer İdil Göğüş schildert in ihrem Working Paper „,Puzzling‘ Moments in the Field: Dilemmas on Positionality and Self-Reflexivity“ drei Erfahrungen aus ihrer  Feldforschung in der Türkei.

Verschiedene Faktoren wie Geschlecht, Alter, Bildung und/oder ethnische Zugehörigkeit können den Zugang zum Feld beeinflussen. Darüber hinaus können diese Faktoren und die bisherigen Erfahrungen die ForscherInnen dahingehend beeinflussen, wie sie die Forschung durchführen und bestimmte Situationen wahrnehmen und bewerten. Daher ist es wichtig, die Selbstreflexionen und Positionalität der ForscherInnen aufzuzeigen, um die Bedingungen zu erfassen, die die Forschung geprägt haben.

Basierend auf der ethnographischen Feldforschung, die 2016 in der Türkei durchgeführt wurde, sollen diese Fragen im PRIF Working Paper erörtert werden. Anhand von drei Situationen möchte Sezer İdil Göğüş aufzeigen, wie Sorgen hinsichtlich eines "Scheiterns" während der Feldforschung aufkommen können. Sie argumentiert jedoch auch, dass diese nicht als Probleme wahrgenommen werden sollten, sondern als "Rätsel", die zu lösen sind. Tatsächlich bieten sie Möglichkeiten für ForscherInnen, ihre Rolle, ihre Identität und die „Anderen” besser zu verstehen. Sie ermöglichen es den ForscherInnen auch, kritisch zu hinterfragen, unter welchen Umständen die Forschungsergebnisse erhoben worden sind.

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