Religiöse NGOs bei den Vereinten Nationen

Neuer Sammelband von Claudia Baumgart-Ochse und Klaus Dieter Wolf über religiöse NGOs als Vermittler oder Polarisierer

Das Engagement von religiösen Nichtregierungsorganisationen (RNGOs) in den Vereinten Nationen hat sich in den letzten Jahren deutlich vermehrt: Sie stehen im engen Kontakt zu den verschiedenen Behörden der Vereinten Nationen, der Vertretungen der Mitgliedsstaaten sowie anderen NGOs und nehmen zunehmend an Konferenzen teil. 

Der Sammelband "Religious NGOs at the United Nations: Polarizers or Mediators?“, herausgegeben von Claudia Baumgart-Ochse und Klaus Dieter Wolf, betrachtet das Engagement von RNGOs in den Vereinten Nationen daher genauer und untersucht ob sie zur Vermittlung bei unterschiedlichen Politikfeldern beitragen oder etwa politische Debatten polarisieren.
Der Band umfasst einen quantitativen Überblick über RNGOs bei den Vereinten Nationen sowie eine qualitative Analyse von spezifischen Politikfeldern, unter anderem internationale Entwicklung, Klimawandel, Arbeit und Menschenrechte, reproduktive Gesundheit und Rechte oder internationales Strafrecht. Die verschiedenen Beiträge thematisieren Faktoren, welche normativen Positionen und Handeln der RNGOs erklären. Vor allem hinterfragen die Autoren aber die Annahme, wonach Religionen nicht verhandelbare Prinzipien und Positionen in politische Debatten einbringen und so zu Konflikten und Spaltungen beitragen. Neben Beiträgen der beiden Herausgeber beinhaltet der Band auch Beiträge von Ann-Kristin Beinlich, Clara Braungart and Melanie Coni-Zimmer.

Das Buch ist bei Routledge erhällich.