US Democracy Promotion after the Cold War

Stability, Basic Premises, and Policy Towards Egypt. Dissertation von Annika E. Poppe bei Routledge erschienen.

Foto: Joseph Chan/Unsplash.

­In ihrer Disser­tation untersucht Annika Elena Poppe die oft an­genom­mene, aber bis­her nicht unter­suchte These, dass eine be­stimmte politi­sche Kul­tur das außen­politische Ver­halten der USA beein­flusst. Konkret beschäftigt sie sich mit der häufig artiku­lierten An­nahme, dass weit ver­breitete Grund­annahmen von Mit­gliedern der US-Regierung einen erheb­lichen Ein­fluss auf die Demokratie­förder­politik haben.

Die öffentlich und mit Nach­druck bekundeten Über­zeugungen über Amerikas Rolle in der Welt und über die globale Anziehungs­kraft von Demo­kratie(n) – so um­stritten sie sein mögen – gehören zum Kern US-amerikanischer Iden­tität. Eine umfang­reiche Analyse außen­politischer Reden und Doku­mente und eine Fall­studie über die bilateralen Be­ziehungen zwischen den USA und Ägypten während der Regierung­en von Clin­ton, George W. Bush und Obama zeigen, dass solche Grund­annahmen bei der Demokratie­förderung in den USA in der Tat von Be­deutung sind. In „US Democracy Promotion after the Cold War: Stability, Basic Premises, and Policy toward Egypt” untersucht Annika Elena Poppe diese im Detail und be­urteilt ihre Gültig­keit an­hand einer quali­tativen Inhalts­analyse.

Die vor­liegenden Forschungs­ergeb­nisse liegen an der Schnitt­stelle zwischen Inter­nationalen Be­ziehungen, Regional­forschung, US-Außen­politik und Demokratie­förderung. Der spezielle Fo­kus auf eine „kulturelle“ Perspek­tive und damit auf die „Innenseite“ der US-Außen­politik macht dieses Buch zu einer krea­tiven Crossover-Studie und zu einem einzig­artigen Beitrag in diesen mit­einander verschränkten Forschungs­feldern.