Politikberatung

Ein ganz wesentlicher Auftrag des Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konflikt­forschung (HSFK) besteht darin, Erkenntnisse der Grundlagen­forschung über Konflikt- und Gewaltursachen sowie über Friedensbedingungen für die Praxis der Friedensgestaltung nutzbar zu machen. Die HSFK bietet Öffentlichkeit und Politik Orientierungswissen an und schlägt Handlungsoptionen vor. 

Zu den wichtigsten Adressaten der deutschen Politik zählen das Bundes­kanzler­amt, das Auswärtige Amt, das Bundes­ministerium für Verteidigung, das Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundes­ministerium für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung sowie der Bundestag und die Ministerien der Landesregierung in Wiesbaden. Politikberatung reicht hier von der Mitgliedschaft in Beiräten des Auswärtigen Amts, der Anfertigung von Fachexpertisen, über die Teilnahme an Hearings des Deutschen Bundestags bis hin zu Fachvorträgen vor Führungskräften, etwa in der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. International sind als Adressaten neben den Vereinten Nationen und der Internationalen Atomenergieagentur vor allem die Europäische Kommission zu nennen.

Politikberatung findet zudem im Rahmen von angewandten Forschungsprojekten statt, so beispielsweise die umfangreiche Beratung des Europäischen Auswärtigen Dienstes sowie die der Mitgliedsstaaten im Rahmen des EU-Konsortiums für Nichtverbreitung und Abrüstung

Im Rahmen des vielfältigen politikberatenden Informationsgebots für die Öffentlichkeit sind die auf ein breiteres Publikum ausgerichteten HSFK/PRIF-Reports sowie die HSFK-Standpunkte mit ihren politischen Debatten- und Bildungsbeiträgen die Hauptmedien. Besondere Hervorhebung verdient die Publikation des jährlichen Friedensgutachtens, das zu einem zentralen Forum des friedenspolitischen Diskurses in Deutschland geworden ist und seit 1987 in Gemeinschaft mit anderen Instituten erscheint. 

Die Schlangenbader Gespräche, die seit 1998 jährlich durchgeführt werden und sich einen festen, allseits anerkannten Platz als deutsch-russisches sicherheitspolitisches Dialogforum mit hochrangiger Besetzung aus Politik, Militär, Wissenschaft und Publizistik gesichert haben.