Die EU-Russland-Beziehungen in der Krise?

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsverbunds „Krisen einer globalisierten Welt“ in Brüssel

Die EU-Russland Beziehungen wurden in den vergangenen Jahren durch mehrere, sich wechselseitig verstärkende Krisen geprägt: Vom Verfall des Ölpreises bis zur zunehmend autoritären Amtsführung Putins, von der Krim-Krise hin zur Syrienintervention Russlands. Der aktuelle Crisis Talk erörtert die langfristige Entwicklung der EU-Russland-Beziehungen unter besonderer Berücksichtigung der Ukraine und der internen Herausforderungen der EU-Außenpolitik durch das Brexit-Votum. Müssen wir uns auf eine Verschärfung oder Eskalation der Konflikte einrichten? Welche Politikoptionen erlauben es, nicht nur den aktuellen Krisen zu begegnen, sondern die Beziehungen als Ganzes auf ein neues Fundament zu stellen?

 

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsverbunds „Krisen einer globalisierten Welt“

Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und daher auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Gilt die bisherige Faustregel noch, dass Krisen in der Tendenz zu weiterer Vergemeinschaftung führen? Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe von Crisis Talks, in denen der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ systematisch und entlang konkreter Herausforderungen der Frage nachgehen wird, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgeht, was die Chancen der Krise(n) sind, und was man aus der Bewältigung vergangener Krisen lernen kann.

 

Wann: Am Dienstag, 27. September 2016, 12.30-14.30 Uhr
(Lunchimbiss ab 12.30 Uhr, Beginn der Veranstaltung 13.00 Uhr)

Wo: in der Vertretung des Landes Hessen bei der EU
Rue Montoyer 21, 1000 Brüssel

Veranstalter: Die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich und der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“.

 

Programm

Begrüßung

Mark Weinmeister
Hessischer Staatssekretär für Europaangelegenheiten

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff
Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung,
Sprecherin des Leibniz-Forschungsverbunds „Krisen einer globalisierten Welt“

Input + Podiumsdiskussion

Dr. Anna Veronika Wendland
Herder Institut für historische Ostmitteleuropaforschung

Dr. Jan C. Behrends 
Zentrum für Zeithistorische Forschung

Rebecca Harms 
MdEP Vorsitzende der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz

Moderation

Prof. Dr. Peter Haslinger
Herder Institut für historische Ostmitteleuropaforschung

 

Simultanverdolmetschung Deutsch/Englisch
U.A.w.g. per E-Mail: veranstaltungen@lv-bruessel.hessen.de

 

Den Flyer der Veranstaltung finden Sie hier als PDF Download