Schlangenbader Gespräche 2019

Eine neue Weltordnung? Herausforderungen europäischer Selbstbehauptung

Die Schlangenbader Gespräche 2019 in Bad Nauheim. Screenshot: www.schlangenbader-gespraeche.de

Die Schlangenbader Gespräche 2019 in Bad Nauheim. Screenshot: www.schlangenbader-gespraeche.de

Die multilaterale Weltordnung befindet sich in der Wahrnehmung vieler im Wandel. Spannungen zwischen den Großmächten China, Russland und den USA sowie weltweite Gewaltkonflikte setzen die europäischen Staaten unter Druck, deren eigene gemeinsame Sicherheitspolitik zuletzt keine großen Fortschritte verzeichnen konnte. Wie versuchen die EU und ihre Mitglieder, die multilaterale Ordnung zu verteidigen? Reicht ihr Einfluss, um beispielsweise neue Rüstungs­kontroll­mechanismen zu etablieren? Diesen und weiteren Fragen widmen sich in diesem Jahr die Schlangenbader Gespräche - ein deutsch-russischer Gesprächskreis zu aktuellen sicherheitspolitischen Themen. Er wird seit 1998 jährlich im Frühjahr veranstaltet und versammelt etwa 50 hochrangige Teilnehmer­Innen aus Politik, Militär, Wissenschaft, Wirtschaft und Journalismus.

Organisatoren sind die Friedrich-Ebert-Stiftung in Moskau und die HSFK in Kooperation mit dem Primakow-Institut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen, der Russischen Akademie der Wissenschaften und der Konrad-Adenauer-Stiftung in Moskau. 2019 finden die Schlangenbader Gespräche erstmals in Bad Nauheim statt.

 

Schlangenbader Gespräche 2019: Eine neue Weltordnung? Herausforderungen europäischer Selbstbehauptung

Wann: 25. bis 27. April 2019
Wo: Dolce Bad Nauheim, Elvis-Presley-Platz 1, 61231 Bad Nauheim

 

Programm

Donnerstag, 25. April

  • 20 Uhr: Lesung mit Olga Martynowa
    Moderation: Vera Rogova (HSFK)
    Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger unterstützt. Grenzgänger ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung, das in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin e.V. durchgeführt wird.

Freitag, 26. April

  • 9 Uhr: Wiener Frühstück - Bedrohungswahrnehmungen in Europa
    Präsentation von Reinhard Krumm (Leiter des Regionalbüros für Zusammenarbeit und Frieden in Europa der Friedrich-Ebert-Stiftung, Wien)
  • 10.30 Uhr: Putin, Xi und Trump – die multilaterale Weltordnung unter Druck? – Wie reagiert Europa?
    Diskussion mit Aleksandr Gruschko (Stellvertretender Außenminister der Russischen Föderation) und Nils Schmid (MdB, Außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion)
    Moderation: Aleksandr Dynkin (Präsident des Primakow Nationales Forschungsinstitut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen (IMEMO) in Moskau)
  • 14 Uhr: "Europäische Sicherheit neu denken"
    Präsentation von Reinhard Krumm und Hans-Joachim Spanger (HSFK)
    Kommentare durch Samuel Charap (RAND Corporation Washington), Sergej Karaganow (Nationale Forschungsuniversität – Hochschule für Ökonomie, Moskau) und Irina Busygina (Nationale Forschungsuniversität – Hochschule für Ökonomie, Sankt-Petersburg)
  • 15 Uhr: Neu denken und neu Handeln - vertiefte Diskussion in drei Arbeitsgruppen
  • 16.30 Uhr: Präsentation der Diskussionsergebnisse
  • 17.30 Uhr: Armenien zwischen Brüssel und Moskau - Modell oder Sonderfall?
    Diskussion mit Mikayel Zolyan (Abgeordneter und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, Armenisches Parlament, Jerewan), Eduard Solowjew (IMEMO) und Amanda Paul (European Policy Centre Brüssel, angefragt)
    Moderation: Sonja Schiffers (Stiftung Wissenschaft und Politik)

Samstag, 27. April

  • 10 Uhr Chancen globaler Rüstungskontrolle - Zur Einhegung neuer Nuklearwaffen und neuer Technologien
    Diskussion mit Fjodor Wojtolowskij (Direktor IMEMO), Niklas Schörnig (HSFK) und Zhou Chang (Direktor, China Arms Control and Disarmament Association in Beijing)
    Moderation: Irina Kobrinskaja (IMEMO)

Eine Teilnahme an den Schlangenbader Gesprächen ist nur auf Einladung möglich.