Sündenböcke und Verschwörungstheorien: Spaltet Corona die Gesellschaft?

Webtalk mit Nicole Deitelhoff in der Reihe "Krisengespräche"

Die Wucht, mit der die Corona-Krise andere Themen beeinflusste und verdrängte, ist enorm. Das Virus verbreitete sich schnell über den gesamten Globus und Versuche der Ein­dämmung führten weltweit zu massiven Ein­schränkungen bürgerlicher Frei­heiten. Social Distancing ist auch der neue Modus des Zusammen­lebens in Deutschland, während sich eine deutliche Rezession abzeichnet. Das sind erhebliche Stress­faktoren für den inner­gesellschaftlichen Frieden. Das zeigt sich auch in den Reaktionen auf die von der Regierung eingeführten Ein­schränkungen des öffentlichen Lebens: wo zunächst weitgehend Konsens über ihre Not­wendigkeit bestand, wuchs nach und nach die Kritik. Die zunehmende Un­sicherheit gegenüber den alltäglichen Restriktionen bildete den Nähr­boden für eine Welle von Verschwörungs­theorien. Gleichzeitig versteht es die radikale Rechte, die Proteste gegen die „Corona-Diktatur“ für ihre Zwecke zu nutzen. Was können wir tun, um den gesell­schaftlichen Zusammen­halt in der Krise zu stärken?

Andreas Schwarzkopf (Frankfurter Rundschau) diskutiert mit Nicole Deitelhoff (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konflikt­forschung). 

Wann? Dienstag, 28. Juli 2020, 19:00 Uhr.
Wo? Youtube Kanal der Heinrich-Böll Stiftung Hessen (Link zum Livestream wird in Kürze ergänzt).