Internationalisierung

Die HSFK arbeitet ständig daran, ihre internationale Sichtbarkeit zu erhöhen, den Wirkungsbereich der eigenen Forschungsergebnisse zu erweitern und Synergien sowie den wissenschaftlichen Austausch mit den führenden Einrichtungen der internationalen Friedensforschung zu intensivieren. 

In diesem Sinne kooperiert die HSFK seit vielen Jahren mit dem Peace Studies Program der Cornell University, dem James Martin Center des Monterey Institute of International Studies und europäischen Friedensforschungsinstituten. Gemeinsame Projekte und Gastaufenthalte sind wichtige Säulen der Zusammenarbeit mit internationalen Forschungs­einrichtungen.

Auch in der Nachwuchsförderung wird die internationale Vernetzung verankert. So werden alle Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen international ausgeschrieben, um gezielt internationale Promovierende zu rekrutieren. Zusätzlich werden in einer Kooperation, die zusammen mit dem Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und der Hebrew University of Jerusalem aufgebaut wurde, gemeinsame Workshops und gegenseitige Gastaufenthalte für Promovierende angeboten.

Um den Friedensprozesses in den Bereichen Forschung, Lehre und Beratung zu unterstützen, ist die HSFK seit Ende 2016 am Aufbau eines Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (Instituto Colombo-Alemán para la Paz (CAPAZ)) in Bogotá beteiligt, das vom Deutschen Akademischen Austausch­dienst (DAAD) aus den Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert wird.

Das Forschungsprojekt "Sozioökonomische Proteste und politische Transformation" erörtert in Zusammenarbeit mit Forschern und Forscherinnen des Arab Forum for Alternatives in Ägypten und der Universität Sfax in Tunesien, in welchem Maße sozioökonomische Proteste die laufenden Prozesse politischer Transformation in Ägypten und Tunesien beeinflusst haben.

Gemeinsam mit führenden europäischen Denkfabriken bildet die HSFK derzeit das EU Non-Proliferation Consortium. Das Consortium berät die Europäische Union zu Fragen der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen und zur Kontrolle von Kleinwaffen.

Die HSFK ist außerdem am Jean-Monnet-Netzwerk "PACO - Interparliamentary Cooperation in the EU's External Action - Parliamentary Scrutiny and Diplomacy in the EU and Beyond" beteiligt. PACO verbindet Wissenschaftler/innen an sieben Forschungseinrichtungen in Europa, die sich mit der Rolle von Parlamenten in den EU-Außenbeziehungen befassen, und unterstützt deren Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Weiterbildung. Es wird durch die EU-Kommission gefördert.

Seit 2013 ist die HSFK Mitglied im „OSCE Network of Think Tanks and Academic Institutions“. Dr. Hans-Joachim Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Programmbereich "Internationale Sicherheit", vertritt die HSFK im Netzwerk. Ziel des Netzwerks ist es, die Kommunikation zwischen den Forschungsinstituten und Think Tanks und der OSZE zu verbessern und gemeinsame Forschungsprojekte zu entwickeln und umzusetzen.

Seit 2017 ist die HSFK beobachtendes Mitglied der Euro-Mediterranean Study Commission (EuroMeSCo), welche die Beziehungen zwischen Mitgliedern der Europäischen Union und Staaten des Mittelmeerraums in verschiedenen Themenbereichen untersucht. EuroMeSCo wurde 1996 mit dem Ziel gegründet, die Forschung, den Informationsaustausch und die sozialen Beziehungen unter seinen Mitgliedern zu fördern und gleichzeitig als vertrauensbildende Maßnahme im Barcelona-Prozess zu dienen.