Interdisziplinär gegen die Covid19-Krise

Frankfurter Forschungsinstitute rufen Dialogplattform zum disziplinen-übergreifenden Austausch ins Leben.

Menschenleer: Die Frankfurter Zeil - Foto: photoheuristic.info/Flickr | CC BY 2.0 | bit.ly/3aCHjLR

Menschenleer: Die Frankfurter Zeil - Foto: photoheuristic.info/Flickr | CC BY 2.0 | bit.ly/3aCHjLR

Gemeinsam mit drei weiteren Frankfurter Forschungsinstituten unterschiedlicher wissenschaftlicher Ausrichtung hat die HSFK die Internet­plattform "Frankfurter interdisziplinäre Debatte" (www.frankfurter-debatte.de) eröffnet. Ziel des Blogs ist es, Vertreter*innen verschiedener wissen­schaftlicher Fachrichtungen zu gesellschafts­politischen Themen ­­­­­­– aktuell zur Corona-Krise ­­– miteinander ins Gespräch zu bringen. Zu den Gründungsinstituten gehören neben der HSFK auch das Cardio Pulmonary Institute, der Forschungs­verbund Normative Ordnungen der Goethe-Universität sowie das Leibniz-Institut für Finanzmarkt­forschung SAFE.

„Die Corona-Krise zeigt, dass große gesellschaftliche Heraus­forderungen den Austausch unterschied­licher Expert*innen und akademischer Fächer verlangen“, erläutert Mitbegründer Uwe Walz, Volkswirt an der Goethe-Universität und stellvertretender Wissenschaft­licher Direktor des Leibniz-Instituts SAFE, die Motivation. Die Politik müsse derzeit sehr weitreichende Entscheidungen treffen und es sei absolut notwendig, diese Entscheidungen auf einer breiten Grundlage von Experten­wissen fundieren zu können. „In der aktuellen Krisen­situation ist die Expertise aus Virologie und Epidemiologie von zentraler Bedeutung“, so Walz. „Ebenso wichtig ist es jedoch, ethische, rechtliche, ökonomische und weitere Prinzipien zu berücksichtigen, wie zum Beispiel Freiheit, Demokratie und Gerechtig­keit. Wir brauchen dringend einen interdiszi­plinären Austausch zur Coronakrise und zur Angemessenheit der derzeit geltenden Maßnahmen.“

Die neue Plattform lädt Expert*innen aus allen Disziplinen ein, sich an der Debatte mit Beiträgen zu beteiligen, um eine umfassende Betrachtung der aktuellen Lage über Disziplinen hinweg zu ermöglichen. Die „Frankfurter interdisziplinäre Debatte“ will sich auf einen wissenschafts­orientierten Austausch fokussieren, heißt jedoch auch sachliche und problem­orientierte Beiträge von außerhalb der Wissenschaft willkommen.

Kontakt: kontakt@frankfurter-debatte.de