Fakten und Zweifel in der Weltpolitik: Epistemisches Vertrauen in internationale(n) Organisationen

Der Zusammen­hang zwischen Un­sicher­heit, Wissen und Ver­trauen ist für die meisten Theorien in den Inter­natio­nalen Be­ziehungen (IB) von zentraler Be­deutung. Doch nicht nur der Mangel, son­dern auch ein Über­ange­bot an Infor­ma­tionen kann eine Quelle der Un­sicher­heit sein. Daher kommt den­jenigen Ak­teuren eine ent­schei­dende Rolle zu, die Infor­ma­tionen in Wissen um­wandeln – wie etwa epis­te­mische Ge­mein­schaften oder inter­natio­nale Or­gani­sationen. Beide sind auf das Ver­trauen in die Pro­duktion, die Pro­duzenten und die Bereit­stellung von Wissen an­ge­wiesen. Dieses Pro­jekt führt die For­schung zu Ver­trauen und inter­natio­nalen Or­gani­sationen in den IB zusammen. Während sich die Vertrauens­forschung vor allem auf bi­laterale und zwischen­menschliche Be­ziehungen (meist zu Sicher­heits­fragen) kon­zentriert hat, geht die Or­ganisations­forschung davon aus, dass dem Wissen inter­natio­naler Or­gani­sationen qua ihrer Ex­per­tise ver­traut wird. Dieses Pro­jekt ver­bindet beide For­schungs­bereiche und unter­sucht die Pro­zesse, Ak­teure und Er­geb­nisse der In­for­mations­beschaffung und Wissens­bildung. Dieses Pro­jekt trägt zu einem besseren Ver­ständnis bei, wie und unter welchen Be­dingungen dem Wissen und der Ex­pertise in­ter­nationaler Org­ani­sationen ver­traut wird, was ent­scheidend ist, da­mit sie ihre Rolle als Ver­mittler in glo­balen Kon­flikten er­füllen können. Das Pro­jekt unter­sucht die Rolle von Ver­trauen und Wissen in inter­natio­nalen Or­gani­sationen in ver­schie­denen The­men­be­reichen, da­runter Menschen­rechte, glo­bale Ge­sund­heit, Rüs­tungs­kontrolle und Nach­haltig­keit.

Dieses Projekt ist Teil der ConTrust Initiative mit der Goethe-Universität Frankfurt.