African Regional Organizations Seen from Below: AU and ECOWAS in Burkina Faso and The Gambia

Afrikanische Regional­organi­sationen wie die Afrikanische Union (AU) oder die West­afrikanische Wirtschafts­ge­meinschaft (ECOWAS) sind zu zentralen Akteuren bei der Her­stellung von Frieden und Sicher­heit in Afrika geworden: etwa durch Mediation in politischen und verfassungs­recht­lichen Krisen (z.B. 2014 in Burkina Faso und 2016 in Gambia) oder durch die Ent­sendung von Friedens­truppen (z.B. in Mali und Südsudan). Damit prägen diese Organisationen nach­drücklich Ordnung und Politik in afrikanischen Staaten und somit die Be­dingungen, unter denen viele Afrikaner­innen und Afrikaner heute leben.


In ihren Friedens­bemühungen sind beide Organi­sationen von einem menschen­zentrierten Diskurs geleitet, der sich in Normen der lokalen ownership oder Inklusivität wider­spiegelt. Doch entgegen dieser Rhetorik haben die Perspektiven der von den Normen und Inter­ventionen dieser Organisationen betroffenen Menschen in der wissen­schaftlichen Debatte bisher praktisch keine Auf­merksam­keit erfahren. Vor diesem Hinter­grund zielt das sich in der Antrags­stellung befindende Forschungs­projekt darauf ab, die nach wie vor dominante top-down Perspektive auf afrikanische Regional­organisationen um­zu­drehen und zu unter­suchen, wie Menschen in von regionalen Inter­ventionen betroffenen Gesell­schaften sowohl die Inter­vention selbst als auch die dahinter stehenden Organisationen wahr­nehmen und bewerten. Dafür soll nach der Wahr­nehmung und Bewertung konkreter Interventions­erfahrungen, dem Wissen über und den all­gemeinen Er­wartungen an afrikanische Regional­organisationen gefragt werden. Dadurch kann einerseits eine neue analytische Perspektive auf Regional­organisationen und deren Interventions­praktiken etabliert werden. Andererseits soll durch die Rekonstruktion konkreter Erfahrungen und Wahr­nehmungen von Inter­ventionen neues Wissen über die Legitimität und Wirk­samkeit afrikanischer Inter­ventions­politiken generiert werden.

Als Fall­studien sollen regionale Inter­ventionen in Burkina Faso (2014/15) und Gambia (2016/17) unter­sucht werden – zwei Länder in denen infolge politischer Krisen jeweils zwei Regional­organisationen aktiv waren (AU und ECOWAS) und einen wesent­lichen Einfluss darauf hatten, wie die jeweilige Krise ge­löst wurde. Methodisch greift das Projekt dafür auf Fokus­gruppen­diskussionen, Interviews und Medien­analysen zurück. Für die Durch­führung des Projekts ist eine Kooperation mit (Nachwuchs-)Wissen­schaftler­Innen aus beiden Ländern ge­plant.

 

Ein­blicke in Politik und Praxis – Bericht zum Work­shop „African Peace­making Seen from Below: Experiments, Experiences and Alternatives“.

Projektleitung:
Mitarbeiter/innen:
1
African Regional Organizations Seen From Below: Theorizing Legitimacy Beyond the European Nation-State | 2018

Schnabel, Simone (2018): African Regional Organizations Seen From Below: Theorizing Legitimacy Beyond the European Nation-State, PRIF Working Papers No. 42, Frankfurt/M.

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2
African Peace Interventions Seen ‘from Below’ | 2018

Witt, Antonia (ed.), (2018): African Peace Interventions Seen ‘from Below’. Politics and Disconnects, (Special Issue “South African Journal of International Affairs” 25:1), Table of Contents at Taylor & Francis.

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3
Studying African Interventions ‘from Below’ | 2018

Witt, Antonia (2018): Studying African Interventions ‘from Below’. Exploring Practices, Knowledges and Perceptions, in: South African Journal of International Affairs, Special Issue, 25:1, 1–19, DOI: 10.1080/10220461.2018.1417904.

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4
Towards Studying African Interventions ‘from Below’ – A Short Conclusion | 2018

Witt, Antonia/Khadiagala, Gilbert (2018): Towards Studying African Interventions ‘from Below’ – A Short Conclusion, in: South African Journal of International Affairs, Special Issue, 25:1, 133–139, DOI: 10.1080/10220461.2018.1438917.

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Förderer

Point Sud
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