Common Remembrance, Future Relations

Das externe Projekt „Common Remembrance, Future Relations“ beschäftigte sich mit Praktiken der Erinnerung in Armenien, Deutschland, Frankreich, Israel und der Türkei. Es zielte darauf ab, Ansätze für Versöhnung und internationale/interkulturelle Kooperationsmöglichkeiten zu entwickeln, indem die Teilnehmenden bilaterale und/oder multilaterale Projekte gemeinsam gestalten.

Das Projekt wurde vom Verein Young Initiatives on Foreign Affairs and International Relations e.V. (IFAIR) organisiert und vom Auswärtigen Amt finanziert. 

Das Projekt hatte drei Phasen: 1) erstes Treffen in Jerewan, Armenien, zum konzeptionellen Austausch der beteiligten NGOs, zur Partnerfindung und gemeinsamen Projektentwicklung; 2) gegenseitige Hospitationen zur Arbeit an den Projekten; 3) Forum in Berlin im September 2017, um die Erfahrungen zu diskutieren. 

Das erste überaus erfolgreiche Treffen fand im Mai 2017 in Jerewan statt. 20 Teilnehmende aus unterschiedlichen NGOs hatten die Möglichkeit, über ihren Zugang zu „Erinnerungskulturen, Aufarbeitung der Geschichte und Versöhnung“ zu diskutieren. Des Weiteren wurde eine Plattform für den Austausch geschaffen und mögliche Partner haben sich auf ein gemeinsames Projekt geeinigt und die weitere Zusammenarbeit geplant. Insbesondere diente das Treffen auch dazu, die Barrieren zwischen Kulturen aufgrund der Konfliktgeschichten in bestimmten Ländern zu dekonstruieren. Die informellen Zusammenkünfte der Teilnehmenden und Exkursionen, z.B. zum armenischen Genozid-Museum und zum Denkmal Zizernakaberd gaben dazu wichtige Impulse. Sezer İdil Göğüş war sowohl als Mit-Organisatorin als auch inhaltlich beteiligt. Der Schwerpunkt ihrer inhaltlichen Arbeit lag auf den unterschiedlichen Perspektiven aus der Türkei über die Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei und auf der Rolle der Zivilgesellschaft im Versöhnungsprozess.

Für 2020 sind Nachfolgeaktivitäten in Vorbereitung.

Leiterin des Projektes war Varsenik Minasyan (IFAIR).