Justice and Compliance: Explaining the Effectiveness of International Regimes

Regelbrüche (Non-Compliance) führen häufig zu Krisen in Regimen. Das Projekt untersucht den Zusammenhang von Gerechtigkeit und Compliance. Resultieren Regelbrüche aus unbefriedigten Gerechtigkeitsansprüchen eines Akteurs? Verbessert sich die Compliance-Bilanz eines Regimes, wenn Gerechtigkeitsprinzipien beachtet werden? Welche anderen Faktoren wirken auf Compliance ein?

Es werden verschiedene Analysemethoden in einem Mixed Method-Design kombiniert. Für Regime in den Feldern Rüstungskontrolle/Nichtverbreitung, Sanktionen der Vereinten Nationen, Menschenrechtsschutz, Terrorismusbekämpfung prüft zunächst eine quantitative Studie, ob prozedurale und substantielle Gerechtigkeitsansprüche in Verhandlungsprozessen und -ergebnissen berücksichtigt sind und wie dies mit der späteren Regeleinhaltung korreliert. Qualitative Fallstudien untersuchen dann, inwiefern enttäuschte oder befriedigte Gerechtigkeitsansprüche auf Compliance von Staaten einwirken. Die Fälle sollen über Varianz im Compliance-Spektrum ausgewählt werden. Zusätzlich sollen in einer weiteren Fallstudie (aus dem Feld Rüstungskontrolle/Nichtverbreitung) Wechselwirkungen zwischen (nicht) erfüllten Gerechtigkeitsvorstellungen in thematisch angrenzenden Regimen (des Komplexes biologischer Sicherheit, Weltgesundheit und Patentschutz) sowie ihre Auswirkungen auf Compliance untersucht werden.

Projektleitung:
Mitarbeiter/innen:
1
The Role of Justice in Compliance Behavior | 2014

Fey, Marco/Melamud, Aviv/Müller, Harald (2014): The Role of Justice in Compliance Behavior. Germany's Early Membership in the Nuclear Non-Proliferation Regime, in: International Negotiation, 19:3, 459-486, DOI: 10.1163/15718069-12341287.

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Förderer

Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
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