Routinised Insurgent Space (RIS)

Dieses Projekt verbindet die Literatur zum Thema Rebellengruppen/-bewegungen der Forschungsfelder „Rebel Governance“ und „soziale Bewegungen“. Es erweitert die Zwangsmittel von Rebellengruppen um die Analyse des strategischen Einsatzes von Raum (space) als Mittel um Unterstützung und politische Legitimität zu erlangen. Es stellt das innovative Konzept des Routinised Insurgent Space (RIS) vor, um mit dessen Hilfe die räumliche Ordnung des unmittelbaren sozialen Umfelds der Rebellen aufzuschlüsseln. Das Projekt befasst sich mit vier spezifischen Fällen von RIS welche bei Rebellengruppen unterschiedlicher ideologischer Orientierung auftauchen: Justiz- und Überwachungssysteme von Rebellen, die Erbringung von Dienstleistungen durch Rebellengruppen, Organisation von Rebellen in Gefängnissen und Beerdigungen. Im Wesentlichen bezieht sich das Projekt auf zwei Fallstudien, die M-19 Guerilla-Organisation in Kolumbien und die PKK in der Türkei. Es werden Daten aus umfangreichen qualitativen Interviews (Feldforschung in Bogota 2018 und gegenwärtige Interviews mit der kurdischen Diaspora in Europa), Primärquellen (Veröffentlichungen der Rebellen und Biographien) und Beiträge lokaler Medien aus dem zu untersuchenden Zeitraum verwendet und analysiert.

Projektleitung:
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The Spatial Dimension of Insurgent-Civilian Relations: Routinised Insurgent Space | 2019

O'Connor, Francis (2019): The Spatial Dimension of Insurgent-Civilian Relations: Routinised Insurgent Space, PRIF Working Papers No. 44, Frankfurt/M.

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