Internationale Sicherheit

Programm­bereich I erforscht das klassische Feld inter­nationaler Sicher­heits­politik. Staaten streben nach Sicher­heit – ihrer eigenen, der Sicher­heit ihrer Bevölkerung sowie der Sicher­heit politischer, wirt­schaft­licher und ökologischer Zusammen­hänge. Wie Staaten das Ziel „Sicher­heit“ verfolgen, hat entscheidenden Einfluss auf die Erhaltung des Friedens bzw. die Gefahr gewalt­samer Aus­einander­setzungen. Die empirische Arbeit des Programm­bereichs konzentriert sich deshalb auf die Praktiken und Strategien von Staaten, die eng mit den Mitteln und dem Gebrauch militärischer Gewalt zusammen­hängen oder darauf gerichtet sind, ihren Gebrauch zu ver­hindern bzw. ein­zu­schränken. Als zentrale Arbeits­felder beschäftigt sich Programm­bereich I mit neuesten Ent­wicklungen und Dynamiken in der Kriegs­führung, der Trans­formation von Normen und Regeln des legitimen Gewalt­einsatzes sowie der Kontrolle und Begrenzung von Rüstungs­gütern. Neben der theorie­orientierten Grund­lagen­forschung hat der Programm­bereich I eine lange Tradition der Politik­beratung und ein fort­gesetztes Interesse an den mit Rüstungs­kontrolle, Ab­rüstung und Nicht­verbreitung von Massen­vernichtungs­waffen verbundenen praktischen Fragen.

Im Rahmen des aktuellen Forschungs­programms Coercion and Peace (2018) wird am Programm­bereich I analysiert, wie techno­logischer, politischer und normativer Wandel die Fähig­keit von Staaten be­einflusst, Zwang aus­zu­üben und welchen Effekt dies auf die nationale und inter­nationale Sicher­heit und den globalen Frieden hat. Dabei werden drei Themen­felder be­arbeitet: (1) Sicherheits­politik und Welt­ordnung, (2) Militär­strategie und der Einsatz von Gewalt, (3) Rüstungs­kontrolle und Technologie. Zwang wird dabei in seiner militärischen wie auch seiner nicht-militärischen Dimension erforscht.

Während des Forschungs­programms Just Peace Governance (2011-2017) konzentrierte sich der Programm­bereich auf die Bedeutung von Gerechtig­keits­konflikten in der Außen- und Sicher­heits­politik von Staaten. Dabei wurde etwa unter­sucht, welche Rolle Gerechtig­keits­vor­stellungen bei Hegemonial­konflikten spielen oder wie Gerechtig­keits­argumente Ver­handlungen im Bereich der Rüstungs­kontrolle und Ab­rüstung erschweren können.

Programmbereichsleitung
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Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
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Assoziierte Forscher/innen
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Sekretariat
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